Saturday, December 10, 2022

Maryam Rajavi:

Große Scharen von Iranern feierten am Samstag, den 10. September 2016 in Auvers-sur-Oise im Beisein von Würdenträgern Europas, darunter Frankreichs, sowie Persönlichkeiten aus dem arabischen Raum den erfolgreichen Abschluss der Umsiedlung der Bewohner von Camp Liberty vom Irak nach Europa.

Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstands, bezeichnete die Umsiedlung als strategische Niederlage des geistlichen Regimes; sie fügte hinzu, nun läuteten die Glocken und kündigten eine neue Zeit des Wandels und Fortschritts an.
In den vergangenen 14 Jahren seien durch die Standhaftigkeit der iranischen oppositionellen Volksmodjahedin (PMOI/MEK) und ihrer in Ashraf und Camp Liberty lebenden Mitglieder sowie entschiedene internationale Kampagnen die Anschläge des geistlichen Regimes, mit denen es den iranischen Widerstand vernichten wollte, vereitelt worden. Auf diese Weise konnte die gegen das geistliche Regime gerichtete Freiheitsbewegung des iranischen Volkes einen entscheidenden Schritt vorankommen. Der Plan des Regimes, durch physische Vernichtung der PMOI sein eigenes Überleben zu sichern, wurde zunichte.
An der Feier nahm eine Reihe politischer Würdenträger – langjähriger Freunde des iranischen Widerstands und entschiedener Anwälte Ashrafs – teil. Dazu gehörten Sir Ahmad Ghozali, ehemaliger Ministerpräsident von Algerien, Alejo Vidal Quadras, Präsident des „Internationalen Komitees Auf der Suche nach Gerechtigkeit (ISJ)“ und ehemaliger Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Ingrid Betancourt, ehemalige Präsidentschaftskandidatin Kolumbiens, Annisa Boumedienne, Islamexpertin und ehemalige First Lady Algeriens, Dr. Tahar Boumedra, ehemaliger Leiter des Menschenrechtsbüros der Hilfsmission der Vereinten Nationen im Irak – er war mit dem Fall Ashraf betraut -, Bischof Jacques Gaillot und Jean-Pierre Muller, Bürgermeister von Magny-en-Vexin und Leiter des „Komitees der Bürgermeister gegen Fundamentalismus und für die Menschenrechte“, Pierre Bercis, Präsident der „Neuen Stiftung für die Menschenrechte“ (‚New Human Rights Foundation’) und Sheikh Dahou Meskine, Generalsekretär des „Vereinigten Komitees von Muslimen gegen Fundamentalismus und für die Menschenrechte“.
Sie beglückwünschten Frau Rajavi und den iranischen Widerstand und bezeichneten die 14 Jahre anhaltende Beharrungskraft der PMOI in Ashraf und Liberty als historisches Vorbild.
In einem anderen Teil ihrer Rede sagte Maryam Rajavi: Das Regime wollte scheinbar die Volksmodjahedin aus dem Irak vertreiben und sie von der iranischen Grenze fortschicken. Doch sein Begehren ging darauf, sie zu vernichten und der Herrschaft der Mullahs zu unterwerfen. Die gefälschten Haftbefehle, die von der irakischen Justiz erlassen wurden, die Ausweisungspläne und die falschen Warnmeldungen an Interpol waren ebenso viele Versuche, der Vernichtung den Boden zu bereiten.
Doch die PMOI leistete Widerstand gegen die rücksichtslose Belagerung; sie hielt die Fahne des Freiheitskampfs und der Bewegung zum Sturz der religiösen Diktatur im Iran (des sog. Regimes der Velayat-e Faqih) hoch. Sie erhielt während der erschreckendsten Krisen des Mittleren Ostens die Moral der iranischen Nation, ihr Vermögen zu handeln und zu kämpfen, aufrecht.
Rajavi zollte der in allen fünf Kontinenten machtvollen Kette der Solidarität und der Unterstützung der Bewohner von Ashraf und Camp Liberty ihre Bewunderung und sagte: Es war die bedeutende Kraft des Gewissens, die von aller Welt her dem Widerstand zu Hilfe eilte und viel Schlimmes verhütete.
Mit Bezug auf die Bewegung, die darnach strebt, den Opfern des 1988 im Iran begangenen Massakers Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, betonte die gewählte Präsidentin des iranischen Widerstands: Ein neues Kapitel ist eröffnet worden – gekennzeichnet durch ungebremste Annäherung an die Abschaffung der Velayat-e Faqih.
Sie fuhr fort: Nicht ohne Grund ließ Mullah Ahmad Jannati, Leiter des Expertenrates und des Wächterrates des Regimes alle Erwägungen beiseite und sagte: „Wenn den PMOI mehr Gelegenheiten gegeben worden und wenn sie nicht massakriert worden wären, so hätten sie das Regime entwurzelt.“ Es ging gar nicht um den Islam oder den Koran, sondern um die Erhaltung des Regimes und seiner Macht um jeden Preis. Lassen Sie mich aber Khamenei und seinem Regime dies klar machen: Der iranische Widerstand ist jetzt um das Hundertfache besser vorbereitet und erfahrener, um seinen Kampf fortzusetzen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
10. September 2016