Monday, November 28, 2022
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Kobler schreibt in den letzten Tagen im Irak einen Brief mit 20 frechen Lügen

Hoffnung auf Entkommen einer Strafverfolgung und Vorbereitung auf die nächsten Massaker in Camp Liberty

Koblers Leistungen:
• Zwangsumsiedlung der PMOI Mitglieder aus Ashraf, 10 Tote, 230 Verletzte, 8 Tote aufgrund der Belagerung
• 20 Monate psychologische Folter und Täuschung der internationalen Gemeinschaft – ein wütendes irakisches Volk, welches Kobler als Handlanger von Maliki sieht

In den letzten Tagen seiner Mission im Irak und nach der großen Versammlung von Iranern in Paris, bei der 600 Parlamentarier und Würdenträger aus 47 Ländern teil nahmen und bei der alle zur Verfolgung des UN Sonderbeauftragten des Generalsekretärs für den Irak für seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Camp Liberty und Ashraf aufriefen, nutzte Kobler seine Zeit, um Briefe voller Lügen zu verbreiten.

So versuchte Kobler unter anderem seine kriminelle Rolle der letzten Monate zu rechtfertigen und einer Strafverfolgung zu entkommen und weitere Massaker in Camp Liberty vorzubereiten.

Bei seiner Rede vor 4000 Parlamentariern aus den USA und Europa sagte Dr.Alejo Vidal Quadras, der Präsident des Internationalen Komitees auf der Suche nach Gerechtigkeit (ISJ) und Vizepräsident des Europäischen Parlamentes:“ Inaktivität bei Mord ist Komplizentum mit Mördern und aktives Mitgestalten ist ein Verbrechen. Ich hoffe, dass Martin Kobler eines Tages für sein beschämendes Verhalten zur Rechenschaft gezogen wird. Meine lieben Freude werden jedenfalls nicht vergessen, wem er zu Diensten gewesen ist und wer an seiner Seite stand.“

Kobler hat Angst vor der Veröffentlichung des Buches:“ Die verschwiegene Geschichte von Camp Ashraf“ durch Tahar Boumedra, einem früheren hochrangigen UN Vertreter im Irak, der in dem Buch Koblers ominöse Taten und Komplotte zur Vernichtung der Oppositionsbewegung gegen die faschistoiden Herrscher im Iran aufdecken wird.

Unter diesen Bedingungen versucht Kobler verzweifelt, die irakischen Hindernisse bei der Bereitstellung von minimalen Sicherheitsbedingungen in Camp Liberty zu vertuschen und er ignoriert unbestreitbare Tatsachen am Boden. Statt dessen beschuldigt er die Leitung der Bewohner für den gescheiterten Umsiedlungsprozeß in Drittländer und die Verzögerung der Verteilung der Bewohner nach Deutschland und Albanien, die Verletzung der Menschenrechte der Bewohner und ihrer Bewegungsfreiheit und das Verbot des Zugangs zum Internet und Mobiltelefonen und von UN Beobachtern, die nicht ungehindert mit den Bewohnern sprechen konnten, weil sie von ihnen unter Druck gesetzt wurden.

Zeitgleich wurde ein Interview mit Kobler über die Medien des iranischen Regimes verbreitet, in dem er die gleichen Behauptungen wiederholt (Teheran Times, 29. Juni). Malikis Regierungssprecher blies in das gleiche Horn wie Koblers absurdes Interview und sagte:“ Bagdad hat ebenfalls Befürchtungen, dass die Anführer der MEK Bewohner am Verlassen des Camps hindern. Sie werden von einigen Anführern eingeschüchtert. Einige MEK Mitglieder wollen das Land verlassen, aber sie werden von einer Minderheit unter ihnen bedroht.“

Die irakische Regierung vergießt mit solchen Erklärungen Krokodilstränen für die Bewohner. Dass sie es war, die in vier Massakern 60 Bewohner tötete und 1300 verletzte und 14 Menschen durch die medizinische Blockade ermorden ließ, wird dabei vergessen.

Kobler schrieb am 28. Juni nach einer Serie von Freundschaftstreffen und Banketten mit Maliki, dem Nationalen Sicherheitsberater Falih Fayadh, dem Außenminister Houshyar Zebari und dem Anführer des Blocks von Maliki, Ibrahim Ja’afari, einen Brief. Nachdem er mehrere Geschenke erhalten hatte und das Bedauern über sein Abschied ausgedrückt wurde, schrieb Kobler:

„Die Sicherheitssituation des Irak hat sich in den letzten Monaten verschlechtert. Ich mache mir über Terroranschläge sorgen, die im ganzen Irak stattfinden. Ich verurteile sie, auch die Anschläge auf Camp Liberty.“ Mit solchen „warmen Worten“ versucht er, die fehlende Sicherheitslage in Liberty mit der allgemeinen Sicherheitssituation im Irak gleich zu setzen und er nimmt damit das iranische Regierung und die irakische Regierung aus der Schußlinie, welche beide direkt an den Anschlägen beteiligt waren.

1. Kobler hat den Angriff vom 15. Juni verurteilt, um damit von seinem eigenen Anteil an ihnen abzulenken. Die irakische Regierung sollte den Anschlag ebenfalls halbherzig verurteilen. Die Person, welche die Bewohner von Ashraf überhaupt erst in das Gefängnis von Liberty gebracht hat, müsste die erste Person sein, die sich für die Anschläge entschuldigt und sie müsste das iranische Regime und die irakische Regierung dafür hart anklagen. Doch Kobler beschränkt sich lieber auf einen diplomatischen Schlingerkurs und schreibt:“ Die irakische Regierung hat die Bewohner nicht schützen können.“

2. Zudem wird völlig vergessen, dass es fünf Monate nach dem ersten Anschlag am 9. Februar Zeit gab, um die Sicherheitssituation zu verbessern, doch die irakische Regierung hat selbst die Sicherheitsmaßnahmen nicht zugelassen, welche die Bewohner auf eigene Kosten errichten wollten. Hinzu kommt die fehlende Rückkehr der einst vorhandenen T-Wände, der Transfer von kleinen 2×2 Meter großen Bunkern und der Transport von Schutzwesten und Schutzhelmen und anderem minimalem Equipment aus Ashraf. Zudem wurde der Bau jeglicher Schutzeinrichtung in Liberty verboten und auch das Gebiet des Camps nicht vergrößert. All diese Dinge wurden von den Bewohnern mehrfach vor Vertretern der USA, der UN und dem Irak zur Sprache gebracht. Doch selbst am 16. April noch wurde unter Anwesenheit von Kobler von irakischen Vertretern solche Sicherheitsmaßnahmen abgelehnt. Nun schreibt Kobler:“ Bei meinen Abschiedsbesuchen habe ich die irakische Regierung auf höchster Ebene noch einmal gebeten, die Forderungen nach T-Wänden, Bunkern, Sandsäcken und Schutzkleidung zu erfüllen und ich habe diese Forderungen auch noch einmal schriftlich dem Nationalen Sicherheitsberater mitgeteilt.“

Doch dies ist eine infame Lüge. Wenn Kobler wirklich an der Sicherheit von Liberty interessiert gewesen wäre, dann hätte er offiziell das Scheitern des Schutzes von Liberty durch die irakische Regierung erklärt, was auch in den Aufgabenbereich des von ihm unterzeichneten MoU steht, welches er mit der irakischen Regierung abgeschlossen hat und es gehört auch zum internationalen Recht, dies zu tun. Kobler hätte den UN Sicherheitsrat bitten müssen, ihm zu helfen, damit eine weitere humanitäre Katastrophe verhindert wird.

3. Kobler behauptet, dass die Bewohner nicht mit der UNHCR bei der Umsiedlung in Drittländer zusammen gearbeitet haben:“ Das große Problem ist die fehlende Kooperation der Bewohner von Liberty mit der UNHCR. Bei meinen Abschiedsbesuchen im irakischen Haus hat mich die UNHCR darüber informiert, dass die Bewohner nicht dabei sind…..Ich habe die Bewohner mehrfach darauf hingewiesen, dass sie zu den IPN Interviews erscheinen müssen. Ich möchte sie bitten, mit der UNHCR zusammen zu arbeiten, damit Bewohner von Liberty schnell nach Albanien oder Deutschland umgesiedelt werden können. Das Prozeß geht zu langsam. Die Bewohner stimmen zwar der Umsiedlung zu, aber nur, wenn alle Bewohner gehen können….die Verantwortung dieser Denkweise liegt bei ihnen.“

Die PMOI Führung hat nachweislich alles getan, um die Umsiedlung in Drittländer voran zu treiben. Doch es gibt bisher keine signifikanten Umsiedlungen und zwar nicht, weil die Bewohner dies nicht wollen oder es verzögern. Die zügige Umsiedlung in Drittländer ist eine große Lüge von Kobler. Es ging bei der Umsiedlung nach Liberty einzig und allein darum, die Bewohner in ein Gefängnis zu sperren. Nun versucht er auf schamlose Weise, dafür der PMOI die Schuld in die Schuhe zu schieben. Am 17 und 18. April sagte selbst US Außenminister John Kerry:“ Wir haben zahllose Staaten angesprochen und zahllose Absagen für die Aufnahme der Bewohner bekommen.“

4. Die Campleitung dafür zu beschuldigen, dass der Umsiedlungsprozeß nach Albanien und Deutschland durch sie verzögert wird, ist eine weitere infame Lüge. Er versucht sich, für das Abkommen mit Albanien als großer Initiator aufzuspielen, doch er hatte rein gar nichts damit zu tun. Er weis zudem, dass die Bewohner der UNHCR fünf Listen mit insgesamt 400 Namen übergeben haben, auf denen die Ausreisewilligen stehen. Bisher wurden gerade einmal 71 dieser Personen umgesiedelt.

Was Deutschland betrifft, so wurde auch hier eine Liste von 100 Menschen übergeben, die bereits Asyl in Deutschland erhalten hatten, doch nicht ein einziger dieser Menschen wurde bisher umgesiedelt. Am 16. April schrieb Kobler noch, dass 210 Menschen nach Albanien und 100 nach Deutschland gehen werden und dass die PMOI diesen Prozeß nicht behindern soll (Al-Arabiya TV, 16. April 2013).

5. Zudem ist die Aussage fehlender Kooperation mit der UNHCR eine komplette Lüge in sich. Über 2000 Bewohner haben an den Interviews teil genommen, doch bisher wurden nicht einmal 3% von ihnen in Drittländer verteilt und der Rest hat keine Perspektiven bekommen. Wieso sollten also die verbliebenen 1000 Bewohner den Umsiedlungsprozeß behindern?

Nach dem Angriff vom 9.Februar haben die Bewohner mehrfach und regelmäßig an Vertreter der USA und der UN geschrieben, in dem sie hauptsächlich auf die Sicherheitsprobleme in Liberty aufmerksam machten und sie wünschten darin eine temporäre Verlegung in die USA, Europa oder Ashraf. Es ging ihnen dabei darum, in Sicherheit mit den Interviews fortzuführen, doch ihren Bitten nach Sicherheit wurden ignoriert und damit der Weg für ein weiteres Massaker geebnet. Die Angriffe am 29. April und 15. Juni töteten zwei Menschen und verletzten 70, sie haben ihre Sorgen bestätigt. Mit voller Unterstützung der irakischen Regierung konnten terroristische Qods Einheiten diese Angriffe planen und die Hindernisse der irakischen Regierung für die Verbesserung der Sicherheitssituation haben es möglich gemacht, maximale Opferzahlen zu erreichen.

6. Vor allem Koblers Formulierung „die Verantwortung dafür tragen sie“ ist sehr bedenklich. Er beschuldigt die Opfer und schützt deren Henker und er hilft dem iranischen Regime und der irakischen Regierung, sich der Verantwortung für das Scheitern des Projektes der Verteilung in Drittländer zu entziehen. So wird vergessen, dass Liberty ein Gefängnis ist und dort Bewohner abgeschlachtet werden. Schuld dafür ist einzig und allein die Leitung der PMOI im Camp und die Führung der PMOI.

7. Kobler schreibt:“ Ich fordere sie auf, dass sie den Bewohnern deutlich machen, dass sie jedes Umsiedlungsangebot ohne Bedingungen akzeptieren sollen. Ich kann nicht verstehen, dass sie auf der einen Seite wollen, dass die Bewohner in Sicherheit kommen und auf der anderen Seite lehnen sie es ab, wenn andere Länder sie aufnehmen wollen.“

Bezüglich des „deutlich machens“ der Bewohner, wie es Kobler mehrfach in seinen Briefen schrieb, sagte Maryam Rajavi am 27. März 2013 vor dem Europäischen Parlament:“ Sie nehmen keine Anweisungen entgegen. Wir können mit ihnen sprechen und sie bitten, doch am Ende entscheiden sie selbst. Ich habe Kobler mehrfach gesagt, dass wir ihre Umsiedlungen nicht anweisen können. Obwohl wir keine Kultur der Anweisungen und des Drucks möchten, müssen wir jedoch fordern, dass im Namen der Menschlichkeit mit ihnen umgegangen wird, dass der Bluthandel aufhört. Wir können nicht verlangen, dass sie sich den religiösen Herrschern des Iran ergeben und ihre Leben müssen in die Hände einer unabhängigen Person gelegt werden, die sich nicht an Verbrechen gegen die Menschlichkeit und an einer Zwangsumsiedlung beteiligt und die 3100 unserer Flüchtlinge zur Zielscheibe von Mörser- und Raketenangriffen in einem Ort Namens Liberty macht und wo sie nicht einmal Schutzhelme und Schutzwesten haben.“

8. Was Kobler nicht versteht, ist etwas, was jeder versteht, der sich ein wenig mit der Thematik auskennt. Jede Person, die in Liberty lebt, denkt zuerst an seine Schwester/Brüder, Freunde und Kameraden und erst dann an sich. Kobler denkt, dass Hunderte individuelle Abkommen von den Bewohnern abgelehnt wurden. Doch es gab keine Hunderte Angebote, es gab sehr wenige individuelle Zusagen und die meisten wurden akzeptiert, es gab nur ein paar Ablehnungen.

9. Kobler schreibt:“ Die UNHCR wird von Sonntag an ihr Personal reduzieren, weil die Bewohner nicht mehr zu den Interviews erscheinen. Ich werde die EU und die USA davon in Kenntnis setzen. Diese Staaten sind die Hauptsponsoren dieser Operation.“

Diese wiederholten Drohungen sind lächerlich. Kobler spricht von all den Geldern, die er von der EU, USA und gar von der irakischen Regierung für die PMOI bekommen hat und die er für deren Sicherheit und Umsiedlung in Drittländer verwenden kann. Doch diese Gelder wurden für andere Dinge ausgegeben, für die Zwangsumsiedlung der Bewohner nach Liberty und für den Einsatz von handverlesenen Agenten, wie Massoud Durrani, welcher die Lage der Bewohner im Gefängnis Liberty noch verschärft hat.

10. Bezüglich Ashraf schreibt Kobler:“ Die irakische Regierung hat entschieden, bald eine Eigentumsaufstellung anfertigen zu lassen, ein Komitee wurde gegründet….die irakische Regierung sagt auch, dass die Bewohner es ablehnten, Dokumente über das Inventar auszuhändigen….wir haben dennoch der Regierung deutlich gemacht, dass sie eine friedliche Lösung mit den Bewohnern von Ashraf finden soll…ich möchte noch einmal auffordern, dass der Regierung die Namen der drei Anwälte oder anderer Personen mitgeteilt wird, die direkt in Kontakt mit ihnen treten wollen. Die Bedingungen, die Herr Toricelli nach seinem Besuch Anfang des Jahres gestellt hat….auch hier liegt der Ball bei ihnen und auch die Verantwortung dafür.“

Diese Aussagen riechen geradezu nach einem Komplott und sie riechen nach Blut. Die Frage ist eher, warum Ashraf evakuiert wurde, ohne das klar war, wie die Eigentumsfrage geklärt ist und ob Liberty sicher genug für die Bewohner ist. Kobler behauptet, er ist an einer „friedlichen“ Lösung interessiert, doch das ist eine große Lüge. Wenn dem wirklich so wäre, dann hätte er darauf bestanden, dass es keine Evakuierung von Ashraf gibt, bis Liberty sicher ist und bis klar ist, wie die Eigentumsfrage geregelt ist. Seine Worte dienen nur dazu, sich vor einem weiteren Massaker in Ashraf aus der Verantwortung zu ziehen.

11. Auf Vorschlag von UNAMI reisten Senator Toricelli und Professor Schneebaum am 1. Januar 2013 in den Irak, um dort die Eigentumsfrage zu klären. Doch entgegen vorheriger Abkommen trafen sich irakische Vertreter nicht mit ihnen und erlaubten ihnen auch keinen Zugang nach Ashraf oder Liberty. Um das Eigentum der Bewohner zu stehlen, schlugen irakische Vertreter und Kobler dann vor, dass Toricelli irakische Anwälte beauftragt, um die Sachlage zu klären. Am 7. und 13. Januar gab Toricelli schriftlich und mündlich die Aussage ab, wenn Kobler im Namen der irakischen Regierung drei Bedingungen akzeptiert, dann wird er irakische Anwälte benennen, die als Berater tätig werden und die mit der irakischen Regierung in Kontakt treten. Kobler lehnte keine dieser drei Bedingungen ab, aber in seinen Briefen (auch am 254. Februar) zeigte er deutlich, dass die irakische Regierung zumindest zwei der drei Punkte komplett ablehnt.

 

12. Dass die Bewohner von Ashraf gewisse Dokumente über das Inventar nicht abgaben, liegt im Rahmen der rechtlichen Grundsätze eines vier Parteien Abkommens zwischen der US Regierung, der irakischen Regierung, der UN und den Bewohnern von Ashraf, welches auf Anweisung der rechtlichen Vertreter abgeschlossen wurde. 100 Bewohner aus Ashraf durften in Ashraf bleiben, um das Eigentum zu schützen. Senator Toricelli wurde als rechtlicher Vertreter in der Eigentumsfrage benannt. In seinem Brief von 18. Mai 2013 schrieb er an die Bewohner:“ Ich möchte ihnen mitteilen, dass alle rechtlichen Abkommen an mich als rechtlichen Vertreter weiter geleitet werden müssen. Sie haben als Eigentümer das Recht, diesen Prozeß zu akzeptieren und können als rechtliche Besitzer des Eigentums an Verhandlungen teilnehmen. Als Berater wird Herr Schneebaum an den Diskussionen zur Lösung aller Eigentumsfragen mit der irakischen Regierung teilnehmen. Ihr Angebot zu einem Treffen bleibt offen und liegt bei den Beratern.“

Die Bewohner gaben eine Kopie dieser Direktive an irakische Agenten, die Ashraf besuchten. Das Verdrehen der Tatsachen durch Kobler ist eine nie endende Litanei von Lügen und ist mittlerweile allgemein bekannt.

13. Zu den Schlußfolgerungen bezüglich Ashraf schrieb Kobler:“ Der Ball liegt bei ihnen und auch die Verantwortung.“ Doch auch das ist falsch, denn die Verantwortung liegt eindeutig bei Kobler. Er war ein entscheidender Part der Verbrechen gegen 3200 Asylsuchende und er machte die Eigentumsfrage prekär, nachdem er die Menschen nach Liberty bringen ließ und sie auf ein Schlachtfeld führte. Er muß dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Seine falschen Anschuldigungen und Komplotte, wie seine Briefe und Interviews, würden von jedem Gericht abgelehnt werden, weil sie abseits jeglicher Beweise und Tatsachen sind.

14. Kobler schreibt weiter:“ Die Menschenrechtsverletzungen in Camp Liberty und die Restriktionen gegen seine Bewohner durch die Leitung des Camps sind ein Problem. UN Beobachter können nicht mit den Bewohnern reden, ohne das Bewacher dabei stehen. Ich fordere die Leitung des Camps auf, den Menschen Bewegungsfreiheit im Camp zu garantieren und freien Zugang zu irakischen medizinischen Einrichtungen zu geben und sie sollen freien Zugang zum Internet und Mobiltelefonen haben, jeder einzelne Bewohner.“

In einem einzigen Abschnitt befinden sich sieben Lügen, die sich recht leicht belegen lassen. Dies ist ein Versuch, Unterdrückung irakischer Truppen gegenüber den Bewohnern im täglichen Leben zu rechtfertigen. Er beruft sich mit keinem Wort auf die Meinung der UN Arbeitsgruppe für willkürliche Verhaftungen, welche Liberty als Gefängnis bezeichnet, welches den Bewohnern Bewegungsfreiheit und minimale Sicherheit verweigert und er erklärt auch nicht, warum handverlesene Agenten im angeblichen Auftrag von UNAMI involviert waren, die Bewohner psychologisch zu foltern.

15. Gerade wegen der Tatsachen wiederholter Lügen von Kobler haben die Bewohner und ihre Vertreter mehrfach Details von ihm gefordert, wann und wo die angeblichen Verstöße der Bewohner waren. Es gab nie eine Antwort von Kobler. Mehrfache Aufrufe des iranischen Widerstandes und der Vertreter zur Bildung einer internationalen Untersuchungskommission zur Klärung der Vorwürfe fielen ebenfalls auf taube Ohren. Kobler geht lieber nach dem Motto „je größer die Lüge und je öfter man sie wiederholt, desto eher glaubt man sie“ vor.

16. Kobler fordert freien und unbeaufsichtigten Zugang aller Bewohner zu Internet und Mobiltelefonen, doch damit vertuscht er nur sein eigenes Scheitern in dem Bereich. Kobler weis, dass die irakische Regierung den Bewohnern trotz mehrfacher Anfragen nicht einen Internetzugang installiert hat und auch der Kauf von Mobiltelefonen wurde verweigert. Es gibt noch eine limitierte Anzahl von Handys, welche die Bewohner aus Ashraf mitbrachten, doch sie werden weder repariert noch ersetzt, wenn sie kaputt gehen. In einer gemeinsamen Erklärung vom 30. Mai 2013, welche über 3000 Bewohner unterzeichneten (Kopien gingen an Vertreter der UN und der USA), schreiben die Bewohner:“ Herr Kobler verschweigt den Fakt, dass wir mehrfach bei verschiedenen Anlässen die irakische Regierung gebeten haben, dass wir für alle Bewohner von Camp Liberty Mobiltelefone kaufen können und auch für jeden einen Internetzugang erwerben können, doch nicht einmal ein einziger Fall wurde genehmigt.“

17. Die Behauptung, die Leitung der Campbewohner würde keinen offenen Zugang zu irakischen medizinischen Einrichtungen gewähren, soll ebenfalls vergessen machen, dass 8 Bewohner aufgrund fehlender medizinischer Einrichtungen in Liberty starben und dass die Bewohnern nicht einmal freien Zugang zu irakischen medizinischen Diensten erhalten, wenn sie alle Kosten übernehmen wollten.

Die Vertreter der Bewohner schrieben an den UN Generalsekretär am 10. Juni:“ Kobler bittet darum, dass die Bewohner freien Zugang zur irakischen Klinik im Camp haben sollen und er weis genau, welche wahren Bedingungen existieren. Kobler schreibt solche Briefe an Personen, die keine genauen Kenntnisse der Wahrheit haben und er ist geschickt darin, die Wahrheit zu verbiegen. Er weis, dass diese Klinik im Camp nicht einmal minimalste Anforderungen erfüllt. Es gibt keine Beatmungsgeräte, keine Defibrilatoren, kein Adrenalin oder Zantac, es gibt keinen CT, keine Kehlkopfspiegel und keine Möglichkeiten zur Narkose, wie man sie in jeder kleinen Klinik findet. In dieser Klinik verloren bereits Patienten ihr Leben und Kobler ist Teil dieser Verbrechen und gehört dafür zur Rechenschaft gezogen.“ Zahlreiche Anfragen der Bewohner, weitere minimale medizinische Ausrüstung von Ashraf nach Liberty bringen zu lassen, wurde nicht beantwortet und Kobler hat in dieser Hinsicht nichts unternommen.

18. Dass Beobachter nicht mit den Bewohnern reden können, ist eine weitere freche Lüge. Die Vertreter der Bewohner schrieben im selben Brief am 10. Juni an den UN Generalsekretär:“ Der fehlende Zugang von externen Personen zu bestimmten Orten des Camps und fehlende Möglichkeiten von privaten Gesprächen mit den Bewohnern oder fehlende freie Bewegungsmöglichkeiten der Bewohner im Camp, die von ihrer Leitung untersagt werden, sind komplette Lügen. Wir haben ihnen in dieser Angelegenheit bereits mehrfach geschrieben und fordern den Einsatz eines Untersuchungsausschusses. Der beste Beweis, dass diese Behauptungen Lügen sind, ist, dass die Mitarbeiter von UNAMI und der UNHCR das Camp täglich besuchen, morgens und am nachmittag und dass sie dort überall mit jedem reden können. Einige Bilder von UNAMI Beobachtern während ihres Besuches finden sie im Anhang dieses Briefes. Wo auch immer Kobler diese Lügen her nimmt, sie bereiten den Boden für weitere Massaker an den Bewohnern. Wenn die Leitung der Campbewohner und die PMOI den Bewohnern solche Kontakte vorenthält, ihnen Rechte versagt und sich einmischt, dann sieht es der Irak als legitim an, sie anzugreifen, es sogar als nötig zu betrachten. Kobler versteht diese Logik besser als jeder andere.“

Aus Sorge ähnlicher Anschuldigungen von Kobler schrieb Struan Stevenson, der Präsident der Parlamentarischen Delegation für die Beziehungen mit dem Irak im EU Parlament am 13. Mai an den UN Generalsekretär:“ Ich habe seit vielen Jahren eng mit der PMOI zusammen gearbeitet und informiere mich täglich über die Situation in Camp Liberty. Diese Erklärungen von Kobler können für die Rechtfertigung weiterer Massaker mißbraucht werden. Die Realität ist, dass die Beobachter freien Zugang zu allen Orten im Camp haben und mit jedem reden können. Kobler hat sogar bei einigen Anlässen verbreiten lassen, dass die Bewohner absichtlich Müll um das Camp streuen, um es als verwahrlost dastehen zu lassen. Er hat behauptet, die Bewohner hätten die Abwasserrohre absichtlich platzen lassen und dass sogar einige Bewohner ihre Fingerabdrücke mit Sandpapier entfernt hätten! Solche Anschuldigungen sind abseits jeglicher Realität und lächerlich. Solche Aussagen machen ihn als UN Beauftragten nicht mehr tragbar. In Srebrenica hatten die Bewohner mit feigen UN Vertretern zu kämpfen, aber hier wird eine neue Dimension eröffnet, die einen großen Schaden für die UN nach sich zieht. Ich befürchte, dass Kobler mit dieser Politik des Verlassens der Neutralität weitere Verbrechen ermöglicht und damit ein gewaltiger Schaden für die UN, die USA und die EU entsteht.“

19. Kobler schreibt:“ Die Beobachter sagten mir auch, dass es immer noch Fälle von unangemessenem Verhalten gegen sie gibt, dass sie beschimpft und bespuckt werden.“ Auch das ist eine infame Lüge. Im Gegenteil, die Bewohner von Ashraf und Liberty und die Leitung des Camps sowie der iranische Widerstand haben größten Respekt vor dem UN Personal, welches die Werte der UN verteidigt und sie begrüßen ihre Anstrengungen. Wie der NWRI bereits am 14. April schrieb, werden solche Lügen durch „handverlesene Agenten, welche die Aufgabe haben, die Bewohner zu schikanieren, vor allem die Behinderten unter ihnen oder wenn sie schlafen und sie agieren wie ein Vertreter des iranischen Geheimdienstministeriums und geben dann falsche Berichte gegen die Bewohner ab.“ verbreitet.

Die Bewohner und ihre Vertreter haben mehrfach die Anschuldigungen von Kobler widerlegt und sie haben erklärt, dass sie weder aggressiv noch beleidigend gegenüber den Beobachtern reagiert haben. Koblers wirkliche Mission besteht nicht darin, die Situation in Liberty zu beobachten und sich um die Einhaltung ihrer humanitären Rechte und der humanitären Standards zu kümmern, er schützt einzig und allein die Interessen der irakischen Regierung und des Mullahregimes und er beteiligt sich an der Verfolgung und psychologischen Folter an den Bewohnern.

Koblers handverlesene Agenten kommunizieren mit dem Ministerium für Geheimdienste (wie es in der Erklärung des NWRI am 11. April ausgeführt wurde) und sie agieren, indem sie provozieren und Spannungen erzeugen und sie suchen nach weiteren Gründen für unterdrückende Maßnahmen gegen die Bewohner und deshalb beleidigen und schikanieren sie die Bewohner.

Das Resultat von Koblers Mission in Ashraf ist die Zwangsumsiedlung von 3200 Flüchtlingen, die unter der vierten Genfer Konvention geschützt sind und ihre Umsiedlung nach Liberty, das ein Gefängnis ist und was mit Täuschung, Verschleierung und falschen Berichte vertuscht wurde. Sein Ergebnis ist der Tod von 10 Bewohnern, 230 Verletzten und 6 Todesopfern durch die medizinische Blockade. 3200 Menschen wurden 20 Monate lang psychologisch gefoltert, es gab drei Raketenangriffe am 9. Februar, 29. April und 15. Juni 2013 auf das Camp und die internationale Gemeinschaft wurde mit falschen und gefälschten Berichten getäuscht. Die Familien und Anwälte der Bewohner fordern daher zusammen mit den Verteidigern und Unterstützern der Bewohner von Ashraf und Liberty in der ganzen Welt, dass Kobler nicht nur von seinem Posten enthoben, sondern auch für seine Mittäterschaft bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Rechenschaft gezogen wird.

Es gibt keinen Zweifel daran, dass Koblers Intentionen darin bestanden, den religiös faschistoiden Herrschern im Iran und seiner Marionettenregierung im Irak ein williger Helfer zu sein. Der iranische Widerstand fordert daher erneut den UN Generalsekretär und den Sicherheitsrat auf, eine internationale Untersuchungskommission ins Leben zu rufen, welche Koblers Taten untersucht. Es ist der einzige Weg, um eine solche bittere und blutige Erfahrung wie bei der Mission von Kobler in Ashraf und im Irak in Zukunft zu verhindern.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran

1. Juli 2013