Saturday, February 4, 2023
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Perviz Khazai: Iranisches Regimes braucht Atombombe zum Überleben

Der iranische Widerstand hat der Welt einen großen Dienst erwiesen, indem er den Bau von Kernwaffen durch das Regime in Teheran aufdeckte. Das sagte der Vertreter des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI) für die nordischen Länder.

„Das Regime baut auf zwei Säulen – den Export von Terrorismus in der Region und den Bau von Kernwaffen. Das ist seine Daseinsexistenz.  Besonders die Atombombe sichert die Garantie für die Existenz des Regimes.“, so Perviz S. Khazai, ein früherer iranischer Botschafter, der nun ein Vertreter des NWRI ist, in einem Interview mit EUBULLETIN, welches am Samstag erschien.

„Die einzige Möglichkeit zum dauerhaften Überleben (des Regimes) ist die Atombombe. Das Regime hat den Bau von Kernwaffen über 18 Jahre lang vor der Welt geheim gehalten und es mit Hilfe sowjetischer Wissenschaftler entwickelt. 2002 zeigten wir dann der Welt den Beweis, dass das Regime am Bau von Kernwaffen arbeiten und seitdem ist die Welt in Alarmbereitschaft. Wir sind sehr stolz, dies der Welt gezeigt zu haben.“ 

„Sie wissen, auch Hitler versuchte, die Atombombe in Norwegen zu bauen und hätte er es vor Oppenheimer geschafft, würde unsere Welt heute ganz anders aussehen. Doch das iranische Regime baut immer noch im Untergrund an der Bombe. Es täuscht den Westen und der Westen handelt durch Unentschlossenheit. Die Obama Administration ist sehr milde und der Iran sieht das als Schwäche an und daher setzen sie damit fort, mit dem Westen zu spielen.“ 

Khazai sagte weiter, dass ein mögliches Ergebnis eines Abkommens sein könnte, dass das iranische Regime sein Atomprogramm für den Abbau von internationalen Sanktionen herunter fährt und das man dies auch kontrolliert. Doch das Regime wird in versteckten militärischen Anlagen weiter arbeiten. Die Pasdaran (Revolutionsgarden) sind mit der SS vergleichbar, sie werden die atomaren Einrichtungen in den Militäranlagen schützen. Diese spezielle Einheit wird dies tun und nicht die reguläre iranische Armee. Das Regime kann so die Anlagen geheim halten und sie werden niemals zustimmen, dass dort internationale Beobachter Zugang erhalten.“ 

„Wir teilen das Leid der Menschen, die gegen das Regime sind. Das iranische Regime hat den Iran völlig zerstört und ihm kann nicht getraut werden. Es lügt sogar sein eigenes Volk über das Atomprogramm an. Es denkt, es kann ein Szenario wie Nordkorea abspulen und somit an der Macht bleiben. Im Iran jedoch sind 80 Prozent des Volkes arm und es bekommt keine Lohnzahlungen. Das Regime braucht eine externe Krise, um die Menschen ruhig zu stellen, so wie einst im Buch von 1984 von George Orwell; Der große Bruder braucht einen ausländischen Feind. Sie brauchen die Atombombe.“ 

„Damals in Hiroshima waren Atombomben sehr groß. Heute kann man diese in eine Coca Cola Flasche packen. Man kann sie in einem Aktenkoffer transportieren. Sie haben keine Skrupel, diese nach London oder New York zu schicken. Dies ist kein pessimistisches Szenario, nur naive Leute denken, das dies nicht passieren wird.“, ergänzte er. 

Der NWRI deckte im August 2002 die Urananreicherungsanlage in Natanz und den Schwerwasserreaktor in Arak auf. Dies führte zu einer Untersuchung der Atomenergiebehörde der UN, welche bestätigte, dass Teheran seit Jahren geheim an einem Atomprogramm forscht. Seitdem hat der NWRI Duzende weitere Enthüllungen über die geheimen Aktivitäten des iranischen Regime im Bereich des Baus von Kernwaffen aufgedeckt.