Tuesday, December 6, 2022
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NCRI-Bericht über die Gräueltaten eines Regimefunktionärs, der wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit strafrechtlich verfolgt wird

Der Rechtsausschuß des Nationalen Widerstandsrates des Iran hat eine Zusammenfassung der Erklärung veröffentlicht, die sich mit der Rolle beschäftigt, die ein Funktionär des iranischen Regimes namens Hamid Nouri (Abbasi) in dem Massaker des Jahres 1988 an
30 000 politischen Gefangenen gespielt hat. Er befindet sich zur Zeit in Schweden und erwartet ein Verfahren wegen der von ihm begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Es ist vorgesehen, daß Abbasi im März dreimal vor Gericht erscheint; viele von den Überlebenden werden in dem Prozeß als Zeugen aussagen. Seine Verfolgung basiert auf dem Völkerrecht.

Nach diesem Bericht haben einige Mitglieder bzw. Freunde der Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI/MEK), die das Massaker überlebten, den Anklägern in Schweden online bzw. in schriftlicher Form Aussagen vorgelegt, die die Rolle von Hamid Nouri betreffen. Die Gespräche mit Mitgliedern der MEK in Albanien fanden vom 7. bis zu 16. November statt. Außer den Mitgliedern der MEK haben auch einige von deren Freunden – ebenfalls Überlebende des Massakers von 1988 und wohnhaft in Europa – Zeugnis abgelegt. Der Rechtsausschuß des NWRI hat einige von ihnen in seinen Bericht aufgenommen.

Die Überlebenden beschreiben in ihren Zeugenaussagen en détail die Rolle, die Nouri gespielt hat, während sie und andere politische Gefangene gefoltert wurden. Außerdem betonen sie die Art, wie er an der Erhängung von hunderten politischen Gefangenen beteiligt war. In einigen Fällen hat er selbst ihre Namen aufgerufen und sie in eine große Halle des Gefängnisses von Gohardasht, einem Vorort der Stadt Karaj westlich von Teheran, gebracht, wo sie erhängt wurden. Ferner bezeugen die Überlebenden, Nouri habe sich über die Morde gefreut und gelegentlich nach der Hinrichtung von Dutzenden seiner Opfer Süßigkeiten verteilt.

Die Zeugen unterstrichen, gegen sie alle sei in Känguru-Verfahren verhandelt worden, die zwei oder drei Minuten dauerten. Sie wurden gefragt, ob sie mit den MEK sympathisierten. Jeder Häftling, der sich weigerte, die Organisation zu denunzieren, wurde abgesondert und später erhängt. Die Leichen der Todesopfer wurden massenhaft mit Lastwagen aus dem Gefängnis gebracht und in nicht näher bezeichneten Massengräbern bestattet.

Die Überlebenden teilten nicht nur ihre persönlichen Beobachtungen mit; sie händigten den Anklägern auch ihre Bücher und die Aufzeichnungen aus, die sie während der Kerkerhaft angefertigt hatten – vor allem in den wenigen Monaten, in denen sich das Massaker ereignete. Sie betonten, in einigen Gefängnissen seien alle Häftlinge hingerichtet worden; daher sei niemand mehr am Leben, der der Welt sagen könnte, was dort geschah.

Nationaler Widerstandsrat des Iran (NWRI

Rechtsausschuß

den 28. Dezember 2020