Wednesday, February 8, 2023
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Reporter ohne Grenzen: In diesem Jahr wurden bisher 66 Journalisten getötet

Die in Paris ansässige Organisation „Reporter ohne Grenzen (RWB)“ erklärte, in diesem Jahre seien weltweit insgesamt 66 Journalisten während der Ausübung ihres Berufs getötet worden.

Nach dem Bericht, der am Dienstag erschien, bleibt Syrien – dort wurden 15 Journalisten ermordet – schon das zweite Jahr in Folge für die Ausübung ihres Berufs das gefährlichste Land.

Sieben Reporter starben, während sie bemüht waren, Ereignisse des Nahost-Konflikts festzuhalten; sechs weitere wurden in der Ukraine getötet, je vier im Irak und in Libyen. 

Die Gruppe erklärt in ihrem Jahresbericht, im Zusammenhang mit ihrer Arbeit seien im zurückliegenden Jahr 66 Reporter getötet worden – sieben Prozent weniger als im Jahr 2013. 

In Indien wurde, so fügt der Bericht hinzu,  im Mai dieses Jahres ein Journalist getötet: Tarun Kumar Acharya, und in Pakistan zwei Journalisten: Irashad Mastoi und Abdul Rasool.

Inzwischen ist die Zahl der während journalistischer Arbeit Entführten angestiegen. Dies Jahr wurden weltweit 119 Reporter entführt; die meisten Fälle wurden in der Ukraine registriert – 33, gefolgt von Libyen: 29, Syrien: 27 und dem Irak: 20 Personen. 

Die Zahl ist um 37% höher als die des letzten Jahres; damals wurden insgesamt 87 Journalisten entführt.

Der Bericht erklärt, im Jahr 2014 seien 178 Journalisten aufgrund ihrer beruflichen Arbeit verurteilt worden. Insgesamt 29 Reporter verbüßen Haftstrafen in China, 38 in Eritrea, 19 im Iran, 16 in Ägypten und 13 in Syrien.