Tuesday, December 6, 2022
StartNachrichtenMenschenrechteMaryam Rajavi fordert die Freilassung der inhaftierten iranischen Derwische

Maryam Rajavi fordert die Freilassung der inhaftierten iranischen Derwische

Die repressiven Sicherheitskräfte des iranischen Regimes verhafteten am Samstag-Morgen, dem 20. September mehr als 500 Gonabadi-Derwische. Sie hatten geplant, sich um 11 Uhr vor dem Amt des Teheraner Staatsanwaltes zu versammeln,

um ihre Solidarität mit im Hungerstreik befindlichen Derwischen zu bekunden. Unter den Verhafteten befinden sich Angehörige der im Hungerstreik befindlichen Häftlinge – viele Frauen und Kinder. Sie forderten die Möglichkeit, ihre inhaftierten Verwandten zu besuchen, die sich nach 21tägigem Hungerstreik in einem kritischen Zustand befinden. Sie erklärten, wenn ihre Brüder der Haft unterworfen würden, wollten sie sich ihnen anschließen. Ihr einziges Verbrechen bestehe darin, daß sie Derwische seien. 

Nach dem die Derwische die Protestversammlung am Samstag-Morgen angekündigt hatten, beorderte das geistliche Regime eine große Zahl von Revolutionsgardisten sowie Geheimagenten und Sicherheitskräften in die Straße, die am Ark-Platz in der Mitte von Teheran zur Staatsanwaltschaft führt. Sie riegelten die Straße ab, ebenso die Ausgänge des Metro-Bazars von Teheran, um die Versammlung zu verhindern. Sie hindern die Demonstranten daran, vor der Staatsanwaltschaft zu stehen, auch zu sitzen. Die Angehörigen der Derwische, besonders die Frauen, die sich den Zwangsmaßnahmen der repressiven Kräfte widersetzten, wurden mißhandelt, beleidigt und geschlagen. 

Die Festgenommenen wurden in verschiedene Polizeistationen gebracht, darunter Polizeistation 113 auf dem Basar, 107 in Palestin, 124 in Qolhak, 159 in Bee-sim (Shush), 130 in Naziabad, 109 in Baharestan, 114 in Qiassi, Narmak (Haft Hoz), 156 in Afsariyeh, 145 in Vanak, 181 in Karaj, 160 in Khazaneh, 106 in Namjou, 118 in Satarkhan, Majidiyeh, Khani Abad, 156 in Kian Shahr, 139 in Marzdaran und 134 in Shahrak-e Gharb. 

Neun der inhaftierten Derwische: die Herren Hamidreza Moradi Sarvestani, Afshin Karampour, Fashid Yadollahi, Reza Entessari, Amir Eslami, Omid Behrouzi, Mostafa Daneshjou, Mostafa Abdi und Kasra Mouri befinden sich seit dem 31. August im Evin-Gefängnis und in Gefängnissen von Shiraz im Hungerstreik, um die Freilassung aller inhaftierten Derwische zu fordern und das Regime für die jahrelange Verletzung ihrer Rechte verantwortlich zu erklären. Die inhaftierten Derwische wurden in den vergangenen Jahren von den Schergen des Regimes schwer bedrückt. Sie wurden physisch gefoltert, außerdem oft in normale Haftabteilungen oder gar in Einzelhaft verlegt; auch wurden ihnen auf erniedrigende Weise die Bärte abrasiert. 

Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstands, äußerte ihren tiefen Abscheu gegenüber den gegen die unschuldigen Derwische gerichteten unmenschlichen, unislamischen Maßnahmen der Führer der Velayat-e faqih und forderte alle internationalen Körperschaften und Menschenrechtsorganisationen, besonders den Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für die Menschenrechte, auf, Maßnahmen zu ergreifen, die geeignet sind, die zügige und bedingungslose Freilassung aller Verhafteten, besonders der inhaftierten Derwische, zu sichern, und ihren Forderungen zu begegnen. Sie forderte auch die Vorlage des Dossiers der Verbrechen des den Iran beherrschenden religiösen Faschismus beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.