Wednesday, November 30, 2022
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Japan stoppt vor Ende der Ausnahmegenehmigung Ölimporte aus dem Iran

Die japanischen Raffinerien haben vor dem Ende der zeitlich begrenzten Ausnahmegenehmigung der USA den Kauf von iranischem Öl gestoppt. Die Genehmigung läuft im Mai aus und die Daten der Industrie von Refinitiv Eikon zeigen, dass die Importe zwischen Januar und März bereits auf 15,3 Millionen Barrel reduziert wurden.

Die japanischen Raffinerien wollten zusammen mit den Banken und Versicherungen genug Zeit haben, damit die bereits beladenen Lieferungen nach Japan kommen und die Zahlungen vor der Frist im Mai beendet sind.

Ein Sprecher von Fuji Oil sagte dazu“ Ich denke, es ist nach März schwer, noch iranisches Öl zu kaufen.“

Die letzte iranische Öllieferung wird am 9. April im Hafen von Chiba in Japan erwartet.

Im letzten November traten die US Sanktionen gegen iranische Ölexporte wieder in Kraft. Alle Länder wurden aufgefordert, den Import von Öl aus dem Iran zu stoppen, nachdem sich die USA im Mai aus dem Atomdeal von 2015 zurück gezogen hatten. Dies wurde damit begründet, dass sich das Regime nicht an den Deal hält.

Um den Ölmarkt zu stabilisieren, hatte Washington zeitlich begrenzte Ausnahmegenehmigungen an acht große Abnehmer gewährt. Es waren Japan, China, Indien, Südkorea, Taiwan, Italien, Griechenland und die Türkei.

Schon bevor die Genehmigungen bekannt gegeben wurden, stoppten Mitte September die japanischen Raffinerien die Importe von iranischem Öl. Diese wurden Ende Januar wieder aufgenommen, nachdem die Regierung versicherte, dass die Zahlungen vom iranischen Regime sicher gestellt werden.

Die Daten von Refinitiv und die Kalkulationen von Reuters zeigen, dass Japan 2019 insgesamt 15,3 Millionen Barrel iranisches Rohöl importiert hat. Das entspricht 86.430 Barrel pro Tag in dem Zeitraum der sechs Monate dauernden Ausnahmeperiode. Damit wurde der Schnitt von 129.300 Barrel pro Tag in der Periode von Januar bis September im letzten Jahr um 33% gesenkt, was höher als die 20% ist, welche die USA für die Erteilung der Ausnahmegenehmigung verlangte.

In dem Zeitraum vom September bis Januar hat Japan die Importe aus anderen Ländern im Mittleren Osten, Rußland und Amerika erhöht und es wird damit fortsetzen. Dennoch baten die Raffinerien ihre Regierung darum, eine Ausnahmegenehmigung auch nach Mai zu erhalten, damit die Versicherungen die Importe aus dem Iran für ein weiteres Jahr absichern können.

Takayuki Nogami, der Chefökonom der Japan Oil and Metals National Corp., sagte:“ Ich denke, die Ausnahmegenehmigung kann noch verlängert werden, aber nur für ein kleines Volumen und für weniger Länder.“

Vertreter aus Amerika und Japan trafen sich Anfang des Jahres, um die Angelegenheit zu diskutieren. Die USA scheint jedoch nicht bereit zu sein, die Ausnahmegenehmigung zu verlängern.