Wednesday, November 30, 2022
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Opposition: Iran begann seit 2000 mit dem Bau von Atomwaffenanlagen

Mehdi Abrichamtchi, pdt de la commission de la Paix du CNRI, à Paris, 3 novembre 2009 (photo getty images) PARIS, 3. November 2009 (Agentures) – Der Iran hat seit 2000 ein geheimes Waffenlabor getrennt von seinen Urananreicherungsanlagen gebaut, sagt eine sich im Exil befindende Hauptoppositionsgruppe am Dienstag.

Die Volksmojahedin, eine verbotene Oppositionsgruppe im Iran, haben schon lange Zeit behauptet, dass die islamische Regierung am Bau von geheimen Waffen arbeitet und hat die internationale Gemeinschaft aufgefordert, stärkere Sanktionen zu verhängen.

Am Dienstag gab die Gruppe auf einer Pressekonferenz bekannt, dass sie weitere Details aus Teherans Plänen zum Bau von nuklearen Sprengstoffen habe und sagte, dass sie Beweise habe, dass die Arbeiten seit mehr als acht Jahren im Gange sind.

Die USA und andere westliche Länder haben starke Bedenken über die Urananreicherung im Iran und befürchten, dass waffenfähiges Nuklearmaterial produziert wird, dass es aber auch keine explizite Technologie zum Bau von Sprengköpfen gibt.

Im letzten Jahr sagte ein Geheimdienstbericht der USA, dass alle iranischen Versuche, eine Atombombe zu bauen, dazu gehört auch das Anreichern von Brennmaterial, seit 2003 beendet wurden.  Andere Experten haben daran ihre Zweifel.

Teheran selbst hat wiederholt jegliche Intention zum Bau von Kernwaffen bestritten, jedoch auch ihr Recht auf Urananreicherung für zukünftige Kraftwerke oder medizinische Anlagen betont.
Die Mojahedin, Teil des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI), sagten in Paris, dass zusätzlich zur Urananreicherung in den Anlagen im Iran “weitere Anlagen östlich von Teheran” existieren.

Nach den Aussagen von Mehdi Abrishamchi, dem Vorsitzenden des “Friedenskomitees” des NWRI“, werden die Anlagen von einer “Forschungsanlage für Explosionen und Einschläge” (METFAZ), einem staatlichen Organ, dass den islamischen Revolutionsgarden gehört, geleitet.
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Einige dieser Anlagen bestehen aus einem Netzwerk von Tunneln in einer militärischen Anlage am Jajrood Fluss in der Nähe der Stadt von Sanjarian.

“Unseren Informationen zu Folge wird diese Anlage benutzt, um hochexplosives Material zum Zünden von Atombomben herzustellen”, sagte Abrishamchi und zeigte den Reportern dabei Pläne und Satellitenfotos, um seine Behauptungen zu unterstreichen.

Zusätzlich zur Anreicherung von Nuklearmaterial wie Plutonium oder waffenfähigem Uran brauchen Atomwaffen einen starken konventionellen Sprengstoff, um die Kernspaltung auszulösen.

Die Existenz der Anlage bei Sanjarian wurde schon zuvor von der Gruppe behauptet – welche sich nicht an den internen Protesten seit der Präsidentschaftswahl beteiligt.

Doch Abrishamchi sagte, dass die Gruppe Quellen haben, um weitere Details über das geheime Tunnelsystem zu erhalten und dass diese Beweise die internationale Gemeinschaft zu handeln bewegen müssen.

“Die internationale Gemeinschaft hat nicht noch einmal vier Jahre Zeit, bevor das klerikale Regime eine Atombombe gebaut hat und die Beschwichtigungspolitik der internationalen Gemeinschaft hat das Regime nur näher an die Bombe gebracht”, sagte er.

Die USA, Frankreich und Rußland machen Druck auf den Iran, damit er einem Vorschlag der Atomenergiebehörde der UN (IAEA) zustimmt, welcher besagt, dass der Iran sein Uran zur Anreicherung ins Ausland schickt.

Obwohl es zu Beginn Anzeichen gab, dass der Iran dem Abkommen zustimmt, änderte Teheran seinen Ton und zog sich vom Angebot zurück.