Wednesday, November 30, 2022
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“Neue Sklaverei”: Frauenarbeit im Iran

Frauen arbeiten im Iran ohne Basisreiche und unter Bedingungen, die das Frauenkomitee des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) als „neue Sklaverei“ bezeichnet.

Der Internationale Tag der Arbeit am 1.Mai ist eine gute Gelegenheit, um auf die Verteidigung der Arbeiterrechte aufmerksam zu machen. Diese existieren für keinen Arbeiter im Iran und besonders nicht für seine Frauen. Viele Arbeiter arbeiten seit Monaten ohne Bezahlung und in besonderen Fällen sogar über ein Jahr lang. Diese armen Seelen sind oft so verzweifelt, dass sie ihre Organe verkaufen müssen oder sich selbst in Brand setzen, um aus der Armut entfliehen zu können.

Die Situation ist für Arbeiterinnen besonders schlecht, weil Frauen „systematisch im Gesetz, im Arbeitsmarkt, im Job und in allen anderen Bereichen des Lebens diskriminiert werden“. Die iranischen Frauen haben es daher noch schwerer, ihre Rechte im Arbeitsleben einzufordern.

Hauptprobleme

Zu den Hauptproblemen der Arbeiterinnen im Iran zählt:

  • Niedrige Löhne: Die Frauen arbeiten in den Fabriken oft 10 – 12 Stunden und erhalten dafür gerade einmal einen US Dollar pro Tag, was 1/3 unterhalb des Minimumlohnes und sieben Mal unterhalb der Armutsgrenze liegt . Wer keinen festen Arbeitgeber hat , wird von Zwischenhändlern an alle möglichen Arbeitgeber weiter verkauft, der solche Arbeitskräfte benötigt.
  • Minderwertige Jobs: Das iranische Recht bevorzugt immer männliche Bewerber vor Bewerberinnen. Somit sind Frauen gezwungen, oft die Jobs in Unternehmen anzunehmen, die als inoffizielle Betriebe gelten. Die Frauen müssen arbeiten gehen, weil sie ihre Familien unterstützen müssen und sie nehmen jeden Job an, den sie bekommen können.
  • Keine Versicherung: 80% der Menschen, die im Iran keine Versicherung haben, sind Frauen. Sie arbeiten meist in unsicheren Jobs, wo die Angestellten keinen Versicherungsschutz oder sonstige Vergünstigungen erhalten.
  • Fehlende Jobsicherheit: Frauen sind die Ersten, welche in einer Wirtschaftskrise entlassen werden, weil die Unternehmen denken, dass sie weniger produktiv sind und weniger Potential haben, weil sie heiraten könnten oder schwanger werden. 2/3 aller arbeitslosen Iraner sind Frauen.

Ahmad Amirabadi Farahani, ein Mitglied des Aufsichtsgremiums im Mullahparlament, sagte dazu:“ Die Unterdrückung der Frauen in einigen Produktionseinheiten sowie ihre Bezahlung und ihre langen Arbeitszeiten sind eine neue Art der Sklaverei.“

Fatemeh Pourno, die Sekretärin der Arbeitergewerkschaft für Frauen in Qazvin, sagte:“ Die Arbeiterinnen arbeiten zusammen mit den Männern in den Produktionseinheiten, doch sie erhalten nicht die gleichen Löhne. Sie haben keine gleichen Rechte. Sie sind manchmal nicht einmal versichert. Und dennoch beschweren sie sich nicht, weil sie wissen, dass sie dann sofort gefeuert werden.“