Friday, February 3, 2023
StartNachrichtenMenschenrechteIrans Geheimdienst erpresst irakische Intelektuelle

Irans Geheimdienst erpresst irakische Intelektuelle

Das iranische Regime lädt irakische Schriftsteller und Journalisten mit Anreizen und Drohungen zur Kollaboration mit dem Regime und zur Aufgabe ihrer Opposition ein

NWRI-Während sich im irakischen Volk Proteste gegen die Art ausbreiten, wie das Mullah-Regime sich einmischt und während sich der öffentliche Abscheu vor den kriminellen Raketenangriffen auf Camp Liberty steigert, versuchen Agenten des iranischen Geheimdienstes und die terroristische Quds-Truppe in der Botschaft des Regimes in Bagdad erneut, nationalistische irakische Journalisten und Schriftsteller zur Zusammenarbeit mit dem Regime oder doch zur Aufgabe ihres Widerstands dagegen zu ermuntern.

Diese Agenten arbeiten unter der Aufsicht von Ali Navidi (dem Leiter der Geheimdienstagenten in der Botschaft). Im ersten Schritt nehmen sie Verbindung mit vornehmen irakischen Schriftstellern und Journalisten auf und schlagen ihnen vor, an der Gründung einer neuen Nachrichtenagentur, einer Zeitung, der Gründung von websites und Fernsehprogrammen teilzunehmen oder Artikel zu schreiben, die dem Regime schmeicheln und sich gegen die PMOI richten, um dafür enorme Honorare entgegenzunehmen. Auch werden sie eingeladen, in den Iran zu kommen, um „die Wirklichkeit mit eigenen Augen zu sehen“. Und wenn diese Tricks keinen Erfolg haben, verlegen sich die Agenten aufs Drohen.

Herr Safi Yasseri, ein bekannter irakischer Autor, enthüllte diese Verschwörung. Er schrieb am 4. August 2013 eine Erklärung, in der es heißt, die Botschaft des Regimes und Ali Navidi unternehme eine neue Anstrengung, „um durch irakische Bürger nationalistische, freiheitsliebende irakische Schriftsteller, die für Gerechtigkeit und Humanität eintreten und sich gegen die falsche, ungerechte Tyrannei und das Verbrechen erheben, zur Aufgabe zu bewegen. …“ Er fügte hinzu: „Als es ihnen nicht gelang, mich mit der Androhung von Strafverfolgung und der Drohung, mich und meine Familie zu vernichten, zu erschrecken, bestach sie einen Iraker, der denselben Beruf hat wie wir, mir vorzuschlagen, in einer großen Nachrichtenagentur mitzuarbeiten, die, von der iranischen Botschaft finanziert, im Begriff ist, ihre Arbeit aufzunehmen. Er sagte, er sei bereit, mich zu interviewen, gleichviel an welchem Ort – in Paris, in der Ukraine, in der Türkei oder in Moskau, und sie würden mir ein Honorar in von mir anzugebender Höhe zahlen.“ Dieser Erklärung zufolge begann er, als die Botschaft bemerkte, daß Herr Yasseri nicht bereit ist, über seine Grundsätze zu verhandeln, ihn mit folgenden Worten zu bedrohen: „Die Botschaft besitzt eine Akte über Sie und weiß alles von Ihnen; sie beobachtet Ihre Handlungen und Bewegungen.“

Der iranische Widerstand hat die Rolle von Ali Navidi zu wiederholten Malen enthüllt. Er war beauftragt, die Agenten und ihr Gerät zu transportieren, die 22 Monate lang die Bewohner Ashrafs mit 300 Lautsprechern folterten. Haj Ali Navidi war eng mit Sorayya Abdollahi verbunden, einem der wichtigsten Organisatoren dieser psychologischen Folter.

Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran enthüllte in einer vom 14. Mai 2010 datierten Erklärung, Haj Ali Navidi habe mit Hilfe weiterer Agenten wie Mostafa Mir-Mohammadi und Massoud Khodabandeh jene, die Ashraf verlassen hatten, durch Anreize und Einschüchterung zu bewegen, in das Hotel Mohajer in Bagad zu gehen, um von dort aus in den Iran zurückzukehren und für das MOIS zu arbeiten.

In der Erklärung vom 10. Mai 2011 heißt es, Haj Ali Navidi habe eine Reihe von irakischen Mietlingen und mit dem Regime verbundenen Agenten am 6. Mai nach Ashraf gebracht, die am 8. Mai desselben Jahres bei dem Massaker an den Bewohnern Ashrafs mitwirkten. Diese Individuen kamen am 8. Mai zur Botschaft des Regimes, um von Navidi ihren Sold zu empfangen.

In der Erklärung des NCRI vom 18. Februar 2011 heißt es: „Die irakische Truppen haben gestern an der südlichen bzw. östlichen Flanke von Ashraf zwei neue Türme gebaut, um weitere Lautsprecher zu installieren und somit die psychologische Folter an den Bewohnern Ashrafs zu steigern.“

Diese Maßnahmen wurden von Ali Navidi und von Nasseri in der Botschaft des Regimes geleitet, sowie vor Ort von Jabbar Ma’mouri und Nafe’ Issa, zwei Agenten der Quds-Truppe. Am Ende dieser lächerlichen Veranstaltung wurde den Zuhörern eine Botschaft von Danaii-far, dem Botschafter des Regimes im Irak, verlesen, die die PMOI aufforderte, Ashraf zu verlassen.“

Die Kommission des NCRI für Sicherheit und gegen Terrorismus fordert alle Anwälte für die Menschenrechte und die Meinungsfreiheit ebenso wie die irakischen Parteien und nationalistischen Würdenträger auf, die repressive Maßnahme der Botschaft des Mullah-Regimes zu verurteilen, die sich gegen ehrenwerte irakische Journalisten und Schriftsteller und gegen die Pressefreiheit in diesem Lande richtet.

Die Kommission des Nationalen Widerstandsrates des Iran für Sicherheit und Terrorismusbekämpfung

6. August 2013