Sunday, January 29, 2023
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Rede Maryam Rajavi’s bei „Internationaler Solidarität mit den Frauen von Ashraf und den Aufständen

Text der Rede der gewählten Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran, Frau Maryam Rajavi, am Sonntag den 16. August 2009 auf einer Versammlung am zweiten Tag der „Internationalen Solidarität der Frauen für Ashraf und der Frauen für die Aufstände im Iran“ im Hauptquartier des NWRI in Auvers sur Oise in der Nähe von Paris.

President-elect of the National Council of Resistance of Iran, Mrs. Maryam Rajavi, On Sunday, 16 August 2009, participates in A gathering on the second day of “International Solidarity with the Women of Ashraf and Women of the Uprising,” at the NCRI headquarters in Auvers-Sur-Oise near Paris.

Sehr geehrte Gäste, liebe Schwestern,
Grüße an die Freiheitskämpfer in Ashraf, einer von ihnen war der ehrenwerte Shaaban Souri
Grüße für die Freiheitskämpfer der Aufstände für die Freiheit. Wir habe uns hier versammelt, um eine Woche der Solidarität mit den Frauen von Ashraf und dem Iran abzuhalten und haben die Öffentlichkeit und internationale Organisationen eingeladen, besonders unsere Schwestern aus der ganzen Welt, um sie mit den bösartigen Bedrohungen durch das religiöse Regime und seiner Gefolgsleute zu konfrontieren, die gegen as Leben und die Würde der Frauen in Camp Ashraf gerichtet sind.

Wir haben uns hier versammelt, um das Entsetzen der iranischen Bevölkerung über die widerwärtigen Mißbrauch durch die Henker von Khamenei gegen inhaftierte Söhne und Töchter wieder zu geben, besonders über die unmenschlichen Nötigungen, die den Frauen in Zelle 209 des Teheraner Evin Gefängis abverlangt werden.
Wir habe uns hier auch versammelt, um zu unterstreichen, welche beschämende Charakteristika die Regierungen haben, die weiterhin davon absehen, ihre Beschwichtigung und Verhandlungen mit diesem aggressiven und mörderischen Regime zu beenden.

Sie wissen alle sicher von den kriminellen Angriffen, die von Einheiten unter dem Kommando von Nuri al- Maliki gegen Ashraf ausgeführt wurden, welche auf Anweisung von Khamenei organisiert wurden.

Vorbereitungen für diesen Angriff wurden von den terroristischen Qods Einheiten und der Botschaft des iranischen Regimes in Bagdad koordiniert. Sein Zeitpunkt wurde so koordiniert, dass sie mit der Amtseinführung von Mahmoud Ahmadinejad zusammenfiel, um die iranischen Aufstände zu ersticken.
Das Ergebnis dieses Angriffs waren 10 Tote, 500 Verwundete du 36 Geiseln.

Die Bilder und Videoclips zeigten nur einen Teil der unmenschlichen Brutalität, die während des Angriffs stattfand.

Ich sage „Ein Teil“, weil die Ereignisse des 28 und 29. Juli wesentlich grausamer waren, als es die Bilder zeigen.

Ich möchte die brutale Behandlung meiner eigenen Töchter durch die monströsen und aggressiven Einheiten hervorheben. Sie erniedrigten die Frauen und belästigten sie sexuell. Durch die beschämenden Bedrohungen versuchen sie, die Frauen zu verängstigen und sagen ihnen, dass sie zuerst alle Männer töten und dann in ihre Wohnungen einbrechen werden.

Solche Dinge wurden von den kriminellen Personen geäußert, die entweder direkt vom Regime nach Ashraf geschickt wurden oder die in sonst einer Form mit den regierenden Mullahs in Teheran in Kontakt stehen. Ihre Komplizen sind bekannt für jahrelange Gewalt gegen Frauen im ganzen Iran.
  
Diese Tage haben gezeigt, dass die tapferen Frauen in Zelle 209 des Evin Gefängnisses unter enormen Druck stehen. Ihnen wurde gesagt, dass ihr Schicksal eine Lehre für andere Frauen sein wird und dass sie danach niemals mehr an Aufständen teilnehmen werden.

Zuletzt hat der frühere Parlamentssprecher bestätigt, dass Jungen und Mädchen brutal in den Gefängnissen vergewaltigt wurden. Zusätzlich gehören folgende Dinge zur Realität:

• Ablegen von (gefolterten) Körpern auf den Straßen

• Aufeinanderstapeln von Gefangenen, schlagen und Wasser über sie gießen

• Ermordung von Frauen nach Vergewaltigung von Revolutionsgardisten

Vom Anbeginn der Mullahregentschaft ist die Vergewaltigung eine Foltermethode und eine Waffe, die von den Mullahs gegen das Volk und besonders gegen die Frauen entwickelt wurde.

Denken se an die drei Jahrzehnte der Unterdrückung und Folterungen gegen Frauen im Iran. Was würde ihnen als das ultimative Instrument in Erinnerung bleiben?

Wenn alle anderen Formen der Folter und sogar Erhängen und Massaker fehlschlagen, um Frauen aus der Arena zu drängen, wenn sie gezwungen sind, vor dem glorreichen Widerstand der Frauen der PMOI nieder zu knien, dann wird die finale Waffe gezündet, mit anderen Worten der Hebel des Geschlechts, der Entschuldigung, der Behauptung und dem Verletzen der Würde.

Worin ist in der Tat der abstoßende Assadollah Lajevardi (der führende Henker des Regimes) am meisten für bekannt?

Darum liegt das Ziel unseres Kampfes darin, all das abzulehnen, was den religiösen Faschismus auszeichnet. Seine Kultur und Geschichte ist nichts anderes als Aggression und Demütigung. Aggression und Demütigung gegen die Würde und den Respekt der iranischen Frauen und Männer und der gesamten Bevölkerung.

Das iranische Regime wurde durch den Widerstand der Bewohner von Ashraf und seiner Frauen abgenutzt. Während der Angriffe am 28 und 29 Juli bildeten die Frauen von Ashraf keinen Schutzwall, um andere zu schützen und ohne ihre felsenfeste Moral, ihrem Glauben und ihrer Entschlossenheit sind sie ohne Zweifel Freiheitskämpferinnen und ihre Verletzungszahl stieg stark an.

Für diejenigen unserer Freunde, die aus anderen Ländern kommen, muss ich erinnern, dass die Frauen von Ashraf früher fast alle politische Gefangene waren oder Universitätsstudentinnen aus dem Iran, Europa oder den USA. Eine große Zahl von ihnen waren Experten auf verschiedenen Gebieten oder Musiker und Künstler.

Sie sind Repräsentanten von drei erfolgreichen Generationen. Obwohl sie schwere Angriffe und Intrigen seit Jahren erdulden mußten, haben sie sich dem Widerstand in Ashraf auf der Grundlage eines freien Willen entschieden und nachdem sie ihre Familien verlassen und ihre Karrieren beendet haben, haben sie ihr Leben für die Freiheit der Menschen und das Land eingesetzt.

Während der letzten sieben Jahre hat die absolute klerikale Herrschaft im Iran den Irak in eine Szenerie für die Umsetzung ihrer Agenda der Herrschaft, des Terrors und der Zerstörung verwandelt. Ashraf war ein wichtiges Bollwerk gegen das Gift, die Frauen der PMOI spielten dabei eine einmalige Rolle im Anführen dieser Beharrlichkeit.

Sie sind die Vorbilder für die Freiheit, Befreiung und den Fortschritt nicht nur für ihre eigenen Schwestern im Iran, sondern auch für Frauen in allen Ländern der Region.
Darum bedeutet die Verteidigung von Ashraf eine Unterstützung für den Kampf gegen den religiösen Faschismus, der eine aktuelle Bedrohung für den weltweiten Frieden und seine Sicherheit ist.

Aufgrund dieser Basis lade ich die Aktivisten für die Bewegung der Gleichberechtigung und meine Schwestern in der ganzen Welt ein, die Frauen von Ashraf zu unterstützen und die erwachenden Frauen im Iran zu verteidigen. Ich rufe sie auf, die ganze Welt zum Ablehnen des aggressiven religiösen Faschismus gegen die iranischen Frauen zu inspirieren. Die Mädchen, die tapfer an den Aufständen teilnahmen, und die Mütter, die seit zwei Monaten vor dem Evin Gefängnis und den so genannten Gerichten protestieren, brauchen ihre Unterstützung. 

In diesem Kampf brauchen wir einen großen Zusammenschluß der Unterstützung für unsere Menschen und für eine weltweite Schwesterliebe.
Ich rufe die UN Kommission über den Status der Frauen, den UN Hohekommisar für Menschenrechte, den UN Sonderberichterstatter für Gewalt gegen Frauen sowie die Frauen- und Menschenrechtskomitees in den Parlamenten auf, Maßnahmen zu verabschieden, um die Frauen in Ashraf gegen die Bedrohungen der kriminellen Personen zu schützen.

Heute sind die Frauen von Ashraf mit der Wiederkehr der brutalen Attacken konfrontiert. Die bewaffneten Angeifer haben Aufstellung mit ihren Todeswaffen genommen. Eine dringende Situation existiert, welche alle Formen der Sicherheit bedroht, während es keine anderen Garantien gibt, vor allem nachdem die US Streitkräfte ihre Versicherungen gegenüber den Ashrafbewohnern verletzt haben und sich bis auf einen Beobachterstatus ihrer Verantwortung entzogen haben.

Die Bedrohung der Frauen in Ashraf durch al-Malikis bewaffnete Einheiten und die Sprache der Auslöschung der Frauen, sind ein bezeichnendes Beispiel für die Gewalt gegen Frauen. Ihre Anwesenheit in Ashraf verletzt verschiedene Artikel der universellen Menschenrechtsdeklaration und hat Rechte wie „das Recht auf Leben“, „das Recht auf Freiheit und Sicherheit“ und das „Recht auf Schutz vor Gewalt, unmenschlichem Handeln und degradierende Bedrohungen“ verletzt.

Deshalb haben die Frauen von Ashraf Anklage gegen die irakische Regierung vor einem kompetenten internationalen Organ erhoben und der Frauenausschuss des Nationalen Widerstandsrates verfolgt diese Sache mit Nachdruck.
Die gewalttätige Behandlung von Frauen zeigt immer deutlicher, dass die irakischen Einheiten nicht das Ziel haben, die Sicherheit in Ashraf zu erhalten, sondern ihre Sicherheit zu zerstören.

Um weitere Katastrophen zu verhindern, rufe ich die internationale Gemeinschaft und besonders die USA; die EU und die UN auf, folgende Dinge zu unternehmen:

1. Politische Gefangene, besonders weibliche Gefangene im Iran, die unter schrecklichen Bedingungen leben, müssen befreit werden

2. Die 36 Bewohner von Ashraf, die als Geiseln genommen wurden, müssen sofort von den irakischen Einheiten befreit werden und ohne Verzögerung nach Ashraf gehen

3. Die US Regierung muss zeitweise den Schutz von Ashraf übernehmen. Artikel 45 der vierten Genfer Konvention fordert dies von den USA ein. Weiterhin fordert das Prinzip der „Verantwortung zum Schutz“ (RtoP), dass die USA eingreifen, um Ashraf zu schützen. Es gibt keine Gründe, dass die Souveränität eines Landes verletzt wird.

4. Als Langzeitlösung muss eine internationale Truppe unter Anführung der UN den Schutz von Ashraf fortführen. Als erster Schritt in diese Richtung sollte ein Beobachtungsteam dauerhaft in Ashraf vor Ort sein.

Auf dieser Bühne will ich noch einmal die Bewohner von Ashraf und ihre Verteidiger und Unterstützer im Iran und auf der ganzen Welt grüßen.

Ich grüße die 36 PMOI Geiseln, die sich seit 20 Tagen im Hungerstreik befinden und die Demonstranten in Ashraf und in allen vier Ecken der Welt, die sich seit 18 Tagen im Hungerstreik befinden und die Hunger, Krankheit und Not für ihren Kampf erdulden müssen.

Ich bin zuversichtlich, dass ein solch immenser Glaube und Entschlossenheit zusammen mit großer Unterstützung der iranischen Menschen den Mullahs und seinen Marionetten keine andere Wahl lassen werden, als besiegt zu werden.

Es lebe der Aufstand der iranischen Menschen für die Freiheit
Es leben die stolzen Frauen und Männer von Ashraf
Vielen Dank