Sunday, November 27, 2022
StartNachrichtenAtomprogrammS-300 Vertrag mit Iran eingefrohren - Bericht

S-300 Vertrag mit Iran eingefrohren – Bericht

S-300Quelle: Russiatoday

Der bestehende Vertrag zwischen Moskau und Teheran über die Lieferung des Langstreckenraketensystems “S-300” wurde eingefroren, das berichtet eine Quelle der russischen Waffenindustrie. Experten sind sich uneinig über den Schaden, den dies anrichtet.

Die Umsetzung des S-300 Vertrages wurde auf unbestimmte Zeit aufgrund verschiedener politischer Fragen verschoben, kurz nachdem es unterzeichnet wurde, sagte die Quelle gegenüber Interfax. Die Lieferung ist derzeit gestoppt, obwohl Moskau bisher nicht vorhat, den Vertrag komplett aufzulösen.

“Viel hängt von der politischen Umgebung ab, obwohl der Vertrag lange Zeit als rein wirtschaftlicher Vertrag angesehen wurde.”, sagte die Quelle.

Es gab keine offizielle Erklärung, sowohl vom Produzenten der S-300, Almaz-Antey, noch vom Waffenexporteur Rosoboronexport.

Der Vertrag sah die Lieferung verschiedener S-300 in den Iran vor und wurde vor einigen Jahren unterschrieben, jedoch nie umgesetzt. Er kam in die Medien, als Dezember 2008 die iranischen Medien von der Lieferung eines neues Systems berichteten. Die Nachricht kam während der Spannungen zwischen dem Iran und anderen Ländern, darunter Israel und die USA über die Nuklearbestrebungen aus Teheran. Die Gegner des Iran äußerten ihre Bedenken über den Vertrag, weil die S-300 die Möglichkeiten zum Abfangen von Luftschlägen auf den Iran erhöht.

Nach den Berichten des Insiders ist der Vertrag unterschrieben worden, bevor eine Lieferung überhaupt stattfinden konnte, zudem hat Teheran noch keine Anzahlungen für die Systeme geleistet. Die Quelle sagte, dass die Einfrierung des Abkommens nicht die Interessen Moskaus verletzt.

In der Zwischenzeit sagte die Buisnesszeitung Vedomsti, dass der Iran Geld für die Waffen gezahlt habe und zitiert dabei Quellen aus Kreisen des Verteidigungsministeriums. Sie bestätigten auch, dass der vorgesehene Liefertermin in diesem Jahr gestoppt wurde.

Wenn der Vertrag gebrochen wird, dann dürfte das den Markt für russische Waffenhändler schließen, warnt Konstatin Makienko vom Zentrum für Analysen und Strategien. Zusätzlich zum dem Verlust von einer Milliarde $ aus dem Abkommen selbst und 300-400 Millionen Dollar Vertragsstrafe könnte Rußland Kunden aus dem Iran an die Chinesen verlieren, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti.

Das S-300 ist ein weitreichendes Abwehrsystem und kann Flugzeuge und Raketen im Umkreis von 150 km abschießen. Es kann mit einem weiterem Waffensystem wie Tor-M1 kombiniert werden. Rußland lieferte Tor-M1 in einem separaten Abkommen an den Iran.