Wednesday, February 1, 2023
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Iran: Die politische Gefangene Zahra Safaei und ihre Tochter Parastoo Moeini sind zu acht bzw. sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden

Die vom Geheimdienstministerium fingierten Beschuldigungen halten Majid Asadi und Mohammad Amir-Khizi ein weiteres Jahr lang wegen Unterstützung der MEK in Haft

Nachdem sie monatelang Folter und Verhöre zu ertragen hatte, ist Zahra Safaei, eine politische Gefangene, die sich seit März 2020 in Haft befindet, im Alter von 58 Jahren wegen angeblicher Verschwörung und Propaganda gegen das Regime und Beleidigung Khameneis in einem Känguruh-Prozeß zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Frau Safaei ist eine politische Gefangene, die sich schon von 1981 bis 1989 in Haft befunden hat.

Ihr Vater Hassan Safaei, Mitglied der Mujahedin-e Khalq (MEK/PMOI), war während der Herrschaft des Schahs ein politischer Gefangener. Er wurde von der religiösen Diktatur des Iran im Jahre 1981 verhaftet und hingerichtet. Seine Enkelin Parastoo Moeini, 19 Jahre alt und gemeinsam mit ihrer Mutter verhaftet, wurde aufgrund ähnlicher Beschuldigungen zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

Sahra Safaei und Parastoo Moeini wurden in den zurückliegenden Monaten schwer gefoltert und mißhandelt. Damit wollte man gegen die MEK gerichtete Geständnisse erzwingen; aber sie verweigerten sich ihnen. Sie wurden im April 2020 in das berüchtigte Gefängnis von Qarchak in Varamin verlegt und in einer Zelle mit gefährlichen Häftlingen vereinigt. Frau Safaei leidet an einer schweren Erkrankung der Leber, doch der Direktor des Gefängnisses von Qarchak, Soghra Khodadadi verweigert ihre Aufnahme in ein Krankenhaus. Im Juli 2020 (?) wurde Parastoo Moeini mit dem Coronavirus infiziert; doch angemessene Behandlung wurde ihr versagt.

Eine andere Entwicklung: Das Geheimdienstministerium verlegte sich, um die Entlassung von Majid Asadi und Mohammad Amirkhizi, zwei politischen Gefangenen, die mit den MEK sympathisieren, zu verhindern, darauf, ein neues Dossier zu produzieren; die Känguruh-Prozesse des Regimes haben beide zu einem zusätzlichen Jahr im Gefängnis verurteilt, um sicher zu gehen, daß sie in Haft blieben.

Erneut fordert der iranische Widerstand den Generalsekretär der Vereinten Nationen, die Hohe Kommissarin für die Menschenrechte und den Menschenrechtsrat sowie die internationalen Menschen-rechtsorganisationen und die Europäische Union samt ihren Mit-gliedsstaaten zu dringenden Maßnahmen auf, damit das Leben dieser Häftlinge gerettet wird.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI)
den 8. Februar 2021