Thursday, February 9, 2023
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Südkorea senkt wegen Sanktionen seine Rohölimporte aus dem Iran

Von Sangim Han – Südkorea hat im Juni seine Rohölimporte aus dem Iran um 24% gesenkt und folgte damit dem westlichen Druck gegen die Nation im Persischen Golf.
Die Nummer fünf der Ölimporteure der Welt kaufte 736.522 Tonnen Öl, was 24.551 Tonnen am Tag entspricht. Vor einem Jahr wurden aus dem Iran noch 971.908 Tonnen Rohöl bzw. 32.397 Tonnen Öl am Tag gekauft.

Das berichtet die Webseite für Kundeninformationen in Südkorea.

Damit sank der Anteil an den Gesamtimporten im Juni auf 6,9 Prozent und um 21 Prozent im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum.
Südkorea bekam eine 180 Tage dauernde Ausnahmegenehmigung von den US Finanzbehörden, nachdem sie einen „signifikanten Rückgang“ der Importe von iranischem Öl vorweisen konnten, sagte Außenministerin Hillary Clinton in einer E-Mail vom 28. Juni. Das ostasiatische Land bekam jedoch keine Ausnahmegenehmigung von der EU, welche am 1.Juli ein komplettes Ölembargo verhängte. Die Sanktionen zielen auf das iranische Atomprogramm.

Zu dem EU Embargo zählt auch die Versicherung von Tankern, auf denen iranisches Rohöl geliefert wird. Die Restriktionen betreffen 95 Prozent aller Tanker, weil diese über die in London sitzende internationale Gruppe P&I Clubs versichert werden.
Der Iran bot an, seine eigenen Tanker zu schicken, sagte ein Vertreter der Regierung aus Südkorea am 29. Juni, der jedoch seine Informationen anonym übergab. Die Regierung diskutiert immer noch, ob sie die Sanktionen der EU anerkennen soll oder das Angebot des Iran wahrnimmt, so der Vertreter.

Die USA und ihre Hauptverbündeten sehen die iranischen Atomaktivitäten als Deckmantel für die Erlangung von Atomwaffen. Die Regierung in Teheran sieht in dem Programm ausschließlich friedliche Zwecke.