Tuesday, December 6, 2022
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Maßnahmen des iranischen Regimes zur Unterdrückung von Protesten am Feuerfest

File Photo: Every year Fire Festival turns into show of popular revulsion against the mullahs' regimeNWRI – Aus Angst vor möglichen Demonstrationen des iranischen Volkes während der Feiern des Feuerfestes (16. März) hat das klerikale Regime vergeblich intensiven repressive Maßnahmen vorbereitet. Einige davon sind folgende:

– Für Mitglieder der paramilitärischen Bassij-Truppe werden Termine angesetzt, um sie auf die Verhinderung von Demonstrationen am Feuerfest vorzubereiten. Diese Sitzungen werden von Brigadegeneral Hamedani, dem Kommandanten des Corps der Revolutionären Garden für Groß-Teheran sowie Brigadegeneral Hossein Motlaq, dem Kommandanten des Corps in der Provinz Teheran koordiniert.

– Es werden vom Ministerium für Nachrichten und Sicherheit (MOIS) Spionage-Teams gebildet, die in allen Kommunen die Aktivisten identifizieren und alle "Unruhestifter" noch vor dem Fest verhaften sollen.

– Es wird mit psychologischer Kriegführung eine Atmosphäre der Einschüchterung hergestellt, wodurch die Demonstranten als mit dem "Feind" verbündet hingestellt werden; man stellt ihnen Ultimaten.

– Es wird Propaganda ausgestreut, die besagt, daß die Regime-Agenten überall sind, um die Demonstrationen zu allseitigem Verlust des Vertrauens zu bringen und ihre Entschlossenheit ins Wanken zu bringen.

– Fernseh-Anzeigen informieren über die Gefahren des Feierns mit Feuerwerk (das im Iran zu den Bräuchen des Feuerfestes gehört). Es werden Szenen mit Personen ausgestrahlt, die dem Feuer zum Opfer gefallen sind, ebenso Szenen, die die Bedrohung ihres Lebens und Eigentums zeigen.

– Feuerwerkskörper werden konfisziert, Geschäfte, die sie verkaufen, geschlossen.

– Personen werden gedrängt, andere zu bespitzeln und Informationen über bevorstehende Feuerwerk-Spiele zu liefern.

– An dreißig Orten werden Truppen zusammengezogen, darunter Teheran Pars, Haft Hoz in Narmak, Telephone Khaeh in Narmak, Vali-e Asr, Vanak-Platz, Mirdamad, Sadeqieh, Nil-Platz sowie andere Orte, an denen sich Demonstranten versammeln. Gebäude der repressiven Organe und Polizeistationen, die sich an diesen Orten befinden, werden geschützt.
– Junge Männer und Frauen werden zu Tanzveranstaltungen und Parties ermutigt, die vom klerikalen Regime untersagt sind.

– Es werden von Regime-Agenten Feuer an Plätzen angerichtet, die von den Sicherheitskräften autorisiert wurden; das Volk wird dazu eingeladen.

– Feuer, die von den Leuten selbst angerichtet werden, sollen verhindert und sofort gelöscht werden. Die Erfahrung früherer Jahre zeigt, daß die Jugend dazu neigt, auch die kleinsten Feuer auszuweiten, um daraus Gelegenheiten zu Protesten zu machen. Zusätzlich zu Feuerlösch-Anlagen werden die Motorrad fahrenden Agenten des Corps der Revolutionären Garden mit Feuerlöschern ausgerüstet, um die von den Leuten angezündeten Feuer zu löschen.

– Das Photographieren und Filmen von Protestszenen wird verboten; ihre Ausstrahlung in den Medien wird unterbunden. 

– Es werden Regelungen dahin getroffen, daß nach 17 Uhr Ortszeit am 16. März niemand mehr Motorrad fahren darf.

– Demonstranten werden unter dem Vorwand der Sicherheitsvorkehrung festgenommen – mit dem Vorwand, sie gefährdeten das "Leben harmloser Menschen".

– Alle Versammlungen werden nach Einbruch der Dunkelheit aufgelöst. Jeder, der sich irgendwo anderen anschließt, seien es auch nur 3 oder vier Personen, wird verhaftet.

– Trotz all dieser repressiven Maßnahmen wird erwartet, daß das iranische Volk, besonders die Jugend, Demonstrationen veranstalten wird, wieder mit den Slogans "Tod für Khamenei", "Nieder mit dem Prinzip der Velayat-e Faqih (der absoluten geistlichen Herrschaft)" und anderen Parolen. Und wieder wird an die widerwärtigen Bilder des Regimegründers Khomeini, des Höchsten Führers Ali Khamenei ebenso wie seines Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad Feuer gelegt werden; damit wird der Zorn gegen das gesamte herrschende System des religiösen Faschismus im Iran zum Ausdruck gebracht werden, ebenso wie der Wille zur Errichtung der Demokratie und Volkssouveränität.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran
8. März 2010