Wednesday, November 30, 2022
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Iranischer Kleriker will “Großreich Iran” schaffen

Iranian cleric wants creation of 'Greater Iran'Agenturen – Ein radikaler Kleriker rief am Samstag zur Bildung eines “Großreiches Iran” auf, der die Herrschaft über den gesamten Mittleren Osten und Zentralasien zum Ziel hat. Er sagte, es würde die Ankunft eines islamischen Messiahs ankündigen.
Ayatollah Mohammad Bagher Kharrazi sagte, dass die Gründung der “Vereinigten islamischen Staaten” das zentrale Ziel der Hisbollah, oder Partei von Gott, sei und dass er hofft, das dies wahr wird, wenn sie die nächste Präsidentschaftswahl gewinnen. Kharrazi’s Kommentar spiegelt die Denkweise einer steigenden Anzahl von Hardlinern im Iran wieder, die wegen der Nachwahlkrise und dem internationalen Standpunkt zum Atomprogramm des Iran radikaler werden. Kharrazi hat keinen hohen Stand bei den Klerikern im Iran und seine Ansichten spiegeln auch nicht die Ansichten der aktuellen Regierung wieder.
Kharrazi’s Bemerkungen wurden am Samstag in seiner Zeitung “Hisbollah” abgedruckt.

Er sagte, seine Vision eines Großreiches Iran geht von Afghanistan bis nach Israel und bringt die Zerstörung des jüdischen Staates mit sich.

Er sagte auch, dass seine Gründung die Vorbereitung für das Erscheinen von Mahdi sei, einer Figur, die als der versteckte Imam bekannt ist und von dem Muslime glauben, dass er vor dem jüngsten Tag wieder kehrt und die Tyrannei beendet und Gerechtigkeit in die Welt bringt.

“Die Vereinigten islamischen Staaten sind der Beginn der Gründung einer globalen Stadt der Unterdrückten und sie sind der Auftakt der Weltherrschaft von Mahdi”, zitiert ihn die Zeitung.

Neben Israel, so sagt er, wird diese Union den shiitischen Iran und andere regionale Gruppen zerstören, die er “Tumore” nannte. Er schloß jedoch säkulare arabische Parteien wie die Baath Partei Saddam Hussein im Irak und die Anhänger eines strengen sunnitischen Islam, die vorzugsweise in Saudi Arabien tätig ist und als Wahabismus bekannt ist, aus der Sichtweise aus.

Saudi Arabien und andere sunnitische arabische Nationen sehen die regionalen Spannungen im Iran mit großer Sorge.
Die stärker werdende Stimme solcher Hardliner wie Kharrazi, haben die Sorgen steigen lassen, dass solche Personen die Präsidentschaftswahlen 2013 gewinnen könnten.

Sogar Präsident Mahmoud Ahmadinejad sagte am Donnerstag, dass er erwartet, dass die nächste Regierung “Zehnmal Revolutionärer” sei.