StartNachrichtenNeue Urteile gegen politische Gefangene Mohammad und Mehdi Khodakarami in Iran

Neue Urteile gegen politische Gefangene Mohammad und Mehdi Khodakarami in Iran

Lion and SunErfindung neuer Fälle und Verhängung zusätzlicher Strafen für die politischen Gefangenenbrüder Mohammad und Mehdi Khodakarami in Khorramabad.

Am Montag, dem 16. Dezember 2024, hat die Justiz des iranischen Regimes neue Urteile gegen zwei politische Gefangene und Unterstützer der Organisation der Volksmojahedin (MEK/PMOI), Mohammad und Mehdi Khodakarami, gefällt. Zusätzlich zu ihren früheren Verurteilungen wurden sie zu einem Jahr Gefängnis und zwei Jahren Exil in Meybod und Hendijan verurteilt. Ihnen wird unter anderem „Propaganda gegen das Regime zugunsten der Opposition und feindlicher Gruppen“ vorgeworfen. In den Urteilen ist ihnen die Nutzung von Mobiltelefonen und elektronischen Geräten ausdrücklich verboten. Die Urteile wurden ihnen elektronisch zugestellt, unter der Bedingung, dass ihnen keine Papierkopien der Urteile ausgehändigt werden.

Mohammad Khodakarami, 32, und Mehdi Khodakarami, 42, werden derzeit im Parsilon-Gefängnis in Khorramabad festgehalten. Sie wurden im März 2023 in Teheran verhaftet, wo sie im Evin-Gefängnis schwerer Folter ausgesetzt waren. Anschließend wurden sie zu acht bzw. vier Jahren Haft verurteilt. Ihnen wurde „Mitgliedschaft in der Volksmojahedin“ und „Versammlung und Verschwörung zur Begehung von Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“ vorgeworfen.

Die Justiz des Regimes, die seit einiger Zeit neue Fälle gegen sie vorbereitet hatte, hielt am 20. November und am 8. Dezember 2024 zwei Scheinprozesse online ab. Die Sitzung vom 20. November wurde über das Telefon des Gefängniswärters abgehalten. Die Person am anderen Ende der Leitung, die sich als Richter ausgab, fragte Mohammad und Mehdi hartnäckig, warum sie die Volksmojahedin unterstützen, und behauptete: „Diese Organisation ist am Ende. “

Am 9. Mai 2024 protestierten im Zentralgefängnis von Khorramabad mehrere Häftlinge, darunter Mohammad und Mehdi Khodakarami, gegen Wasserkürzungen und andere Einschränkungen. Sie wurden vom Gefängnisdirektor Golabetoon und dem Sicherheitschef Rashidi brutal geschlagen und in Einzelhaft gesteckt. Mehrere protestierende Häftlinge erlitten bei diesem Vorgehen Knochenbrüche. Ab dem 21. Mai wurden Mohammad und Mehdi in das Gefängnis Parsilon verbannt, weil sie angeblich Häftlinge aufgehetzt und den Hungerstreik „Nein zu Hinrichtungsdienstagen“ unterstützt und gleichzeitig ihre Solidarität mit der Volksmojahedin bekundet hatten.

Der iranische Widerstand betont erneut die dringende Notwendigkeit einer internationalen Untersuchungskommission, die die iranischen Gefängnisse besucht und sich mit den Gefangenen, insbesondere den politischen Häftlingen, trifft.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI)
20. Dezember 2024