Sunday, November 27, 2022
StartNachrichtenÜberschwemmungen im Iran durch Inkompetenz des Regimes verstärkt

Überschwemmungen im Iran durch Inkompetenz des Regimes verstärkt

Die iranische Organisation der Meteorologie (IMRO) warnte vor starken Winden und Stürmen in den nächsten zwei Tagen, nachdem bereits ein Sturmsystem am Sonntag den Westen des Iran passiert hatte.

11 Provinzen des Iran erwarten schwere Regenfälle, hohe Windstärken und Überschwemmungen. Die Bewohner im Zentraliran, Yazd Isfahan, Ghom, dem Norden von Fars und in der Region Teheran wurden davor gewarnt, dass es dort schwere Stürme geben wird.

In Khuzestan gibt es große Sorgen um den Karkheh Damm. Die Behörden beschlossen, wegen des Notfalls die Fluttore zu öffnen, um eine Überflutung des Damms zu verhindern. Doch das Ablassen dieses Wassers erhöht die Gefahr von Überschwemmungen in Dörfern und Städten, die an den betreffenden Wasserwegen liegen und dass so weitere Gebiete überschwemmt werden, die vorher evakuiert werden müssen.

Javad Kazem Nasabalbaji, ein Mitglied im Parlament des Regimes, sagte:“ Der Rote Halbmond von Khuzestan hat nicht genügend Hilfsmaterial, um die von der Flut betroffenen Regionen zu versorgen. Es gibt zudem die Sorge, dass weitere Menschen ihr Leben durch die Überschwemmungen in dieser Provinz verlieren.“

In Lorestan sind fünf Menschen gestorben. Die Wassermassen in Noorabad und Dorood sind gewaltig, der Damm ist fast voll. Der stellvertretende Gouverneur von Lorestan sagte, dass mindestens weitere 25.000 Menschen evakuiert werden müssen. In Kermanshah gibt es eine Evakuierungswarnung für 19.000 Menschen, die nahe der Flüsse leben. Das sagte Jalil Balaee, der Generaldirektor für Krisenmanagement.

Der Iran ist seit Mitte letzten Monats von Überschwemmungen bedroht und das Regime hat bisher 45 Tote bestätigt, obwohl die Berichte vor Ort zeigen, dass es über 200 sein müssen. Eines der größten Probleme ist, dass es Schwierigkeiten mit der Kommunikation und bei der Koordination in dieser Katastrophe gibt.

In Ahvaz berichteten die von der Regierung kontrollierten Medien, dass mehrere Bereiche der Stadt evakuiert werden müssen, doch der Gouverneur hat diese Berichte dementiert und auch, dass die Stadt generell bedroht ist. Ein Gesundheitsvertreter in Khuzestan sagte, dass das Trinkwasser mit Abwasser verunreinigt wurde, doch der Generaldirektor der Behörde für Wasserversorgung sagte, dass „die Dinge unter Kontrolle sind“.

Die Diskussionen sind selbst auf den höchsten Ebenen zu sehen. Hier streiten Präsident Hassan Rouhani und die Revolutionsgarden (IRGC) darum, wie man mit den Wassermassen in den Provinzen Golestan und Khuzestan umgehen sollte. Die Garden wenden hier Sprengstoff an, was jedoch mehr Schaden anrichtet, als es Nutzen bringt.

Es ist eindeutig, dass die Vertreter des Regimes auf allen Ebenen nicht in der Lage sind, mit einer solchen Katastrophe umzugehen. Es gibt keinen klaren Plan und auch kein echtes Budget, was dafür bereit steht. Daher greifen viele Iraner zur Selbsthilfe und sie retten ihre Freunde und Nachbarn auf eigene Faust, senden ihnen Lebensmittel und Medizin zu, damit sie ihnen zumindest auf diesem Weg helfen können.