Friday, February 3, 2023
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Regierung Iraks fällt auf abscheuliche Verschwörungen des iranischen Regimes gegen die Ashraf

Entrance of Camp AshrafDie Regierung Iraks muss sofort die menschenunwürdige, illegale Belagerung Ashrafs aufgeben und das Zugangsverbot für Familien, Journalisten, Rechtsanwälte und internationale Delegationen aufheben.

Heute kam der irakische Ausschuss, der für den Druck auf die Ashraf verantwortlich ist, mit einer Reihe von iranischen und irakischen Mitarbeitern des klerikalen Regimes zum Eingang des Camps. Die Mitarbeiter waren als Journalisten verkleidet und begleiteten einen Bus mit Familienangehörigen, dessen Fahrt das Ministerium für Staatssicherheit und Geheimdienste und die Sicherheitsabteilung Isfahan (die so genannte Nejat Association) nach Ashraf organisiert hatte. Am Eingang legten sie eine Namensliste von Bewohnern vor, die sie vor den Toren des Camps treffen wollten.

Das wurde möglich, weil die Regierung Iraks in den vergangenen zehn Monaten alles daran gesetzt hat, Camp Ashraf in ein Gefängnis zu verwandeln und ständig Journalisten, Familienangehörigen, Rechtsanwälten, Menschenrechtlern und parlamentarischen Ausschüssen den Zugang zum Camp verwehrte.

Die Bewohner wiederholten, dass ihre Familienangehörigen innerhalb von Ashraf gern gesehen sind und jeder der möchte, kann gern in das Camp kommen. Aber die irakischen Regierunsbeamten verweigerten denen, die sich als Familienangehörige zu erkennen gaben, den Zugang zum Camp. So weigerten sich die Insassen des Camps, das iranische Regime bei ihrer Verschwörung zu unterstützen.

Davor konnten Familien aus dem Iran und aus dem Ausland sechs Jahre lang (2003 – 2008) ins Camp kommen und sich in Ashraf frei mit ihren Angehörigen treffen. Zu Beginn des Jahres 2009 verbot die gegenwärtige Regierung diese Besuche auf Geheiß des klerikalen Regimes und beschränkte die Besuche nur auf diejenigen, die an den vom MOIS organsierten Fahrten teilnahmen und bereit waren, sich mit ihren Familienangehörigen außerhalb des Camps unter dem wachsamen Auge und den Kameras des Nachrichtendienstes des iranischen Regimes zu treffen. Die Familien wurden dorthin gebracht, um ihre Verwandten davon zu überzeugen, dass es besser sei, beim Regime Abbitte zu leisten und sich dem Regime zu ergeben und schließlich in den Iran zurückzukehren und die Propaganda des Regimes gegen die Ashraf Bewohner zu unterstützen.
Viele Angehörige, die in den letzten Jahren Ashraf in Ashraf waren, werden nun im Evin Gefängnis unter Druck und Folter gefangen gehalten. Einige wurden zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Es kam zu Razzien in Häusern von Familienanghörigen, und noch immer werden sie im Iran verhaftet und geschlagen. Die geliebten Familienmitglieder in Ashraf zu besuchen, gilt beim Regime als Verbrechen.

Am 16. Januar wollten einige Familien in den Irak reisen und ihre Kinder ohne die vom MOIS organisierten Fahrten in Ashraf besuchen. Sie wurden bereits am Flughafen in Teheran verhaftet. Die meisten waren ältere Personen. Sie wurden geschlagen und kamen direkt vom Flughafen in den Block 209 des Evin Gefängnisses in Einzelhaft. Und ihre Privatwohnungen wurden aufgebrochen und von den Schergen des Regimes durchwühlt. Einige der Familienangehörigen sind noch immer in Evin, ein Teil von ihnen muss langjährige Haftstrafen absitzen.

Der iranische Widerstand verurteilt heute die Maßnahmen des irakischen Regierungsausschusses, mit denen die Ashraf Bewohner unter Druck gesetzt wurden. Dieser Ausschuss führt das Diktat des Höchsten Führers des iranischen Regimes aus. Sie verwehren Familienangehörigen den Zugang zu Ashraf und zwingen die Insassen, sich mit ihren Verwandten vor laufender Kamera des MOIS und vor den Toren des Camps zu treffen. Der iranische Widerstand betrachtet dies als eine menschenunwürdige, illegale Handlungsweise, die dazu dienen soll die familiären Zusammenhalt und die Gefühle auszunutzen, und so den schändlichen Ansprüchen der im Iran herrschenden religiösen Diktatur ihren politischen Gegnern gegenüber Vorschub zu leisten.

Wenn Ashraf in ein Gefängnis verwandelt wird und seine Insassen dazu zu bringen, dass sie sich an die Besucherregeln für ein Gefängnis halten, dann ist das eine Verletzung internationalen Rechts und von Grundrechten.

Im Hinblick auf die näher rückenden Wahlen im Irak, appelliert der iranische Widerstand an die internationalen Institutionen und an die öffentliche Meinung im Irak, die Einmischungen und abscheulichen Verschwörungen des iranischen Regimes und seiner irakischen Schergen selbst zu beurteilen und ein Urteil über sie abzugeben.

Die irakische Regierung muss sofort die menschenunwürdige, unrechtmäßige Besetzung von Ashraf aufgeben, insbesondere im Hinblick auf Familienbesuche und das Besuchsrecht für Rechtsanwälte und internationale Delegationen in Ashraf.

Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrat Iran
31. Oktober 2009