Saturday, December 3, 2022
StartNachrichtenNeuer COVID-19 Ausbruch in Gefängnissen des Iran und ein untätiges Regime –...

Neuer COVID-19 Ausbruch in Gefängnissen des Iran und ein untätiges Regime – es droht eine Katastrophe


Zentralgefängnis von Urmia
Berichte aus dem Zentralgefängnis von Urmia im Nordwesten des Iran deuten darauf hin, dass wegen der Nachlässigkeit des Regimes bei der Isolierung und Versorgung der mit COVID-19 Infizierten Dutzende Insassen angesteckt wurden und dass sich eine Katastrophe abzeichnet.
Derweil hat die Organisation der Volksmudschahedin des Iran (PMOI/MEK) am Mittwoch bekannt gegeben, dass mehr als 49 000 Menschen durch den Ausbruch des Coronavirus ihr Leben verloren haben.
Seit der vergangenen Woche wiesen viele der Insassen in verschiedenen Trakten des Urmia ses GefängnisSymptome von COVID-19 auf wie Fieber, Schüttelfrost, Halsentzündung, Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns, Schmerzen und Beschwerden. Die Nachlässigkeit der Gefängnisverwaltung hat dazu geführt, dass das Virus sich im Zentralgefängnis von Urmia ausgebreitet und alle Gefangenen angesteckt hat. Nach immer wieder neuen Protesten der Gefangenen und aus Angst vor einer neuen Runde von Aufruhr haben die Behörden des Regimes einige der Insassen getestet, wobei alle positiv mit COVID-19 waren. Diese wenigen Insassen wurden ins Krankenhaus gebracht. Wie in anderen Gefängnissen verfügen auch die Häftlinge des Zentralgefängnisses von Urmia nicht über die minimalen hygienischen Mittel wie Seife und Desinfektionsmittel. Diese Güter werden zu einem hohen Preis angeboten, so dass die meisten Gefangenen sich den Kauf nicht leisten können.

https://youtu.be/vZ1PpSzWQ-k

In einem detaillierten Bericht, der am 12. März veröffentlicht wurde, stellt der Nationale Widerstandsrat Iran auf der Grundlage der Informationen, die der MEK zugänglich wurden, fest: „Gefangene haben keine Schutzmasken und nicht einmal Desinfektionsmittel. Einige Gefangene im Zentralgefängnis von Karadsch haben keine Gefängniszellen und halten sich dauerhaft im Gefängnishof auf. Die fehlende Hygiene wirkt sich erschwerend aus, weil politische und normale Gefangene, darunter Drogenabhängige, zusammen gehalten werden. Diese Situation hat die Ausbreitung des Coronavirus beschleunigt. Laut den Berichten der Angehörigen der Gefangenen hat das iranische Regime die Coronavirus Krise ausgenutzt, um den Druck auf politische Gefangene zu erhöhen oder sie sogar heimlich zu beseitigen. Die offizielle Erklärung einer zeitweisen Entlassung von Gefangenen bezieht sich nicht auf politische Gefangene“.
„Im berüchtigten Evin Gefängnis im Norden Teherans wurden Insassen, die mit dem Coronavirus angesteckt waren, in den Trakten 4, 7 und 8 beobachtet. Ein Gefangener in Trakt 4 starb am Coronavirus. Es kommen keine Nachrichten über mehrere politische Gefangene heraus, die in dem Gefängnis festgehalten werden. Gefangene aus Gewissensgründen in Ahwaz, Zahedan, Qouchan und Sanandaj sind mit dem Coronavirus angesteckt. Dutzende Menschen, die während der landesweiten Anti-Regime Proteste im November 2019 verhaftet worden sind, sind in unmittelbarer Gefahr. Zum Beispiel ist der 5. Abschnitt des Groß Teheran Gefängnisses für die reserviert, die im November 2019 festgenommen wurden. Einige darunter sind bereits mit dem Coronavirus angesteckt. Am Sonntagabend des 1. März wurden 40 Insassen des 5. Abschnitts wegen der Ansteckung im Krankenhaus unter Quarantäne gestellt. Wegen der Feindschaft gegen die Gefangenen ist die Justiz des Regimes nach wie vor nicht bereit, einer zeitweisen Entlassung zuzustimmen, was alle Gefangenen der Möglichkeit einer Ansteckung aussetzt“, so der NWRI Bericht weiter.
Seit den ersten Tagen des Ausbruchs des Coronavirus im Iran hat sich das iranische Regime für Vertuschung und Untätigkeit entschieden. Es hat beständig eine Politik des Herunterspielens verfolgt. Das Regime hat die Menschen zurück zur Arbeit gezwungen, sich geweigert, alle Gefangenen freizulassen, oder auch nur eine beträchtliche Zahl von ihnen, zugleich hat es sich aber mit einer Freilassung von 85 000 Gefangenen gebrüstet, wofür es keine Bestätigung gibt. Außerdem hat es die Beurlaubten schnell wieder ins Gefängnis zurückgebracht, was für die Gefangenen im Gefängnis ein höheres Risiko schafft, und sich außerdem geweigert, die wieder eingesperrten Gefangenen unter Quarantäne zu stellen.
Die Nachlässigkeit des Regimes im Umgang mit dem Coronavirus Ausbruch in iranischen Gefängnissen hat zu Dutzenden von Aufständen in den Gefängnissen im ganzen Iran geführt. Die Wahrheit ist, dass das Regime die Insassen vor die Wahl gestellt hat, sich zwischen einem Tod durch Kugeln oder einem solchen durch COVID-19 zu entscheiden, deshalb steigerten die Mullahs ihre unterdrückerischen Maßnahmen in iranischen Gefängnissen.
Schon früher hatte der NWRI konstatiert: „Die Destabilisierung der Kontrolle des Regimes über die Gefängnisse macht die Tiefe seiner Instabilität augenfällig und seine Verzweiflung daran, die explosive Gesellschaft im Iran im Zaum zu halten, die de facto en einziges Gefängnis ist. All das, was Gefangene dazu zwingt, ihr Leben zu riskieren und sich den bewaffneten Kräften entgegenzustellen, betrifft die normalen Menschen ebenso. Diese Faktoren, darunter ein maximaler wirtschaftlichen Druck und die Unterdrückung zusammen mit dem Coronavirus, das vom Mullah Regime verbreitet wurde, haben die iranische Gesellschaft explosiv werden lassen“.
Dennoch wird die andauernde Misshandlung der wehrlosen Insassen zu einer großen Katastrophe für alle iranischen Gefangenen führen und die internationaler Gemeinschaft muss eingreifen, um zu verhindern, dass das geschieht.
Deshalb hat Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des NWRI, den Trend der landesweiten Zunahme der Fälle der Erkrankung am Coronavirus als direktes Ergebnis der verbrecherischen und inhumanen Politik des Kleriker Regimes bezeichnet. Sie erklärte: „Khamenei und Rohani sind unter allen Amtsträgern zuallererst dafür verantwortlich, dass unsere Landesleute in solcher Zahl ihr Leben lassen“.
Frau Rajavi warnte vor der Situation in den Gefängnissen im Iran und rief erneut den Generalsekretär der Vereinten Nationen, den Sicherheitsrat und andere zuständige internationale Organisationen auf, zu handeln, um sich der Katastrophe entgegenzustellen, die sich in den Gefängnissen des Regimes anbahnt.

Maryam Rajavi

@Maryam_Rajavi
Given the accelerating spread of the coronavirus across #Iran, prison conditions are alarming. I urge the UN Secretary General, Security Council, &other relevant international agencies to help stop a humanitarian catastrophe in the regime’s prisons.https://www.maryam-rajavi.com/en/item/maryam-rajavi-iran-coronavirus-fatalities-325-cities-exceed-49000 …

391
21:09 – 3 Jun 2020