Saturday, December 3, 2022
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Iranischer Asylbewerber einer australischen Quelle zufolge totgeschlagen

„DER AUSTRALIER“ – Ein Mann aus dem Volk von Papua-Neuguinea, der bei der Heilsarmee angestellt ist,

war der Rädelsführer bei den „brutalen Schlägen“, durch die der iranische Asylbewerber Reza Barati während der Unruhen auf der Insel Manus, auf der Angehörige des Volkes von Papua-Neuguinea leben, getötet wurde; so berichtet eine unabhängige Quelle.

Herr Barati (23 Jahre alt) starb, nachdem er von Gefängnisbeamten geschlagen und getreten worden war und nachdem ein Stein seinen Kopf getroffen hatte – so die Quelle. 

Der Einwanderungsminister Scott Morrison hat heute den unabhängigen Bericht von den Unruhen freigegeben, die sich im Februar ereigneten und bei denen 69 Personen verletzt wurden. 

Herr Morrison sagte, der Bericht, den der frühere Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes Robert Cornall verfaßt habe, versuche zu enthüllen, was während „einiger schrecklicher Tage“ in dem Heim für Asylbewerber geschehen sei. 

Während er den Bericht freigab, erklärte er, die Unruhen, die sich zwischen dem 16. und 18. Februar ereignet hätten, seien das Ergebnis zunehmender Spannungen, Verärgerung und Enttäuschung unter den Asylbewerbern gewesen.

In der Quelle heißt es, Herr Barati habe „durch brutale Schläge“ von einigen Angreifern eine schwere Hirnverletzung erlitten.

Die Quelle zitierte einen Augenzeugen des Angriffs. 

„Er sagte, der Angriff sei von einem Papua-Neuguinesen, angestellt bei der Heilsarmee, geleitet worden; er benannte weitere Zeugen, die, wie er sagte, seine Erklärung bestätigen könnten.“

Der vollständige Bericht findet sich in dem Rückblick auf die Unruhen auf der Insel Manus. 

In dem Bericht befindet sich auch die Erklärung eines Augenzeugen, er habe gesehen, wie Herr Barati von dem Papua-Neuguinesen geschlagen worden sei, bevor andere Polizisten ihn angriffen.

Während er stürzte, kamen mehr als zehn Beamte vorbei und schlugen ihm auf den Kopf,“ heißt es in dem Bericht des Zeugen,von dem als „Herrn T3“ gesprochen wird. 

„Während er stürzte, schlugen ihm alle Polizisten, die vorbeikamen, auf den Kopf, und der letzte, ein Papua-Neuguinese, warf einen großen Stein darauf.“

Ein Krankenpfleger sagte dem Bericht zufolge: „Der Kopf Herrn Baratis war durch eine Spalte an der linken Seite des Schädels zertrümmert.“

 Herr Morrison erklärte, zur Aufklärung der während der Unruhen begangenen Verbrechen sei ein „angemessenes Verfahren“ eingeleitet worden. 

Die Namen der Beschuldigten seien, während die Polizei Untersuchungen anstelle, um die Beteiligten belasten zu können, in dem Bericht gelöscht worden. 

Der Bericht äußert Annahmen über 13 Beteiligte; der Prozeß der Verifikation dauere an. 

Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, die Gewalttätigkeit sei grundlos ausgebrochen. 

„Es ist“ – so heißt es in dem Bericht – „nicht möglich, auf ein Ereignis zu verweisen, das bei unterschiedlicher Reaktion zu einem geringeren Maß von Schädigung geführt hätte; auch kann das Maß der Verantwortung bei den Beteiligten nicht spezifiziert werden.“

Er erklärt aber auch, eine Hauptursache der Spannungen habe über den Mangel an Informationen über die Umsiedlungsmaßnahmen gelegen. 

Auch wurden die Spannungen durch „die Feindseligkeit verschärft, die sich zwischen einigen Asylbewerben und den angestellten Papua-Neuguinesen sowie ihren Freunden unter der einheimischen Bevölkerung entwickelt hatten. Einige der Asylbewerber behandelten die Papua-Neuguinesen respektlos rassistisch und kritisierten ihr Land.“

Herr Morrison sagte, die Todesfälle und die Verletzungen wären nicht geschehen, hätten die festgehaltenen Asylbewerber nicht protestiert, doch ihre Proteste rechtfertigten keineswegs das, was ihnen folgte. 

Der Bericht, die „Hauptaufgabe“ habe darin bestanden, zwischen den leitenden Beamten des Heims und den Insassen das Vertrauen wiederherzustellen; die berechtigten Vorwürfe gegen die Verantwortlichen „werden für die Wiederherstellung des Vertrauens von erheblicher Bedeutung sein“. 

Der Bericht bemerkt, während der zwei Tage der Unruhen seien mindestens 69 Personen wegen ihrer Verletzungen behandelt worden, doch hätten sich andere in den auf die Unruhen folgenden Wochen wegen PTST (Störungen aufgrund von traumatischer Belastung) in Behandlung begeben.

Die schwersten Verletzungen erfuhr – abgesehen von Herrn Barati – ein Asylbewerber, der sein rechts Auge verlor, ein weiterer, dem man ins Gesäß geschossen, sowie einer, dessen Kehle man gepeitscht hatte.