Saturday, February 4, 2023
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Iranische staatliche Medien warnen Vertreter des Regimes vor “wirtschaftlicher Unzufriedenheit” im iranischen Volk


Die großen Iran – Proteste im November 2019 haben am Fundament des Regimes gerüttelt. Die Proteste begannen wegen genereller wirtschaftlicher Probleme, vor allem nach einer plötzlichen Erhöhung der Benzinpreise. Ein Jahr ist seit dem Aufstand von 2019 vergangen, doch das Regime hat die wirtschaftlichen Probleme nicht gelöst und so rückt einen neuer Aufstand immer näher.

„Als die Menschen im November 2019 von der plötzlichen Erhöhung der Benzinpreise erfuhren, brachen Proteste aus. Einige hielten die Informationsvermittlung und vor allem die Erhöhung der Preise im alltäglichen Leben der Bürger als wahren Grund dieser Proteste, weil davon das Volk betroffen ist“, schrieb am Samstag die staatliche Tageszeitung Sharq.
Die November – Proteste wurden schnell politisch und die Demonstranten forderten einen Regimewandel und griffen die Zentren der Unterdrückung und Ausplünderung der Mullahs an. Die Proteste waren bald im ganzen Iran zu sehen. Das Feuer der Wut der Menschen brannte dabei gegen das gesamte Regime.

Anstatt auf die Forderungen der Menschen einzugehen oder wenigstens den Benzinpreis wieder zu senken, wurden die Proteste brutal nieder geschlagen und 1500 Demonstranten ermordet. Das Regime hat bis heute die wirtschaftlichen Probleme des Volkes nicht gelöst und somit ist der Hass auf das Regime noch einmal gestiegen.

„Die Flammen breiteten sich schnell auf Duzende Städte aus und die ursprünglichen Proteste wandelten sich in einen anderen Weg“, schrieb Sharq.


„Dieser Wandel der Ereignisse von damals muss bis heute ernst genommen werden und wir sollten darüber besorgt sein, was in der Gesellschaft passiert“, ergänzte Sharq.
In seinem Artikel bezieht sich Sharq auf die signifikanten Entwicklungen und die Krisen, welche das Regime umzingeln. Dazu gehört auch die Tötung des terroristischen Mastermind des Regimes, Quassem Soleimani, im Januar 2020, der Ausbruch des Coronavirus, die Inaktivität des Regimes in dieser Krise, die steigende internationale Isolation, die wirtschaftlichen Probleme sowie der steigende Hass auf das Regime.

„Wir können die November 2019 Proteste leicht ignorieren, doch das wäre ein Fehler. Die iranischen Politiker müssen die Wurzeln finden, welche solche Ereignisse auslösen und sie beseitigen und danach müssen sie diese behandeln, anstatt sie zu vertuschen. Das Ausmaß der Proteste war groß und weit verbreitet, daher muss die Regierung nach einem Weg suchen, um die Quelle dieser Proteste zu finden.“, ergänzte Sharq.

Sharq betont, dass es vor dem Aufstand im November bereits Proteste in allen Bereichen der Gesellschaft gegeben hat, welche das Regime unterdrückte und dabei die legitimen Rechte der Menschen ignorierte.

„Haben die Sicherheitsvertreter in ihren Analysen nicht bedacht, in welchem Zustand diese Gesellschaft ist? Sie sollten diesen Faktoren mehr Aufmerksamkeit schenken, denn sie führen zu großen Protesten.“

Der wahre Faktor der wirtschaftlichen Not liegt in dem Mismanagement des Regimes sowie seiner institutionalisierten Korruption. Doch das Regime macht dafür lieber die internationalen Sanktionen verantwortlich. „Wir erleben, dass die Regierung die falsche Wurzel für die Fluktuation von Gold, Autos, Wohnungsbau etc. ausmacht“, schreibt am Samstag die staatliche Zeitung Siasat-e Rouz.

„Im Gegensatz zu dem, was die Regierung sagt, liegen die Probleme nicht außerhalb unserer Grenzen, sondern die Wurzeln liegen hier, in unserem Land. Der Hauptgrund ist das Mismanagement und das widersprüchliche Handeln der Regierung“, schreibt Siasat-e Rouz
„Jeden Monat sehen wir nicht nur einige instabile Preise, sondern Inflation und täglich steigende Preise in allen Bereichen. Alleine im letzten Monat sind die Preise für Fleisch, Geflügel, Reis und der meisten Früchte stark angestiegen.“, heißt es weiter in dem Artikel von Siasat-e Rouz.

Das Regime ist weder gewillt noch in der Lage, die wirtschaftlichen Probleme im Iran zu lösen. Daher ist ein weiterer Aufstand des Volkes, welches in Armut lebt und nun unter der Covid – 19 Krise noch zusätzlich leidet, unvermeidlich. Die wirtschaftliche Unzufriedenheit, die wegen der Korruption im Iran existiert, wird zu einem neuen Aufstand führen. Die fortgesetzten Proteste in allen Bereichen der Gesellschaft beweisen, dass die Mullahs gescheitert sind, die wirtschaftlichen Probleme zu lösen und dass seine Lösung vielmehr darin besteht, die rebellierenden Teile der Gesellschaft zu unterdrücken.