Thursday, January 26, 2023
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Neue Enthüllungen eines früheren Kommandeurs der IRGC zeigen Rolle von Soleimani bei der Unterdrückung des iranischen Volkes auf

In einer nie dagewesenen Form der Enthüllung sagte am Sonntag Mohammad Ali Jafari, der frühere Kommandeur der Revolutionsgarden des iranischen Regimes (IRGC), dass Quassem Soleimani, der getötete Anführer der Quds Force in den IRGC, direkt an der Unterdrückung der iranischen Studentenproteste 1999 sowie an den landesweiten Protesten 2009 beteiligt war.

Er schrieb auf Twitter: „Während des Aufruhrs von 1999 und 2009 war Haj Qassem auf den Straßen, um gegen die anti – revolutionären Kräfte zu kämpfen und effektive Maßnahmen umzusetzen, welche die nicht sichere Lage und die Unruhen betrafen“. Jafari ergänzte, dass Soleimani in regelmäßigen Abständen in der Sarallah Garnison anwesend war, der zentralen Basis der IRGC in Teheran, von der aus die Unterdrückung der Proteste in der Hauptstadt geleitet wurden und die für die Sicherheit des Regimes zuständig ist.

Jafari machte die Aussagen, weil das Regime versucht, Seoleiman nach der Tötung am 3. Januar durch einen US Drohnenangriff als nationalen Helden zu porträtieren, der nur dazu da war, um die Sicherheit für das iranische Volk zu garantieren und die nationalen Grenzen zu schützen und dass er dafür vom iranischen Volk geliebt wird. Die gescheiterte Show der „Beerdigung“ von Soleimani stand im Zeichen dieser Agenda. Doch seine Präsenz im Irak und in Syrien diente einzig und allein dazu, die kriegerische Politik des iranischen Regimes zu verbreiten und umzusetzen und er ist für seine Verbrechen bekannt, welche Millionen Menschen im Mittleren Osten das Leben kostete und sie aus ihrer Heimat vertrieb.

Soleimani war der Schlächter für den obersten Führer des Regimes, Alik Khamenei. Soleimani spielte auch eine zentrale Rolle bei dem Massaker an den Mitglieder der Volksmojahedin Iran (PMOI, Mujahedin-e Khalq oder MEK) in Camp Ashraf und Camp Liberty im Irak.

Vor dem zweiten Golfkrieg 2003 organisierte Soleiman mehrere Angriff gegen die Basen der MEK im Irak.

Vom 11. Januar 1993 bis April 2003 leitete die terroristische Quds Force des iranischen Regimes über 150 Terrorangriffe gegen die MEK im Irak. Soleimani leitete und führte 2009, 2011, 2013, 2015 und 2016 die Massaker in den Camps der MEK in Ashraf und Liberty im Irak. Sein größtes Verbrechen in dieser Hinsicht war die Massaker im Stile von Hinrichtungen an 52 unbewaffneten Bewohner von Camp Ashraf am 1. September 2013.

Nach den Aussagen von Jafari sagte am Montag der Sprecher der IRGC in einem gescheiterten Versuch, ihn von seinen Verbrechen frei zu sprechen:“ Der Tweet ist nicht korrekt. Haj Quassem war weder in der Garnison Sarallah anwesend noch für sie verantwortlich.“

Die Fars Nachrichtenagentur, die von den IRGC betrieben wird, behauptete gar, dass der Twitter Account gefälscht sei und nicht von Jafari betrieben wird.

Während der landesweiten Proteste im November 2019 riß das iranische Volk die Bilder und Poster von Soleimani herunter oder verbrannte sie. Nachdem er getötet wurde und die zweite Welle der Iran – Proteste im Januar lief, wurden vom iranischen Volk und der rebellischen Jugend weitere Poster von ihm herunter gerissen und verbrannt.

Nachdem Soleiman tot war, feierten zahlreiche Iraner im Land und im Ausland. Die Völker des Irak und Syriens, die von Soleimani und seinen Dieben unterdrückt wurden, feierten seinen Tod. Mehrere Videos, die auf den sozialen Netzwerken viral gingen, zeigten, wie die Menschen in den Städten in Syrien und im Irak Süßigkeiten aus dem Fenster warfen und seinen Tod feierten.

Neben seiner aktiven Unterstützung für den brutalen syrischen Diktator Bashad al – Assad und der Ermordung von Hunderttausenden Syrern in den letzten neun Jahren, war Soleimani auch an der Niederschlagung der aktuellen Proteste des iranischen Volkes beteiligt. Monate vor seinem Tod war Soleimani eifrig dabei, den Aufstand des irakischen Volkes nieder zu schlagen und seine Scharfschützen schossen von den Dächern aus auf die Demonstranten in den Straßen des Irak.

Die Aussagen von Jafari über die Rolle von Soleimani bei der Unterdrückung des iranische Volkes kommen zu einer sensiblen Zeit, denn Soleimani ist nun 40 Tage tot. Sie schiitischen Muslime trauern um ihre Toten am dritten, siebten und 40. Tag nach ihrem Ableben. Dienstag war zudem der 41. Jahrestag der iranischen Revolution von 1979. Das Regime versucht weiterhin, den getöteten terroristischen Kommandeur für diese Anlässe zu instrumentalisieren und weitere Propaganda zu verbreiten, um so irgendwie die widerlichen Verbrechen rein zu waschen, welche dieser Kriminelle gegenüber dem iranischen Volk begangenen hat.