Sunday, December 4, 2022
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Maryam Rajavi: Westen muß mit Beschwichtigung von Teheran aufhören

VILLEPINTE (France) – Eine iranische Dissidentenanführerin forderte am Samstag die Weltmächte auf, mit der Beschwichtigung von Teheran aufzuhören und statt dessen damit zu beginnen, die Oppositionsgruppen zu unterstützen, nachdem die letzte Gesprächsrunde über das iranische Atomprogramm in einer Sackgasse geendet ist.

Maryam Rajavi ist die Anführerin des in Paris sitzenden Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI). Sie beschuldigte die Vereinigten Staaten, dass sie die Opposition behindert, weil sie diese nicht von der Terrorliste nimmt.

„Die westlichen Länder haben ein Jahrzehnt damit verloren, den Mullahs alle möglichen Angebote zu machen, von Beschwichtigung bis hin zu nutzlosen Verhandlungen“, sagte Rajavi bei einem Treffen Tausender Exiliraner in einem Außenbezirk von Paris.

Der NWRI, ein Dachverband von fünf Oppositionsgruppen im Exil, will ein Ende der klerikalen Herrschaft im Iran und brachte als erste Gruppe 2002 die Existenz der Urananreicherungsanlage in Natanz an das Tageslicht.

„Ein Ende der atomaren Bedrohung durch die Mullahs kann nur durch ein Ende des diktatorischen Regimes erreicht werden“, sagte sie. „Wenn man daran interessiert ist, dass die Mullahs keine Bombe erlangen, dann sollte man an der Seite des iranischen Widerstandes stehen, um das Regime zu stürzen.“

Es ging auch um die bekannte Gruppe der Volksmojahedin Iran (PMOI), eine ehemalige Guerillagruppe, die gegen den Schah und in den 70er Jahren auch gegen US Einrichtungen kämpfte.

„Nach der Entscheidung des Gerichtes vom 1. Juni…..hat das Außenministerium keine andere Wahl, als die PMOI zu delisten, es sei denn, man möchte die Justiz ad absurdum führen, um die Mullah zufrieden zu stellen“, sagte Rajavi.

Die USA setzte die Gruppe 1997 auf seine offizielle Liste der ausländischen Terrororganisationen, doch die Gruppe hat seitdem der Gewalt abgeschworen.

Ein US Berufungsgericht wies Außenministerin Clinton an, bis spätestens zum 1. Oktober über einen Verbleib der Gruppe auf der Liste zu entscheiden.