Friday, December 2, 2022
StartNachrichtenWiderstandRettet das Leben des politischen Gefangenen Mohsen Dokmechi

Rettet das Leben des politischen Gefangenen Mohsen Dokmechi

NWRI – Der politische Gefangene Mohsen Dokmechi, 50, leidet an Bauchspeicheldrüsenkrebs und befindet sich wegen mangelnder medizinischer Versorgung in kritischem Zustand. Die Symptome der Krankheit waren schon vor Monaten erkennbar, die Handlanger der Mullahs verweigerten ihm jedoch jegliche ärztliche Betreuung. Inzwischen leidet er aufgrund des fortgeschrittenen Stadiums des Krebses unter heftigen Schmerzen und hat viel Gewicht verloren. Er wurde letzte Woche ins Taleqani-Krankenhaus verlegt.

Die Handlanger fesselten ihn mit Händen und Füßen ans Bett, obwohl er zu schwach war, um sich zu bewegen. Er wurde am Donnerstag, dem 30. Dezember 2010, fünf Stunden lang im Modares-Krankenhaus operiert und wird jetzt von drei Revolutionsgardisten auf der Intensivstation des Krankenhauses bewacht. Gemäß den Empfehlungen der Ärzte müsste er sofort mit einer Chemotherapie beginnen und zur Behandlung in ein Fachkrankenhaus überwiesen werden. Das iranische Ministerium für Nachrichtendienst und Sicherheit (MOIS) behindert jedoch seine Verlegung und untersagt selbst seiner Familie, ihn zu besuchen.

Mohsen Dokmechi gehörte zu den politischen Gefangenen der 1980er Jahre, die jahrelange Haft und Folter ertrugen, weil sie die Iranischen Volksmudschahedin (PMOI, People’s Mojahedin Organisation of Iran) unterstützt hatten. Er, der zu den wohl bekannten Kaufleuten von Teheran gehört, wurde im September 2009 verhaftet, weil seine Tochter sich in Ashraf aufhielt und er die Familien politischer Gefangener finanziell unterstützte. Nach seiner Inhaftierung wurde er sofort in den berüchtigten Trakt 209 des Teheraner Evin-Gefängnisses überführt.

Während dieser Zeit war er verschiedenen Druckmitteln und Folterungen ausgesetzt. Sein Zustand verschlechterte sich mangels angemessener hygienischer Zustände und ärztlicher Betreuung.

Viele andere politische Gefangene, darunter Herr Mashallah (Hamid) Ha’eri, der an einer akuten Herzkrankheit leidet, Herr Jafar Kazemi mit Ischias und Herr Mohammad Oliyaie-Fard, der Krebs hat, befinden sich unter den anderen Gefangenen, denen selbst minimale ärztliche Betreuung versagt wird und die sich in kritischem Zustand befinden.

Der iranische Widerstand ruft die internationalen Menschenrechtsorganisationen, Ärzteverbände und verwandte Organisationen dazu auf, die erschreckenden Bedingungen zu verurteilen, unter denen die politischen Gefangenen leben, insbesondere in Bezug auf erkrankte Häftlinge, und fordert die Beauftragung einer internationalen Delegation, um den Zustand der Gefängnisse und der politischen Gefangenen im Iran zu untersuchen.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
31. Dezember 2010