Saturday, December 10, 2022
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Liberty – Nr.10-Abscheulicher Zustand der Wasser-, Energie- und Müllversorgung sowie der Abwasserentsorgung in Camp Liberty die unter dem Standard von Gefängnissen ist

Am Dienstag, den 2. Februar konnten die Bewohner von Ashraf, die nach Liberty gegangen sind, nur 15 Prozent ihres täglichen Wasserbedarfes nutzen, nachdem sie einen Tanker füllen ließen, der dafür 12 km fahren mußte.
Keiner der Bewohner ist in der Lage, eine Dusche zu nehmen oder gar seine Socken zu waschen. Die Toiletten haben viele Stunden am Tag kein Wasser.

Aus Sicherheitsgründen kann das Wasser aus einem 12 Kilometer entfernten Ort nicht bei Nacht geholt werden, daher bilden sich lange Schlangen in der Tageszeit zwischen 6 Uhr morgens und sechs Uhr abends. Der Tanker kann deshalb nur maximal 3x am Tag gefüllt werden.
Die Versorgung mit Strom ist noch schlechter. Von den zwei Generatoren in Liberty funktioniert einer nicht. Der Treibstoffbehälter der zwei Generatoren wird für beide Generatoren genutzt und hat eine Kapazität von 15.000 Litern. Jeder Generator verbraucht pro Stunde 200 Liter. Doch es gibt nicht genug Benzin. Die Bewohner haben keine andere Wahl, als auf alle wärmenden Anlagen während des Tages zu verzichten.
Benzin für die Autos wurde bereits bezahlt, aber nicht geliefert. Die irakische Einheiten haben bereits im Februar eine Lieferung von Heizgeräten auf Kerosinbasis sowie Kochöfen nach Liberty abgelehnt.
In der Zwischenzeit ist es wegen der Beschränkungen der Elektrizität nicht mehr möglich, zu kochen, die Baracken warm zu halten und die Wasserversorgung aufrecht zu halten. Aufgrund der Beschränkungen läuft mittlerweile das Abwasser in offene Gebiete in der Nähe der Wohneinheiten aus. Im Moment ist das Abwasser bereits einen Meter an die erste Reihe von Baracken heran gekommen.  
Die Mülllaster, die am Dienstag von den Bewohnern mit Müll gefüllt wurden, durften am Mittwoch die Anlage nicht verlassen.
Eine weitere Entwicklung ist, dass die Bewohner UNAMI Vertreter darüber informierten, dass sie einige Packungen mit Patronen gefunden haben und diese an die irakischen Soldaten übergeben haben.
Laut einer vertraulichen Quelle aus UNAMI Kreisen soll der jährliche Bericht vor der Veröffentlichung an die irakische Regierung übergeben werden. Was das Resultat des Endberichtes ist, dürfte klar sein und es kann erwartet werden, dass eher die Opfer kritisiert werden als die Menschen, die diese zu Opfern gemacht haben und die irakische Regierung wird dann in sicher in den höchsten Tönen gelobt!!!
Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
13. Februar 2012