Sunday, December 4, 2022
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Iranischer Widerstand begrüßt die Verurteilung des iranischen Spions in Berlin

Die Verurteilung eines Spions der „Quds“-Kräfte in Deutschland zeigt die Notwendigkeit der Einstufung der Revolutionsgarden auf Terrorlisten / Stellungnahme der iranischen Opposition zum Urteil des Berliner Kammergerichts

Das Berliner Kammergericht verurteilte den iranischen Spion Mustufa Haidar S. zum vier Jahren und drei Monaten Haft. Laut deutschen Sicherheitsquellen sammelte dieser Spion Informationen für die Quds-Kräfte der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) mit dem Zweck von Terroranschlägen in Deutschland und Frankreich.

Dr. Masumeh Bolurchi, die Deutschlandvertreterin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI), wertete das Urteil des Berliner Gerichts als einen weiteren Beweis für die Tatsache, dass der im Iran herrschende religiöse Faschismus nicht auf seinen Terrorismusexport verzichtet. Dieser Prozess zeige ebenfalls, dass zusätzlich zum iranischen Geheimdienst (MOIS), der seit drei Jahrzehnten in Terroranschlägen in europäischen Ländern verwickelt gewesen sei, die Revolutionsgarde und seine Quds-Kräfte ihr terroristisches Aktionsfeld nach Europa ausgeweitet hätten. Die Revolutionsgarden seien eine Terrororganisation, die nicht nur im Mittleren Osten Kriege schüre und Fundamentalismus verbreite, sondern auch den Frieden und die Sicherheit der Weltgemeinschaft und der Europa bedrohe.

Bolurchi forderte die Identifizierung und Ausweisung sämtlicher Spione und Geheimdienstagenten des iranischen Regimes aus dem deutschen und europäischen Territorium. Die Vorbereitungsmaßnahmen der Revolutionsgarde für Terroranschläge in Deutschland unterstreichen die Notwendigkeit der Terrorlistung dieser Institution, so Bolurchi. Die Terrorlistung der IRGC könne als eine Präventivmaßnahme für potentielle Terroranschläge auf europäischen Boden dienen.

Mustufa Haidar S. (31) stammt aus Pakistan und wurde im Juli 2016 in Deutschland festgenommen. Laut Justizquellen war er vor seiner Festnahme mindestens ein Jahr im Dienst der Quds-Kräfte der Revolutionsgarden aktiv und spionierte für den Iran. Laut der Sprecherin des Gerichts erhielt S. dauerhaft einen monatlichen Agentenlohn in Höhe von 2052 € vom Iran.

Deutschlandvertretung des Nationalen Widerstandsrates Iran
28. März 2017