Sunday, November 27, 2022
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Korruption des Chefs von Total im Iran nachgewiesen

Agenturen – Die französische Ölgesellschaft Total sagte am Mittwoch, dass ihr Vorstandsvorsitzender vor Gericht zu einem Gasvertrag mit dem Iran aus dem Jahr 1997 angehört wurde.
Ein Sprecher von Total informierte AFP, dass der Geschäftsführer Christophe de Margerie und einige andere höhere Führungskräfte von der Finanzbehörde zu einer Anhörung vorgeladen worden seien und betonte, dass die Gesellschaft im gesetzlichen Rahmen gehandelt habe.

Sie wurden "im Zusammenhang mit einem Strafverfahren" befragt, das im Dezember 2006 eröffnet wurde und "ein südpersisches Industrieprojekt im Iran [betrifft], das Total 1997 mit der iranischen nationalen Ölgesellschaft NIOC abgeschlossen hat", sagte der Sprecher.
Total stand vollkommen hinter seinen Vorsitzenden und bestätigte, dass die unterzeichneten Vereinbarungen in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen waren", fügte der Sprecher hinzu und erklärte, dass die Gesellschaft davon überzeugt gewesen sei, dass die Untersuchungsbehörde "darin keinen Gesetzesbruch finden würde".
Zuvor wurde durch eine mit der Angelegenheit vertrauten Quelle bekannt, dass Margerie vermutlich wegen der ungesetzlichen Zahlung von Schmiergeldern angehört würde, die die Gesellschaft übervorteilen sollte.
Margerie wurde wahrscheinlich ebenfalls über vermutliche Korruptionsfälle in Kamerun befragt, sagte die Quelle.
Bereits vorher hatte eine Regionalzeitung der Ostrepublikaner berichtet, das Margerie über den Vertrag im Iran befragt würde und in Verbindung mit einer Untersuchung, die am 8. Juni über die vermutete "Korruption von ausländischen Agenten" begonnen hat und in Verbindung mit der Produktion und der Vermarktung von Öl aus Kamerun stand.
Die beiden Untersuchungen wurden durch Informationen im November 2006 durch einen Bereich des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen in die Wege geleitet, dass gegen die Geldwäsche kämpft, berichtete Tracfin.
Der Sprecher von Total nannte andere Vorsitzende, wie den Finanzdirektor Robert Castaigne und den Chef für die Gasvorhaben Philippe Boisseau, die dazu befragt wurden. Allerdings benannte die Zeitung den Personaldirektor Jean-Jacques Guilbaud, der nicht mit einbezogen wurde. Die Untersuchungsrichter Philippe Courroye und Xaviere Simeoni begannen im Dezember mit der Untersuchung. Die Quelle berichtete auch, dass die Polizei unter Anweisung von Courroye tätig gewesen sei.
Seit 2002 wurden Total und einige ihrer Vorstandsvorsitzenden zu einer Untersuchung im vermuteten Missbrauch von Vermögen der Gesellschaft von Courroye beauftragt. Die Nachforschungen sollen ergeben, ob Total Gelder der Gesellschaft missbraucht habe, um Marktvorteil im Ausland, vor allem im Irak zu erlangen.
Die Ermittlungen wurde auf "Korruptionsverdacht" ausgedehnt und 2005 wurde unter Courroye ein Fall aufgedeckt, der zum französischen "Öl für Essen"-Fall wurde. Im französischen Interesse wurden Provisionen für den Bruch eines UN Embargos gegen das irakische Öl von 1996 bis 2003 gezahlt.