Wednesday, December 7, 2022
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Iranisches Regime verurteilt Mann zum Ausstechen der Augen

NWRI – Das Mullahregime hat einen jungen Mann dazu verurteilt, zu erblinden. 

Die grausame und mittelalterliche Bestrafung wurde am 1. August gegenüber einem 27 Jahre alten Mann verhängt, der nur mit dem Vornamen Hamed genannt wurde.

Hamed sagte, dass ein Gericht des Regime im März 2011 – als er 23 Jahre alt war – ihn dafür schuldig befand, dass er das Auge eines anderen Mannes bei einem Kampf auf der Straße verletzt hatte. Das berichtet die staatliche Zeitung des Landes. 

„Es war gegen Mitternacht und ich saß zu Hause, als meine Mutter mich anrief und sagte, dass mein Vater einen Autounfall hatte. Ich eilte zum Ort des Geschehens, um meinen Vater zu helfen und nicht, um anderen ihre Augen zu verletzten“, sagte Hamed vor dem Gericht des Regimes.

Nach der Urteilsverkündung sagte Frau Farideh Karimi, Mitglied des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) und Menschenrechtsaktivistin:

„Es ist äußerst beschämend, dass die europäischen Regierungen nicht einmal gegen solche Fälle der Barbarei im Iran protestieren. Diese brutalen Akte sind nichts anderes als Folter und diese sind fest im iranischen Gesetz verankert. Mindestens vier Menschen wurden alleine im letzten Monat öffentlich im Iran gehängt. Solche öffentlichen Hinrichtungen sind ebenfalls eine Form der öffentlichen Folter. Wenn Menschen zu den Orten gehen müssen, dann sieht jeder diese Folterung und den barbarischen Akt. Man muss sich fragen: Warum verschließt die EU ihre Augen vor solchen Verbrechen?“

Vertreter der Justiz des iranischen Regimes haben öffentlich die Amputation von Gliedmaßen, das Ausstechen von Augen und selbst Steinigungen zum Tode als sehr realen Teil ihrer iranischen Rechtsprechung verteidigt. 

Mohammad-Javad Larijani, der Vorsitzende des „Menschenrechtsrates“ im iranischen Regime, sagte am 10. April 2014: „Das Problem ist, dass der Westen das Gesetz der Vergeltung (Qisas) nicht versteht und das es anders als Hinrichtungen ist. Wir schämen uns nicht, zu steinigen oder andere islamische Dekrete durchzusetzen.“ 

„Niemand hat das Recht, einem Richter zu sagen, er soll solche Strafen nicht verhängen, weil dann die UN empört ist. Wir sollten daher entschlossen und ernsthaft die Strafe der Steinigung verteidigen.“

„Er sagte weiter:“ Vergeltung und Strafen sind wundervoll und nötig. Es ist eine Form des Schutzes der Individuen und der zivilen Rechte der Menschen in einer Gesellschaft. Der Vollstrecker oder die Person, die diese Urteile anordnet, sind in Wirklichkeit Verteidiger der Menschenrechte. Man kann also sagen, dass im Akt der Vergeltung Menschlichkeit liegt.“

Das iranische Regime ließ zudem am Montag die Hand und einen Fuß eines Insassen in Maschhad – Nordwestiran – amputieren. 

Der Gefangene – nur als Rahman K. identifiziert – verlor nach einer Strafe seine rechte Hand und sein linker Fuß wurde verstümmelt. Ein zweiter Gefangener steht kurz vor der selben Ausführung der Strafe.

Am 28. Juni diesen Jahres ließ das fundamentalistische Regime im gleichen Gefängnis bereits zwei Gefangenen in Maschhad die Finger amputieren. 

Seit Hassan Rohani als Präsident sein Amt 2013 antrat, ließ das klerikale Regime mehr als 1800 Menschen hinrichten und Hunderte erlitten degradierende und inhumane Bestrafungen wie Amputationen, öffentliches Auspeitschen und Demütigungen auf den Straßen. 

Im Mai 2015 rief ein hochrangiger Kleriker, der einer der Vertreter des obersten Führers in der Provinz Hormozgan (Südiran) ist, zu mehr inhumanen Handamputationen auf. 

Als Ghulam-Ali Naeem Abadi Maschhad besuchte, sagte er:“ Wenn nur die Hände von einigen abgeschnitten werden, die Diebstahl begangenen haben, dann werden sie als abschreckende Beispiele dienen und die Sicherheit wird wieder hergestellt.“ 

„Doch können wir die Sicherheit in der Gesellschaft herstellen, wenn wir nur einige Finger abschneiden, wenn die Strafe nicht komplett ausgeführt wird?“, fragte er. 

Im Dezember letzten Jahres verurteilte die UN Vollversammlung bereits die schweren Menschenrechtsverletzungen durch das iranische Regime. 

In der Resolution wurden auch die inhumanen Bestrafungen, darunter Auspeitschen und Amputationen, kritisiert. 

Die 61. Resolution der UN über die Menschenrechtsverletzungen im Iran mahnte die Mullahs auch für den Anstieg der Hinrichtungen, öffentlichen Hinrichtungen und die Hinrichtung von Jugendlichen an. 

Das iranische Regime stellte 2013 eine grauenvolle Maschine vor, welche Finger abtrennt. Sie erinnerte an Geräte aus grausigen Horrorfilmen, welche in der Art einer Guillotine die Finger der Gefangenen abhakt.  

Der Nationale Widerstandsrat Iran (NWRI) hat mehrfach die mittelalterlichen Bestrafungen des klerikalen Regimes im Iran scharf verurteilt und rief zu einer Debatte über den absurden Grad der Menschenrechtsverletzungen des Iran im UN Sicherheitsrat auf.