Monday, November 28, 2022
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Kazem Mematollahi aus Ashraf starb aufgrund der medizinischen Belagerung und der Restriktionen des Komitees zur Unterdrückung von Ashraf

Militärische Besetzung von Camp Ashraf – Nr. 108

Aufruf zu internationalen Aktionen und Beendignung der medizinischen Restriktionen

NWRI – Kazem Nematollahi (51) aus Ashraf kämpfte 22 Jahre lang gegen das iranische Regime und starb in den frühen Morgenstunden des 29. Mai 2010 im Krankenhaus von Bakuba. Er kämpfte 9 Monate lang gegen eine Nierenkrankheit.

Sein Tod erfolgte aufgrund der medizinischen Belagerung von Ashraf, die weiterhin durch das Komitee zur Unterdrückung von Ashraf und Omar Khaled, dem Leiter des Folterzentrums mit dem Namen „Neues irakisches Krankenhaus“, aufrecht erhalten wird.
 
Spezialisten diagnostizierten am 27. September 2010, das Kazem einer sofortigen Dialyse bedarf, doch dies wurde unter verschiedenen Vorwänden verschoben. Seine erste Dialyse wurde nach mehr als vier Monaten nach der Diagnose am 7. Februar durchgeführt. Laut der Spezialisten sollte Kazem zweimal in der Woche zur Dialyse in das Krankenhaus nach Bakuba gehen. Ihm wurde jedoch zahlreiche Male durch das Neue irakische Krankenhaus der Transport nach Bakuba verweigert, dessen einzige Funktion darin besteht, die verletzten Bewohner von Ashraf zu foltern. Die Verzögerungen und Hindernisse sorgten schließlich dafür, dass beide Nieren von Kazem ihre Funktion einstellten. Spezialisten in Bakuba waren empört über die Hindernisse, die das Neue irakische Folterzentrum auferlegt hatte und sein Leiter protestierte gegen die Verzögerungstatiken.

Maryam Rajavi, die Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran, warnte am 8. März davor, dass die Nieren von Kazem wegen der seit einem Jahr andauernden Verzögerungen kurz vor einem Versagen stehen. Sie wiederholte die Notwendigkeit einer Behandlung durch Spezialisten, doch das Komitee zur Unterdrückung von Ashraf lehnte dies ab.

Am 9.Mai wurde Kazem’s Zustand kritisch, dennoch wurde eine Verlegung nach Bakuba abgelehnt. Zwei Tage später, nachdem seine Situation lebensbedrohlich wurde, kam er nach Bakuba. Am 19.Mai wollte er zum zweiten Mal nach Bakuba gehen, doch Omar Khaled lehnte dies ab und beleidigte ihn statt dessen. Drei Tage später, am 22.Mai, wurde er erneut in kritischen Zustand nach Bakuba gebracht. Eine große Anzahl von Bewohnern aus Ashraf wollten ihre gesunden Nieren für Kazem spenden. Den 15 in Frage kommenden Bewohnern wurde jedoch von Omar Khaled eine Reise nach Bakuba verweigert.
In seinem Brief vom 1. Februar an die Vereinten Nationen warnte Kazem:“ Ich befürchte, das diese Beschränkungen und Verzögerungen zum Nierenversagen führen werden….Die Leben der Patienten in Ashraf sind Omar Khalid egal und er steht unter dem Kommando des illegalen Komitees, das vom Regierungschef des Iraks geleitet wird. Es ist nicht nur so, dass er den Patienten keine Räumlichkeiten für die Behandlung zur Verfügung stellt, im Gegenteil, jeden Tag gibt es neue Maßnahmen, die weiteren Druck auf die Patienten zum Ziel haben und die eine Behandlung behindern sollen.“

Zuvor starben bereits im Dezember und Januar zwei Patienten aus Ashraf, Mehdi Fathi und Mohammad Reza Heydarian, nachdem sie lange Zeit gegen ihre Krankheiten gekämpft hatten. Auch ihnen wurde freier Zugang zu medizinischer Behandlung wegen Hindernissen des unterdrückenden Komitees versagt.

Es darf nicht vergessen werden, dass das Komitee zur Unterdrückung von Ashraf unter der Leitung von Nuri al-Maliki steht, der seine unterdrückenden Maßnahmen direkt anordnet. Er ist für den Tod von Kazem Nematollahi, Mehdi Fathi und Mohammad Reza Heydarian verantwortlich. Der iranische Widerstand fordert ein sofortiges internationales Eingreifen, damit die medizinische Belagerung gestoppt und freier Zugang zu medizinischen Diensten für Bewohner aus Ashraf möglich ist, welche die Leben der verwundeten Patienten rettet.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
29. Mai 2011