Tuesday, January 31, 2023
StartNachrichtenKrise am iranischen Arbeitsmarkt: 3,5 Millionen Schwarzarbeiter

Krise am iranischen Arbeitsmarkt: 3,5 Millionen Schwarzarbeiter

Ali Khodaei, der Vizepräsident des Obersten Islamischen Arbeiterrates, sprach über die Existenz von 3,5 Millionen Schwarzarbeitern, die alle nicht registriert sind und die keine Rechte in Bereich der Arbeitssicherheit und beim Versicherungsschutz haben und deren Löhne minimal sind.

Khodaei glaubt, dass die Existenz von Zeitverträgen ein großes Problem für die Arbeiter ist, weil es keine Klarheit gibt, welche Regel dort eigentlich greifen und welche nicht.

Zeitliche „Lohnabkommen“ sind für die Arbeitswelt schädlich

Vor einigen Monaten hatten sich 60 Parlamentarier für das „Ende von Mindestlohnes für Landarbeiter“ als Teil des sogenannten „Unterstützungspaketes für Landarbeiter“ ausgesprochen, was viele Gewerkschaftler als schweren Schlag für die iranische Arbeitswelt sehen.

Laut der Nachrichtenagentur Mehr soll dabei ein neuer Artikel 41 im Arbeitsgesetz hinzu gefügt werden. Dort soll stehen, dass die Mindestlöhne vom Obersten Arbeiterrat neu fest gesetzt werden. Dann werden die Arbeiterrechte wie Versicherungsfragen oder ihre Entlohnung nur noch zwischen privaten Arbeitgebern und den Angestellten ausgehandelt.

Die Unterstützer dieses Plans versuchen dies über die ILO Konventionen zu rechtfertigen, doch die ILO Konventionen sagen, dass der Mindestlohn für Landarbeiter hoch genug sein muss, damit „ihre minimalen Ausgaben“ gedeckt sind, was hier eindeutig nicht der Fall ist.

So wie all die anderen Pläne des Regimes auch, ist auch dieser Plan dazu da, die Regierungsvertreter zu unterstützen und das wird unweigerlich zu noch mehr Unterdrückung der Arbeiter führen.

Viele Aktivisten und Gewerkschaftler sind gegen diesen Vorschlag, weil sie glauben, dass dies die Armut noch einmal intensivieren wird. Sie sehen es als „Salz auf die Wunden der arbeitenden iranischen Gesellschaft“ an, die bereits heute finanziell leidet.