Wednesday, February 8, 2023
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IWF: Inflation im Iran wird zum Ende des Jahres bei 40% liegen

Der internationale Währungsfund (IWF) geht davon aus, dass sich die Inflationsrate im Iran bis Ende des Jahres auf 40% erhöhen wird und dass die Wirtschaft in eine tiefe Rezession versinkt.

In seinem Bericht über die Wirtschaftslage im Mittleren Osten, der am 13. November veröffentlicht wurde, geht der IWF davon aus, dass die US Sanktionen die iranische Wirtschaft in diesem Jahr um 1,5% sinken lassen werden und dass es im nächsten Jahr 3,6% sind.

Es heißt:“ Dies zeigt, welch massiven Effekt die US Sanktionen auf den Iran haben. Die iranische Ölproduktion und andere Exporte werden in den nächsten zwei Jahren rapide  sinken.“

Dies ist eine scharfe Korrektur zu einem früheren Bericht. Dort hatte der IWF für 2018 ein Wachstum von 4% voraus gesagt, bevor bekannt wurde, dass die USA im Mai die Sanktionen gegen das Land wieder in Kraft setzen werden. Der Iran hatte 2017 ein Wirtschaftswachstum von 3,7%. 2016 wuchs die iranische Wirtschaft gar um 12,5%, nachdem 2015 die Sanktionen gegen den Iran nach dem Atomdeal mit den sechs Weltmächten aufgehoben worden waren.

Die US Sanktionen wurden wieder eingesetzt, nachdem sich Donald Trump aus dem Atomdeal von 2015 (JCPOA) zurück zog. Er kritisierte den Deal und sagte, dass sich der Iran nicht an ihn hält und dass er auch anderes destruktives zeigt, zum Beispiel im Rahmen der Menschenrechtsverletzungen oder seinem regionalen Expansionismus.

Der Rückzug und die folgenden Sanktionen haben die iranische Wirtschaft getroffen, die bereits zuvor an Jahrzehnten der Korruption und des Missmanagement durch die Mullahs litt. Die iranische Währung ging danach auf Talfahrt und das Bruttoinlandsprodukt des Iran sank erheblich.

Während die anderen Unterzeichner des Atomdeals betonen, dass dieser vom Iran eingehalten wird, wird dennoch deutlich, dass sie ihre Unternehmen und selbst ihre eigenen Regierungen nicht mehr vor den US Sanktionen schützen können und so platzen zum Beispiel immer mehr Geschäfte zwischen dem Iran und Europa.

Jihad Azour, der Direktor des IWF für den Mittleren Osten, sagte, dass die US Sanktionen eines der größten Probleme für den Iran werden und dass der Währungsverfall ebenfalls ein Resultat davon ist.

Im April, noch bevor sich Trump offiziell aus dem Deal zurück zog, verlor der Rial bereits an Wert und die Mullahs versuchten, den Verfall mit einer Festsetzung des Kurses zu stoppen. Doch das Problem ist, dass kein anderes Land diesen Kurs akzeptierte und seitdem steigen die Importpreise von Gütern rapide an.

Der IWF sagte weiter, dass der Anstieg der Ölpreise nach der Bekanntgabe der US Sanktionen der Wirtschaft des Iran und anderen Ölexporteuren noch ein wenig half, die Lage zu verbessern, doch damit sei auch die Inflation in die Höhe getrieben worden.