Monday, January 30, 2023
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Iranisches Regime wurde bereits im Oktober über die Flut gewarnt und tat nichts dagegen

Ein Direktor der Kooperative für Landwirtschaft und natürliche Ressourcen in Dasht-e Azadegan – eine staatliche Organisation, die für Landwirtschaft und Landmanagement zuständig ist – sagte, dass die iranischen Behörden während der Flut nur Inkompetenz und laxes Vorgehen gezeigt hätten.

Hossein Marmazi sagte, dass das Ergebnis dieses Mismanagement sei, dass nun Zehntausende Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche in der Provinz Khouzistan vernichtet seien und die dort evakuierten Menschen nicht wüssten, wohin sie gehen sollen.

Er erklärte, dass seine Experten in der Kooperative seit sieben Monaten davor gewarnt hätten, dass am Anfang des Frühlings eine schwere Flut zu erwarten ist.

Er sagte weiter:“ Wir haben mehrfach betont, dass die Sumpfgebiete und Gräben ausgetrocknet werden müssen, damit im Fall der Flut die Städte und Dörfer nicht unter Wasser gesetzt werden. Doch niemand hörte auf uns.“

Proteste

Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran, sagte:“ Zwei Wochen sind seit Beginn der Flut vergangen und die Situation im Iran bleibt weiterhin sehr kritisch. Das Mullahregime ist bei dieser Katastrophe inaktiv geblieben und das hat die Menschen wütend gemacht.“

Nach der Flut haben viele betroffene Bewohner ihren Ärger gegen das Regime und den fehlenden Schutz und die fehlende Hilfe geäußert. Die Proteste waren so groß, dass die Machthaber ihre unterdrückenden Sicherheitskräfte in die Regionen entsenden mussten.

In der Provinz Lorestan wurden am Mittwoch und Donnerstag 1000 Polizisten einer Spezialeinheit nach Pol-e Dokhtar entsendet, welche gegen Proteste eingesetzt werden sollen. Der stellvertretende Polizeichef der Provinz gab zu, dass „die Sicherheit“ des Regimes über der Sicherheit des Volkes steht.

General Ayub Soleimani sagte:“ Wir haben mehrere Brigaden aus den benachbarten Provinzen hierher versetzen lassen. Es sind mobile Patrouillen und Kontrollpunkte errichtet worden, damit die Sicherheit der Stadt gewährleistet wird.“

Ein Bürger von Pol-e Dokhtar sagte dazu:“ Diese Sicherheitskräfte tun nichts im Bereich der Notfallversorgung. Sie sind nur dazu da, um jegliche aufkeimende Proteste im Keim zu ersticken.“

Die Macht der Bürger

Weil das Regime inaktiv ist, schließen sich immer mehr Bürger zusammen, um zu helfen. Sie nutzen Fischerboote, um ihre Nachbarn zu befreien, bauen gemeinsam Flutbarrieren auf und kritisieren die Regimevertreter für die fehlende Hilfe.

Maryam Rajavi hatte das iranische Volk aufgerufen, sich untereinander mit Volksräten zu helfen, um diese Flutkatastrophe zu überstehen. Das hat das Regime in Sorge versetzt und es ist nervös, dass es gestürzt wird. Sie sagte weiter, dass die Ressourcen der Armee und der Regierung dem Volk zur Verfügung gestellt werden müssen.

Sie rief zudem die internationale Gemeinschaft auf, den Druck auf das Regime zu erhöhen, damit es internationale Hilfe zulässt.