Saturday, December 3, 2022
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MI6 Chef: Iran hat in zwei Jahren Atomwaffen

London, 13. Juli (UPI) – Der Iran könnte in zwei Jahren Atomwaffen besitzen. Das sagte der Chef des britischen Geheimdienstes. Sie würden schon seit zwei Jahren in deren Besitz sein, wenn die Geheimdienste nicht tätig gewesen wären, hieß es weiter.
Das Land ist „zwei Jahre davon entfernt, ein Atomwaffenstaat zu werden“, so Geheimdienstchef John Sawers bei einer Konferenz von Geheimdienstmitarbeiten in London.

Wenn dies geschieht, dann werden die USA, Israel oder beide zusammen entscheiden, ob sie einen Militärschlag starten, so Sawers, dessen Aussagen von der Civil Service World veröffentlicht wurden, einer Publikation für hochrangige britische Regierungsvertreter.
Seine Kommentare wurden ebenfalls am Freitag in der britischen Zeitung The Daily Telegraph veröffentlicht.

„Die Iraner gehen den klassischen Weg zur Erlangung von Atomwaffen und sie haben die Technologie dafür“, sagte er. „Es ist eindeutig, dass Israel und die USA eine große Bedrohung darin sehen, dass der Iran ein Atomwaffenstaat werden kann.“

„Ohne die Arbeit von unserem Geheimdienst – er wird oft MI6 genannt (militärischer Geheimdienst, Abteilung 6) – hätten wir seit 2008 einen atomaren Iran und würden nicht darüber reden, dass wir noch zwei Jahre davon entfernt sind“, sagte Sawers, ohne jedoch näher darauf einzugehen, was der MI6 konkret tat, um den Iran an seinen atomaren Bestrebungen zu hindern. Teheran betont bis heute, das Atomprogramm sei ausschließlich friedlicher Natur.

Er sagte weiter:“ Der MI6 sei in dem Moment aktiv geworden, wo es Unsicherheiten in der Politik gab, ob man einen atomaren Iran akzeptieren solle oder einen Militärschlag ausübt.“

„Aktuell dürfte es wohl für jeden Präsidenten in Israel oder den USA schwer sein, einen atomar bewaffneten Iran zu akzeptieren“, so Sawers weiter.
Es gab bisher keine Stellungnahmen aus den USA und Israel zu den Aussagen von Sawers.

Der Iran beschuldigt die USA und Israel, dass sie das Atomprogramm durch Aktionen des CIA und des Mossad stören.
Teheran wird mit der Anreicherung von Uran fortfahren, obwohl die USA und Europa Sanktionen verhängt haben, um den Iran vom globalen Ölmarkt auszuschließen. Die Obama Administration beschloss dazu am Donnerstag weitere Maßnahmen.

Das US Finanzministerin sagte, dass die Administration weitere Maßnahmen gegen einen Duzend Firmen verhängt habe, die das iranische Atom- und Raketenprogramm unterstützt haben. Die neuen Maßnahmen schließen Schlupflöcher in den US Sanktionen gegen den Iran, so das Ministerium.
Das Ministerium habe ebenfalls Ladungen von Schiffen überprüft, die von Teheran benutzt werden, um die US und EU Sanktionen über Ölexporte zu umgehen.