Tuesday, July 23, 2024
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Ölmultis Total, Statoil, ENI und Royal Dutch Shell verzichten auf Handel mit Iran

USA verhängen Sanktionen gegen Tochter iranischer Öl-Firma

Washington – Im Atomstreit mit dem Iran haben die USA Sanktionen gegen die schweizerische Niederlassung der staatlichen Öl- Firma der Islamischen Republik verhängt.

Die immer schärferen Sanktionen gegen den Iran zeigen nach Ansicht der US-Regierung Wirkung: Inzwischen hätten sich vier große europäische Energieunternehmen dazu entschlossen, ihre Geschäftsaktivitäten dort zu stoppen oder zurückzufahren, um möglichen Strafmaßnahmen gegen sie zu vermeiden, teilte der stellvertretende US-Außenminister James Steinberg am Donnerstag mit.

Der französische Total-Konzern, Norwegens Statoil, das italienische Unternehmen ENI und der britisch-niederländische Konzern Royal Dutch Shell hätten der US-Regierung gegenüber versichert, ihre Operationen im Iran herunterzufahren, so Steinberg. Sie hätten zudem zugesichert, «keine neuen Aktivitäten im Energiesektor zu beginnen, die von Sanktionen getroffen werden könnten», sagte der Vizeaußenminister. «Ich beglückwünsche die Führungsrolle dieser vier Unternehmen, sie sehr konstruktiv mit uns zusammenarbeiten.»

Mit den Schritten soll der Energiesektor des viertgrössten Erdöl-Exporteurs der Welt getroffen werden. «Die internationale Gemeinschaft sollte ihre ‘alles wie gehabt’- Haltung gegenüber dem Iran beenden», forderte Steinberg.

Die Sanktionen gegen die Naftiran Intertrade Company – eine Tochter der iranischen Öl-Gesellschaft – soll Steinberg zufolge die Energiesektor des Landes besonders treffen. Die Firma habe Hunderte Millionen Dollar für die Entwicklung des Ölsektors beschafft. Der Sitz der Naftiran Intertrade Company ist in Pully VD. Viele Staaten der Welt verdächtigen den Iran, unter dem Deckmantel der Stromerzeugung an Atomwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran bestreitet das. Die UNO, die USA und die EU haben Strafen gegen das Land erlassen.