Tuesday, February 7, 2023
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Regierungsvertreter geben niedrige Wahlbeteiligung zu.

ImageStellungnahme zu Wahlen im Iran Nr. 5 –  Berichte aus dem Inneren des Regimes weisen auf Streit und Verwirrung bei den internen Fraktionen wegen der niedrigen Wahlbeteiligung hin.

Ein Vertreter des Innenministeriums sagte, die Lage in Teheran sei ein Fiasco. In den Moscheen von Teheran seien die paramilitärischen Bassij zu den Wahlbüros geeilt, um Stimmen zu sammeln. Ein anderer Beamter hat sich über eine Anweisung des Schulamts des 13. Bezirks in Teheran beschwert,  in der die Angestellten aufgefordert werden,  nicht für Hashemi Rafsanjani zu stimmen.

Die im Wahllokal am Khorassan Platz in Teheran Tätigen haben darum gebeten, vorher informiert zu werden, um das von den Wählern ignorierte Wahllokale für ausländische Journalisten zurecht zu machen.

Der Leiter des Hauptquartiers der Wahlkampagne Rafsanjanis in Mashad wies auf die leeren Wahllokale hin. Er sagte, dass in der Region von Robast Sang der Kommandant der paramilitärischen Bassij die Wähler unter Druck gesetzt habe, Ahmadinejad zu wählen.

Der Leiter des Hauptquartiers der Kampagne des ehemaligen Außenministers Ali Akbar Velayati, der jetzt  für Rafsanjani arbeitet, sagte, die Leute in ländlichen Gebieten seien unter Druck gesetzt worden, nicht für Rafsanjani zu stimmen. Velayati hatte sich entschieden, nicht zu den Wahlen zu kandidieren.

Das Inspektionsbüro der Wahlzentralen sagte, die Wahllokale seien noch viel leerer als vergangene Woche.

Im Verlauf des Machtkampfes innerhalb des Regimes sprach das Revolutionsgardecorps in Yazd davon, dass Rafsanjanis Wahlkampagnenstab versucht habe, die Stimmen der Arbeiter zu kaufen.

Der Leiter des Wahlzentrums des Regimes in Hamedan  gab seiner Besorgnis über die geringe Wahlbeteiligung Ausdruck und sagte, die Wahllokale seien bis zum Mittag leer geblieben.

Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Irans
24. Juni 2005