Sunday, November 27, 2022
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Treibstofflieferung nach Ashraf trotz Sommerhitze untersagt

Militärische Besetzung von Camp Ashraf – Nummer 109

NWRI – Am Sonntag, den 29.Mai 2011 wurde einem Tanker, der nach Camp Ashraf fuhr und Treibstoff geladen hatte und den die Bewohner von Ashraf selbst bezahlt hatten, am Eingangstor die Weiterfahrt verweigert. Trotz mehrerer Bemühungen der Bewohner schickten die unterdrückenden irakischen Einheiten den Tanker heute zurück.

Dies ist Teil der Politik von Maliki und dem Komitee zur Unterdrückung von Ashraf, welches den Druck auf die Bewohner des Camps erhöhen will, vor allem nach den Angriffen vom 8.April.

Die Weigerung von Treibstofflieferungen in der Sommerzeit und den damit entstehenden Stromausfällen der Generatoren, welche Dieseltreibstoff benötigen, haben weitreichende Auswirkungen für das Camp. Dies betrifft vor allem die Verwundeten und Patienten nach den Angriffen der irakischen Einheiten am 8. April.

In einem weiteren inhumanem Akt wurde den Bewohnern untersagt, die Abwasseraufbereitungsanlage zu benutzen, was zu steigenden hygienischen Problemen führt und die Gesundheit der Bewohner gefährdet. Die Abwassseraufbereitungsanlage ist seit dem 8.April von irakischen Einheiten besetzt.
 
Diese repressiven Maßnahmen erfolgen, obwohl der irakische Außenminister am 19.März bei einem Treffen mit EU Botschaftern behauptete:“ Die irakischen Behörden haben eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet, um humanitäre Dienste, medizinische Behandlung und die Versorgung mit Lebensmitteln zu gewährleisten“. 10 Tage nach seinen Aussagen verlor Kazem Nematollahi aus Ashraf wegen der Hindernisse des Komitees zur Unterdrückung von Ashraf sein Leben – weil ihm freie medizinische Behandlung verweigert wurde.
 
Die inhumane Belagerung von Ashraf, die seit 2 ½ Jahren andauert, ist eine schwere Verletzung mehrerer internationaler Konventionen, darunter auch der Genfer Konventionen, dem internationalen Völkerrecht und den internationalen Menschenrechten. Weiterhin sind diese Maßnahmen, basierend auf dem römischen Statut des internationalen Kriminalgerichtshofes und des Urteils des spanischen Nationalgerichtes als „Kriegsverbrechen“ und „Verbrechen gegen die internationale Gemeinschaft“ anzusehen und die Verantwortlichen dieser Taten müssen unter Anklage gestellt und verurteilt werden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
1. Juni 2011