Saturday, November 26, 2022
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Millionen-Deal mit Iran? Prozess gegen Unternehmer

NDR – Vor dem Landgericht Göttingen hat der Prozess gegen zwei Unternehmer begonnen. Laut Anklage sollen ein 58-jähriger Mann und sein 35 Jahre alter Sohn trotz EU-Embargos Chemikalien an den Iran verkauft haben. Die Anklage lautet auf Verstoß gegen das Außenwirtschaftsgesetz und gewerbsmäßigen Betrug.

Chemikalien für mehr als acht Millionen Euro sollen Vater und Sohn verkauft haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, im Herbst 2013 zweimal je 50.000 Kilogramm eines chemischen Katalysators geliefert zu haben. Diese sollen sie über selbst gegründete Firmen in Dubai und Tadschikistan bis nach Teheran transportiert haben. Dort sollte daraus Benzin hergestellt werden. Wenige Monate später sollen die beiden Männer über den gleichen Weg noch mal 5.000 Kilogramm der Chemikalie in den Iran verkauft haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft den Unternehmern vor, nicht nur gegen das EU-Embargo verstoßen, sondern auch ihre Geschäftspartner betrogen zu haben. Statt der bestellten Ware hätten sie ein minderwertiges Imitat aus China geliefert, mit gefälschten Dokumenten.