Wednesday, December 7, 2022
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Politische Gefangene Zahra Jabbari wegen fehlender medizinischer Behandlung im Koma

NWRI – Frau Zahra Jabbari (39) ist eine politische Gefangene im berüchtigten Evin Gefängnis in Teheran. Sie leidet an akuten Herzproblemen und fiel am Montag, den 21. März 2011 wegen fehlender medizinischer Behandlung von Gefängnismitarbeitern des Regimes ins Koma. Sie kam nach einer langen Verzögerung in ein Krankenhaus, das unter der Kontrolle des iranischen Regimes steht. Sie steht am Rande des Todes.

Die Mutter eines vier Jahre alten Kindes wurde am 17. September 2009 verhaftet. Sie wurde gefoltert und unter immensen Druck gesetzt, weil ihre Schwester und zwei Brüder in Camp Ashraf im Nordirak leben.
 
In einem beschämenden Prozeß protestierte Zahra Jabbari gegen die brutalen Folterungen, bei der unter anderem ihre Zehennägel heraus gezogen wurden. Ihre tapfere Tat ließ jedoch nur die Wut der Mitarbeiter des Gefängnisses steigen. Jabbari leidet an akuten Herzproblemen und Rheuma und daher lehnten die Folterknechte jegliche Behandlung ab, damit sie wegen der Krankheiten stirbt. Ihr physischer Zustand hat sich Tag für Tag verschlechtert und sie kann seit Monaten nicht mehr laufen.
 
Zudem hat sich der körperliche Zustand des politischen Gefangenen Mohsen Dokmechi (50), der an Bauchspeicheldrüsenkrebs leidet, weiter verschlechtert. Obwohl die Mediziner wegen seiner starken Schmerzen eine Chemotherapie unter medizinischer Aufsicht forderten, steht er in Zelle 4 des Karaj Gohardasht Gefängnisses an der Schwelle des Todes. Der bekannte Teheraner Händler wurde bereits in den 80er Jahren verhaftet. Er wurde jetzt wegen der Hilfe vernachlässigter Familien von politischen Gefangenen und der Anwesenheit seiner Tochter in Ashraf zu 10 Jahren Haft und Exil verurteilt.
 
Der iranische Widerstand ruft alle internationalen Menschenrechtsorganisationen, den UN Hochkommisar für Menschenrechte und andere relevante Gremien der UN, sowie alle Ärzteverbände auf, das menschenverachtende Regime für seine widerwärtigen Verbrechen zu verurteilen und fordert den UN Generalsekretär auf, eine Delegation in die Gefängnisse zu entsenden, damit die Bedingungen der Inhaftierten, vor allem der politischen Gefangenen, untersucht und eine sofortige Freilassung erwirkt wird. 

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
27. März 2011