Saturday, December 10, 2022
StartNachrichtenMenschenrechteStärkt die Bewegung „Gerechtigkeit für die Opfer des Massakers von 1988“!

Stärkt die Bewegung „Gerechtigkeit für die Opfer des Massakers von 1988“!

Heute greift das Volk des Iran in entschiedener Suche nach Gerechtigkeit mit einer Welle von Protest und Ablehnung das herrschende Regime an.

 

Liebe Freunde und Förderer des iranischen Widerstands,

ich begrüße Sie alle zur Teilnahme an dieser Demonstration, mit der wir die niedergemähten Menschenrechte im Iran verteidigen.

Ich begrüße die 30 000 roten Rosen, die sich Khomeini und seinen Henkern nicht ergeben haben, sondern ihr Leben opferten, um ihre Loyalität gegenüber ihrer Sache: der Freiheit für das iranische Volk zu bewahren.

Khomeini und Khamenei wollten eine ganze Generation der Volksmojahedin vernichten, doch Massoud Rajavi hat einmal gesagt: „Unser Vaterland, unsere Geschichte, Kultur und Gesellschaft haben die Mojahedin immer gepflegt und uns gestattet, aus den Kindern des Iran unsere Pioniere und Pfadfinder auszuwählen.“

So blieb diese Generation standhaft; sie erblühte und wurde für das Volk des Iran auf dem Wege zur Freiheit zum größten Schatz.

Heute greift das Volk des Iran in entschiedener Suche nach Gerechtigkeit mit einer Welle von Protest und Ablehnung das herrschende Regime an. Die den Iran beherrschenden Mullahs haben jede Maßnahme zur Verheimlichung des Massakers aufgegeben; sie versuchen nun offiziell, es zu rechtfertigen. Doch können sie so ein entsetzliches Blutvergießen weder rechtlich noch politisch noch religiös rechtfertigen. Daher müssen sie sich auf die unverschämte Rechtfertigung verlegen, die da lautet: Wenn sie die Mojahedin nicht töteten, würden sie Herrschaft und Macht verlieren.

Daher erinnert der Expertenrat in einer Erklärung an Khomeinis an Montazeri gerichteten Brief, in dem es heißt: „Nach mir (d. i. Khomeini) werden Sie (d. i. Montazeri) das Land den Liberalen und durch sie den Mojahedin ausliefern.“

Die Mullahs wagen es nicht, die Fatwa, mit der Khomeini dies entsetzliche Verbrechen anordnete, in ihren Medien zu veröffentlichen; denn dies Dekret ist nichts anderes als der Befehl zu einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das sogar ihrer fundamentalistischen Rechtsauffassung widerspricht.

Ich habe das Regime schon aufgefordert und wiederhole diese Aufforderung: Sie sollen, wenn sie ihren eigenen Worten treu bleiben wollen, den Text des Dekrets in ihrem offiziellen Fernsehsender veröffentlichen; allein sie wagen es nicht. Stattdessen verteidigt Khamenei „das gesegnete, leuchtende Bild des Imam“, und Rafsanjani preist „die einzigartige Rolle des Imam in der Zeitgeschichte“. Rouhanis Justizminister Mostafa Pour Mohammadi prahlt, er sei „stolz darauf, das Urteil Gottes über die Heuchler ausgeführt zu haben“.

Ein Hoch den Volksmojahedin und dem Volk des Iran – sie sind standhaft geblieben und haben die Mullahs gezwungen, ihren Stolz darauf, solch ein Massaker und Blutvergießen begangen zu haben, einzugestehen. In diesem schamlosen Geständnis erkennt das Volk des Iran den Anfang vom Ende der Velayat-e Faqih; dies Ende wird gewiß kommen.

Vor 28 Jahren, als die Mullahs sich zu diesem Massaker entschlossen, hielten es die westlichen Regierungen für angezeigt zu schweigen. Daher konnte die Tötungsmaschine der Mullahs die iranischen Grenzen überqueren und auch politische Gegner im Ausland treffen; jetzt hat sie den Mittleren Osten und besonders Syrien in Blut getaucht.

Es besteht tatsächlich eine direkte Beziehung zwischen den katastrophalen Hinrichtungen im Iran und der Art, wie die Mullahs Krieg und Terrorismus in den Mittleren Osten und andere Länder hineintragen. Solange diese Tötungsmaschine nicht aufgehalten wird, solange die Mitglieder der PMOI in Ashraf und Camp Liberty ermordet und von Raketen getroffen, solange Häftlinge in Massen hingerichtet werden – z. B. die 25 sunnitischen politischen Gefangenen, die im vorigen Monat erhängt wurden -, so lange wird das iranische Regime weiterhin im Ausland Instabilität, Unsicherheit und Kriegstreiberei verbreiten.

Im Namen des iranischen Volkes und des Widerstandes fordere ich die westlichen Regierungen auf, die Menschenrechts-verletzungen im Iran nicht mehr zu übersehen. Für die westlichen Regierungen und Firmen mag es profitlich sein, mit dem iranischen Regime, wie es durch das Corps der Revolutionären Garden vertreten wird, lukrative Geschäfte abzuschließen; doch sie werden ihre Profite dazu aufwenden müssen, die Unsicherheit und den Terrorismus, die von diesem Regime ausgehen, in Grenzen zu halten.

Stärkt die Bewegung, die darauf zielt, daß den Opfern des Massakers von 1988 Gerechtigkeit widerfährt! Bleibt standhaft! Beharrt auf eurer Forderung, zwingt das Regime, den Giftbecher der Menschenrechte zu trinken! Diese Kampagne gehört zu dem Kampf, der auf den Sturz des mörderischen Mullahregimes zielt; sie wird bis zu seinem endgültigen Fall fortgesetzt werden.
Ich danke euch für die Anstrengungen und Leiden, die ihr in dieser Bewegung ertragt; ich danke euch allen herzlich!

Quelle: http://www.maryam-rajavi.com/en/remarks/messages/item/maryam-rajavi-s-message-to-iranians-demonstration-in-germany

 

Rede von Maryam Rajavi auf einem Seminar iranischer Gruppen in Europa
 

MARYAM RAJAVI: DIE FÜHRER DES IRANISCHEN REGIMES MÜSSEN WEGEN DES MASSAKERS VON 1988 VERFOLGT WERDEN – REDE AUF DEM SEMINAR IRANISCHER GRUPPEN IN EUROPA – AM 3. SEPTEMBER  2016

Ich rufe meine Landsleute auf, sich zu erheben – in Solidarität mit der Bewegung, die auf Gerechtigkeit zielt.

Sehr geehrte Würdenträger,
liebe Freunde,
liebe Schwestern und Brüder,

Ich freue mich sehr, euch zu sehen – Vertreter der iranischen Gruppen. Wir sind hier zusammengekommen, um der zutiefst unzufriedenen iranischen Gesellschaft eine Stimme zu verleihen.

In den vergangenen Wochen hat sich eine machtvolle Woge gegen das Regime der Velayat-e Faqih erhoben; ihr Zentrum ist die Erinnerung an das im Jahre 1988 an 30 000 politischen Gefangenen verübte Massaker. Diese Schandtat ist in dem Protest des iranischen Volkes gegen das verbrecherische, mörderische Regime wahrhaftig zu einem zentralen Anliegen geworden; es spielt bei der Forderung der Freiheit eine hervorragende Rolle.

Lassen Sie uns an diese schrecklichen Tage zurückdenken:

Vor genau 28 Jahren – Khamenei war damals Präsident des Regimes, Rafsanjani war Parlamentssprecher und Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Rouhani sein Stellvertreter – schmachteten zehntausende politische Gefangene in den Gefängnissen des Landes.

Manche von ihnen waren schon im Alter von 16 oder 17 Jahren verhaftet worden. Nun, nach sieben Jahren, waren sie erwachsen; sie waren 23 oder 24 Jahre alt – Männer und Frauen. Einige von ihnen hatten ihre Strafe schon verbüßt; einigen verblieben nur wenige Monate.

Doch anstatt daß diese Häftlinge entlassen wurden, sahen sie sich einer ominösen Bedrohung ausgesetzt: Delegationen von Vertretern Khomeinis machten in den Gefängnissen ihre Runden und befragten jeden Häftling. Ihre Hauptfrage lautete: Unterstützten die Häftlinge die Volksmojahedin (PMOI oder MEK)? Nach wenigen Wochen wurden die Gefängnisse zu Schauplätzen von Massen-Erhängungen.

In den Todes-Korridoren gingen die Häftlinge mit dem Ruf: „Hoch lebe Massoud Rajavi!“ an den Galgen. Einige sangen die Freiheitshymne.

Wie viele waren es? Anfangs etwas mehr als tausend. In den folgenden Wochen mehrere tausend; nach wenigen Monaten schwoll ihre Zahl auf 30 000 an.

Ihre Tapferkeit ist in diesem dunklen Kapitel der Geschichte des Iran das Licht; die verstreichende Zeit läßt es nicht verblassen.

Denken wir einen Augenblick an das Gefängnis von Arak! Der Aufseher sagt zu den Häftlingen: „Glaubt ja nicht, daß ihr überleben werdet, um vom Volk mit Blumen begrüßt zu werden!“ Ghassem Bastaki, ein Meisterringer, antwortet: „Wenn unser Volk mit Blumen kommt, werden wir unter den Märtyrern gefunden werden.“

Oder denken Sie an das Evin-Gefängnis: Monireh Rajavi, 38 Jahre alt, Mutter von zwei jungen Töchtern, hat ihre sechsjährige Strafe verbüßt; doch anstatt entlassen zu werden, wird sie hingerichtet. Ihr einziges Verbrechen besteht darin, daß sie die Schwester von Massoud Rajavi ist, dem Leiter des Widerstandes.

Und hier, im Todeskorridor des Evin-Gefängnisses, marschiert Mahmoud Hassani, Wirtschaftsstudent an der Teheraner Universität, in einer Gruppe von 60 Häftlingen und flüstert sein Gedicht:

Im Dunkel der Nacht,
wenn du eine Sternschnuppe am Himmel siehst,
denk’ an die Flammen!
Wir wurden in den kalten Nächten von Evin ausgelöscht,
damit im Morgendämmer andere Sterne aufgehen können.

Hier finden wir eine Abteilung des Gefängnisses von Ahwaz. Zwei Mullahs, zwei Henker, brüllen: „Ihr müßt euch entscheiden. Auf der einen Seite steht Khomeini, auf der anderen Massoud Rajavi. Auf welcher Seite steht ihr?“ Eine junge Frau ruft von hinten: „Es lebe Massoud, nieder mit Khomeini!“ Es ist Sakineh Delfi, 26 Jahre alt, aus Abadan. Die Garden greifen sie an, schlagen auf sie ein – vergebens! Nun ruft es aus allen Zellen. Von den 350 Insassen dieses Blocks werden 349 erhängt.

Wir kommen in die Abteilung 9 des Gohardasht-Gefängnisses; dort befinden sich 103 Häftlinge. 99 von ihnen steht die Hinrichtung bevor. Auf dem Todeskorridor wird einer gefragt: „Wo sind wir?“ Er antwortet: „Dies ist das Ende des Weges; ich habe meine Entscheidung getroffen.“ Der Häftling heißt Mehran Bigham; er ist 25 Jahre alt.

Wir kommen zu den Hügeln am See von Orumiyeh. Man hat eine große Zahl von Häftlingen dorthin gebracht. Einer von ihnen, Bahman Shakeri, hat schon sieben Jahre im Gefängnis gesessen; dabei war seine Strafe schon vor zwei Jahre verbüßt. Die Revolutionsgarden schlagen den Häftlingen mit Knüppeln und Eisenstangen auf die Köpfe, bis sie tot sind. Ihre Schreie bewirken, daß die Dorfbewohner herbeikommen.

Wir sind in Halle Nr. 19 der Abteilung 3 des Gohardasht-Gefängnisses. Den Wärter ärgert ein Wandgemälde. Der Künstler wird bald auf die Todesliste gesetzt werden. Sein Name ist Akbar Latif.

Und nun sind wir am Masjid-Soleiman-Gefängnis. Ein vierjähriges Mädchen namens Tanin wartet mit einem Blumenstrauß auf seinen Vater. Anstatt ihn zu sehen, erhält es von den Wärtern einen Koran und einige Kleidung; sie sagen, diese Dinge hätten seinem Vater gehört – dem tapferen Häftling Shahrokh Namdan.

Zurück ins Gohardasht-Gefängnis: Eine Gefangene sendet mit Klopfzeichen an der Wand ihre letzte Botschaft: „Freunde, ich habe noch zwanzig Minuten, um mein Testament zu schreiben. Sie exekutieren hier alle. Sendet den Mojahedin meine Grüße!“ Sie heißt Zahra Khosravi.

Nun sind wir in der Folterkammer. Man hört die Peitschenhiebe, einen nach dem anderen, aber keinen Schrei einer Gefangenen. Der Folterer erkärt: „Wir wollen von dir keine Auskunft – nur Schreie!“ Doch die Gefangene bleibt still. Bald darauf wird sie auf die Todesliste gesetzt. Es ist Azadeh Tabib, eine junge, fröhliche, geduldige Frau, die schon des öfteren den Folterknechten getrotzt hat.

Nach 26 Jahren – der Dialog zwischen den Henkern und Herrn Montazeri wird enthüllt – hören wir, wie einer eingesteht, der Widerstand junger Frauen von den Mojahedin habe ihn erschüttert.

Und nun sehen wir, wie Mojahedin (PMOI oder MEK), einer nach dem anderen, über diese blutbefleckten Korridore gehen. Eine von ihnen ist Ashraf Ahmadi, politische Gefangene schon unter dem Schah. Eine andere ist Fatemeh Zare’ii, Kandidatin der PMOI bei den Parlamentswahlen in Shiraz. Drei weitere gehören ein- und derselben Familie an: Hossein, Mostafa und Massoumeh Mirzaii.

Khomeini hatte ein Dekret erlassen: „Die Häftlinge überall im Lande, die daran festhalten, daß sie die Monafeqin unterstützen, schüren zum Krieg gegen Gott und werden zum Tode verurteilt.“

Khomeini und seine Komplizen wollten die Idee eines um der Freiheit willen geleisteten Widerstands auslöschen; daher beschränkten sie sich nicht darauf, eine gewaltige Zahl von Mojahedin und anderen Widerstand leistenden Häftlingen umzubringen, sie verbargen auch alle Beweise dieser Schandtat und leugneten sie gänzlich. Sie haben keinerlei Auskunft darüber erteilt, wo sich die Gräber dieser Opfer befinden. Heute ist der Friedhof von Khavaran, der von den Angehörigen der Opfer entdeckt wurde, eine geheiligte Stätte des Gedenkens an jene, die ihr Leben der Freiheit opferten. Wir grüßen sie viel tausendmal; unser Gruß wandert von hier nach Khavaran, dem Ort, dessen Boden durch Blut und Tränen gefärbt wurde.

Liebe Freunde,

die öffentliche Enthüllung des Tonbands, das die Ausführungen von Herrn Montazeri enthält, hat zu einer Konfrontation zwischen dem Volk des Iran und dem illegitimen, blutdürstigen Regime geführt, das immer noch an der Macht ist. Durch das Massaker von 1988 wurde der Grund des Konflikts gelegt. Hier sind seine Folgen:

– In der iranischen Gesellschaft ist eine neue Welle des Zorns, des Protests und der Forderungen entstanden; es ist eine Bewegung für die Gerechtigkeit.
– Die Grundlagen des Regimes sind an verschiedenen Stellen erschüttert. Der Streit ist so ernst, daß er das Parlament der Mullahs zu einer außerordentlichen Sitzung gezwungen hat.
– Das Edikt, mit dem Khomeini das Massaker anordnete, wird von der Geistlichkeit und von Studenten in den Seminaren in Frage gestellt; die Mehrheit der ranghohen Geistlichen des Regimes ist davon abgerückt, das Dekret zu verteidigen.

 

 

Daher fordern wir das herrschende Regime heraus:

Betrachten Sie den blutdürstigen Khomeini nicht als einen Imam und einen Heiligen? Wenn dies, warum vermeiden Sie es, sein Dekret in den Medien zu veröffentlichen?

Sie sollten den Text des Edikts, mit dem er das Massaker an den Mojahedin (PMOI oder MEK) anordnete, zumindest in Ihrem staatlichen Fernsehen zeigen.

Veröffentlichen Sie die Prozeßakten der Hingerichteten!

Geben Sie die Namen der Mitglieder der Kommissionen bekannt, die die Prozesse in allen Provinzen durchführten!

Händigen Sie den Angehörigen der Opfer des Massakers ihre Testamente aus!

Veröffentlichen Sie die vollständige Liste der Opfer und die bis heute verheimlichten Orte, an denen sie begraben wurden!

Den inneren Fraktionen des Regimes, den Befürwortern von Reformen der religiösen Diktatur sagen wir:

Wenn die Verunglimpfung der Mojahedin (PMOI oder MEK) Ihre Sicherheit schützt, so sei’s drum, aber Sie müssen das Massaker von 1988 verurteilen. Nach allen diesen Jahren der Komplizenschaft und Zusammenarbeit mit den Untaten des Regimes müssen Sie sich einmal von dieser abscheulichen Schandtat distanzieren!

Zu den Geistlichen in den Seminaren sagen wir: Brechen Sie das lange Schweigen zu dem Massaker von 1988; entziehen Sie sich Ihrer Verantwortung nicht!

Der internationalen Gemeinschaft und den westlichen Regierungen sagen wir:

Die Erhebung gegen die Menschenrechtsverletzungen im Iran gehört zur Verantwortung auch der westlichen Regierungen; denn die Wirkungen dieses Regimes sind nicht auf den Iran beschränkt. Der Terrorismus und Fundamentalismus, der von Teheran ausgeht, hat in Nizza, Paris, Brüssel etc. wehrlose Menschen das Leben gekostet. Machen Sie Ihre Beziehungen zum iranischen Regime davon abhängig, daß die Hinrichtungen im Iran aufhören! Stellen Sie Khamenei und seine Komplizen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, besonders wegen des Massakers von 1988, vor ein internationales Gericht! Und respektieren Sie den Widerstand des iranischen Volkes, der einen Wechsel der Regierung erstrebt!

Endlich rufe ich meine Landsleute auf, sich zu erheben, um diese Gerechtigkeitskampagne zu unterstützen und zu verbreiten! Für die Märtyrer Gerechtigkeit zu fordern – das gehört zu der Bewegung, die den Sturz des geistlichen Regimes erstrebt; diese Forderung muß bis zu einem endgültigen Erfolg durchgehalten werden.

In den vergangenen Wochen hat es die Kampagne im Iran dazu gebracht, daß eine Reihe von Mitgliedern der Todeskommissionen identifiziert wurde; außerdem tauchten neue Namen und Dokumente auf, darunter Photographien einer Reihe von Opfern des Massakers.

Wir müssen die Mullahs an den Punkt bringen, an dem sie es nicht mehr wagen, solche Verbrechen zu wiederholen. Im vergangenen Monat wurden einhundert Häftlinge hingerichtet. Darunter befanden sich 25 sunnitische politische Gefangene aus Kurdistan. Hinzu kommt die Hinrichtung von drei arabischen Landsleuten. Diese Morde müssen beendet werden; das mörderische Regime muß fallen!

Ich rufe die die Freiheit liebenden Iraner und alle Mitglieder und Freunde des iranischen Widerstands – im Iran und überall in der Welt – auf, die Bewegung „Gerechtigkeit für die Opfer des Massakers von 1988“ zu fördern und zu verbreiten. Sie müssen auf dieser Forderung beharren und bei dieser Kampagne bleiben, bis die Menschenrechtsverletzungen, die von der religiösen Tyrannei der Mullahs begangen wurden, geahndet worden sind.

Liebe Freunde,

die Ereignisse der neuesten Krise beschränkten sich nicht darauf, daß die Henker das Massaker an den Häftlingen eingestanden; das wichtigste Ergebnis bestand darin, daß der Tod Khomeinis sich gewissermaßen wiederholte – in der Schwächung des Geistes, der das geistliche Regime beherrscht auf der einen, der Kräftigung und Verjüngung des iranischen Widerstands auf der anderen Seite.

Dies kam in einer Bemerkung Khameneis zu klarem  Ausdruck: „Die Liebhaber der PMOI im Lande möchten sich reinwaschen und sich eine Aura von Legitimität und Unschuld verleihen, während sie zugleich das Bild des Imam (Khomeini) entstellen.“

Der Expertenrat, die höchste Institution des Regimes der Velayat-e Faqih, führte in einer offiziellen Erklärung aus, daß sie (d. i. die Mojahedin) beabsichtigen, „auf der einen Seite das islamische Regime, das Prinzip der Velayat-e Faqih und die erhabene Stellung des Führers im Volk, zu unterhöhlen und auf der einen Seite das Bild der PMOI reinzuwaschen, indem sie als Opfer der Justiz hingestellt werden.“

In einem Edikt des Jahres 1989 äußerte sich Khomeini über den wichtigsten Grund der Entlassung von Herrn Montazeri wie folgt: „Es ist klar geworden, daß Sie (d. i. Montazeri) nach mir (d. i. Khomeini) den Iran den Liberalen und also den Heuchlern (den Mojahedin) ausliefern werden; damit haben sie die Kompetenz und das Recht eingebüßt, das Regime in Zukunft anzuführen.“

In den folgenden Jahren haben die Funktionäre des Regimes ihre Behauptung, sie hätten die PMOI/MEK und den iranischen Widerstand vernichtet, tausendmal wiederholt; und doch wurden sie dadurch enttäuscht, daß die Mojahedin 14 Jahre lang in Ashraf und Camp Liberty standhaft aushielten.

Vor zwei Tagen – es war der dritte Jahrestag der Massenhinrichtung von 52 Mitgliedern der PMOI in Ashraf – wurden während eines von Khamenei befohlenen Überfalls sieben Personen, davon sechs Frauen, als Geiseln genommen. Bis heute haben wir keine Kenntnis von dem Schicksal der Geiseln.

Das Massaker in Ashraf gehörte zu einem umfassenderen Plan des iranische Regimes, die Mojahedin (PMOI oder MEK) im ganzen zu vernichten. Allein der Plan schlug fehl; heute ist die Stellung der Mojahedin (PMOI oder MEK) im Iran und seinem Volk erneut Gegenstand der wichtigsten Sorge der Führer des Regimes.

Liebe Landsleute,

28 Jahre nach dem Massaker an den politischen Gefangenen bezeugt die Bewegung, die darnach strebt, daß ihnen Gerechtigkeit widerfährt, und die Welle allgemeiner Hochachtung vor ihnen eine fundamentale Wahrheit: Das Blut dieser reinen Seelen fließt immer noch in den Adern unserer Nation. Nicht ein Tropfen davon wurde vergeudet. Ihr Leiden, ihre Beharrlichkeit war nicht vergebens.

Diese Wahrheit besagt auch: Die falschen Behauptungen der Mullahs und ihrer Komplizen, Widerstand um der Freiheit willen sei zwecklos, sind entkräftet worden. Jene, die das Massaker verheimlichten, es zu rechtfertigen oder die Mojahedin (PMOI oder MEK) dafür verantwortlich zu machen suchten, sind nun dem Gelächter der Geschichte preisgegeben.

Sie wähnten, niemand werde jemals hören, was diese Freiheitskämpfer von den Galgen herab, auf den Hinrichtungsstätten riefen. Sie wähnten, der vollkommene Ausdruck der Humanität und Ehre könne in den Folterkammern und Zellen beerdigt werden.

Doch die glühende Sonne der Wahrheit erhob sich aus der Tiefe der Müllhaufen, aus der Tiefe der Henkershöfe, aus den Fahrzeugen, die die blutgefleckten Leichen transportierten sowie aus den Massengräbern, die mit Kalk und Zement zugemauert waren; denn die Entschiedenheit, das Opfer für die Freiheit kann niemals vernichtet, niemals für immer geleugnet werden.

Heute kulminiert ihr Leiden, ihr Kampf darin, daß das Regime gefesselt und der Weg zur Freiheit eröffnet worden ist.

Ihre Standhaftigkeit hat sich als fruchtbar erwiesen – in der Stärke und dem Fortschritt der Widerstandsbewegung, am 51. Jahrestag der Gründung der „Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI oder MEK)“; sie wird eine Republik der Freiheit und Gleichheit errichten, eine Republik, die auf der Trennung von Religion und Staat beruht, auf der Gleichberechtigung von Mann und Frau, auf gleichen Rechten und Autonomie für die ethnischen Minderheiten im Rahmen eines vereinigten Iran und auf der Abschaffung der Todesstrafe.

Immer enthüllt uns die Geschichte die Größe der Männer und Frauen, die sie gemacht haben. Und diese 30 000 Menschen haben auf dem Wege des Iran zur Freiheit Geschichte geschrieben.

Ein Hoch der Freiheit!
Ein Hoch den Märtyrern!
Es leben des Volk des Iran!

Quelle: http://www.maryam-rajavi.com/en/activities/event-reports/item/maryam-rajavi-iranian-regime-s-leaders-must-be-prosecuted-for-the-1988-massacre-speech-at-the-seminar-of-iranian-communities-in-europe-september-3-2016