Tuesday, November 29, 2022
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Iranisches Regime läßt Hand und Fuß von zweitem Gefangenen in dieser Woche amputieren

NWRI – Zum zweiten Mal in dieser Woche ließ das fundamentalistische Regime die Hand und den Fuß eines Gefangenen amputieren.

Vertreter des Gefängnisses in Maschhad, Nordostiran, ließen am Dienstag die rechte Hand und den linken Fuß von Mehdi R. amputieren. Andere Gefangene wurden gezwungen, bei der Vollstreckung anwesend zu sein. 

Die Vollstreckung erfolgte nur einen Tag nachdem einem anderen Gefangenen, nur mit Rahman K. identifiziert, die rechte Hand und der linke Fuß von den gleichen Vertretern im gleichen Gefängnis amputiert wurde. Das schrieb am Mittwoch die staatliche Zeitung Shahr Ara. 

Beide Männer wurden vom Regime beschuldigt, einen Bankraub begangen zu haben. Sie wurden von den Richtern zu „moharebeh“ oder „im Krieg mit Gott befindend“ verurteilt. 

Laut der staatlichen Zeitung Khorasan bekamen beide Männer außerdem lange Haftstrafen.

Zudem wurden am Dienstag in Yazd und Rafsanjan mindestens sieben Gefangene gehängt. 

Damit wurden in den letzten zwei Wochen mindestens 64 Gefangene, darunter zwei Frauen, im Iran gehängt, einige von ihnen öffentlich. 

Weiterhin bekam ein 27 Jahre alter Mann mit dem Vornamen Hamed ein Urteil zum Ausstechen der Augen. 

Hamed sagte im März 2011 vor einem Gericht des Regimes, als er 23 Jahre als war, dass er aus Versehen einem anderen jungen Mann eine Augenverletzung zugefügt hatte, als es zu einem Streit kam. Das schrieb die offizielle staatliche iranische Zeitung, 

Am 28. Juni ließ das fundamentalistische Regime zudem die Finger von zwei Gefangenen in Maschhad amputieren. 

Die Justiz des Regimes und seine Vertreter haben öffentlich erklärt, dass Amputationen, Augen ausstechen und gar Steinigungen ein ganz üblicher Teil der iranischen Rechtsprechung sind. 

Mohammad-Javad Larijani, der Vorsitzende des „Menschenrechtsrates“ im iranischen Regime, sagte am 10. April 2014: „Das Problem ist, dass der Westen das Gesetz der Vergeltung (Qisas) nicht versteht und das es anders als Hinrichtungen ist. Wir schämen uns nicht, zu steinigen oder andere islamische Dekrete durchzusetzen.“ 

„Niemand hat das Recht, einem Richter zu sagen, er soll solche Strafen nicht verhängen, weil dann die UN empört ist. Wir sollten daher entschlossen und ernsthaft die Strafe der Steinigung verteidigen.“

„Er sagte weiter:“ Vergeltung und Strafen sind wundervoll und nötig. Es ist eine Form des Schutzes der Individuen und der zivilen Rechte der Menschen in einer Gesellschaft. Der Vollstrecker oder die Person, die diese Urteile anordnet, sind in Wirklichkeit Verteidiger der Menschenrechte. Man kann also sagen, dass im Akt der Vergeltung Menschlichkeit liegt.“

Seit Hassan Rohani als Präsident sein Amt 2013 antrat, ließ das klerikale Regime mehr als 1800 Menschen hinrichten und Hunderte erlitten degradierende und inhumane Bestrafungen wie Amputationen, öffentliches Auspeitschen und Demütigungen auf den Straßen. 

In einer Erklärung vom Büro des Hochkommisar für Menschenrechte in den Vereinten Nationen, Zeid Ra’ad Al Hussein, vom Mittwoch hieß es:“ Der Iran hat in diesem Jahr laut offiziellen Berichten bereits mehr als 600 Menschen hinrichten lassen, 753 Personen waren es mindestens.“

Im Mai 2015 rief ein hochrangiger Kleriker, der einer der Vertreter des obersten Führers in der Provinz Hormozgan (Südiran) ist, zu mehr inhumanen Handamputationen auf. 

Als Ghulam-Ali Naeem Abadi Maschhad besuchte, sagte er:“ Wenn nur die Hände von einigen abgeschnitten werden, die Diebstahl begangenen haben, dann werden sie als abschreckende Beispiele dienen und die Sicherheit wird wieder hergestellt.“ 

„Doch können wir die Sicherheit in der Gesellschaft herstellen, wenn wir nur einige Finger abschneiden, wenn die Strafe nicht komplett ausgeführt wird?“, fragte er. 

 

Im Dezember letzten Jahres verurteilte die UN Vollversammlung bereits die schweren Menschenrechtsverletzungen durch das iranische Regime. 

 

In der Resolution wurden auch die inhumanen Bestrafungen, darunter Auspeitschen und Amputationen, kritisiert. 

 

Die 61. Resolution der UN über die Menschenrechtsverletzungen im Iran mahnte die Mullahs auch für den Anstieg der Hinrichtungen, öffentlichen Hinrichtungen und die Hinrichtung von Jugendlichen an. 

 

Das iranische Regime stellte 2013 eine grauenvolle Maschine vor, welche Finger abtrennt. Sie erinnerte an Geräte aus grausigen Horrorfilmen, welche in der Art einer Guillotine die Finger der Gefangenen abhakt.  

 

Der Nationale Widerstandsrat Iran (NWRI) hat mehrfach die mittelalterlichen Bestrafungen des klerikalen Regimes im Iran scharf verurteilt und rief zu einer Debatte über den absurden Grad der Menschenrechtsverletzungen des Iran im UN Sicherheitsrat auf.