
Die steigende Wirtschaftskrise und die Covid – 19 Pandemie sorgen dafür, dass zahlreiche Schüler ihre Bildungseinrichtungen verlassen müssen.
Am 2. April sagte Behrouz Mohebbi, ein Mitglied im Parlament des Regimes, dass es im Iran eine Schulabbruchquote von 30 – 40 Prozent gibt. Laut Mohebbi ist einer der Gründe „fehlende oder nicht ausreichende Infrastruktur und fehlende Software und Internetzugang, um die Ausbildung Online weiter fortsetzen zu können“. Daher verlassen viele Schüler in den Provinzen die Schulen.
„Ein Problem in unserer Gesellschaft ist, dass Studenten und Schüler abbrechen müssen, weil sie keine Tablets oder Smartphones haben. Die Bildungssituation von 6 Millionen Schülern ist nun in der Schwebe“, schrieb am 3. April die staatliche Zeitung Arman.
In der Provinz Khorasan Razavi haben 40.000 Schüler die Schulen verlassen. Das ist ein Anstieg von 300%. Viele Experten gehen davon aus, dass die wahren Zahlen weit höher als die offiziellen Zahlen sind.
Mohammad Mousavi, ein 11 Jahre alter Schüler, beging am 10. Oktober in Dayyer (Südwestiran) Selbstmord, weil er nicht in der Lage war, ein Smartphone zu kaufen und somit an den Online – Kursen teil zu nehmen.
Im September sagte ein Parlamentarier des Regimes, dass laut des Bildungsministeriums 3,5 Millionen Kinder nicht in der Lage sind, die „Shad“ Lernapp zu nutzen, weil sie keinen Internetzugang oder ein Smartphone haben.
Die steigende Zahl der Schulabbrüche im Iran hat nicht nur etwas mit der Covid – 19 Pandemie zu tun. Seit die Mullahs 1979 im Iran an die Macht kamen, mussten Millionen Kinder die Schulen aus Armut verlassen. Diese Schüler werden später oft misshandelt oder drogenabhängig.
Mehr als 200.000 Covid – 19 Tote im Iran
„Eine vorsichtige Umfrage wurde in der Zielgemeinde gemacht und das Resultat war, dass 90% der Schüler, welche die Schule verlassen mussten, später an sozialen Krankheiten wie Drogenabhängigkeit litten“, sagte Iskander Momeni, der Generalsekretär des Hauptquartiers gegen Betäubungsmittel.
Im Gegensatz zu anderen Ländern sind Schüler und Studenten im Iran nicht Teil der iranischen Zukunft, was an der inhumanen Politik des Regimes liegt. Während des Iran/Irak – Krieges schickte das iranische Regime Tausende Kinder an die Frontlinie und nutze sie als „einmalige Soldaten“, um die Minenfelder zu räumen. Das Mullahregime ließ seit den 80er Jahre Tausende Studenten hinrichten.
Das Regime hat auch in den letzten Jahren damit fortgesetzt, die iranischen Studenten zu schädigen, indem ihnen ihre Basisrechte auf freie und vollständige Bildung entzogen wurden.
Während Millionen die Schulen verlassen, setzen die verbliebenen Lernkreise ihre Bildung in einem schwierigen Umfeld fort. Auch von ihnen werden über kurz oder lang viele ihre Ausbildung verlassen müssen. Es leben viele iranische Kinder in verkommenen Einrichtungen und lernen in Zelten oder in Räumen, welche jeden Moment zusammen brechen können.
Ein weiterer Grund für die steigenden Abbruchzahlen ist die Hoffnungslosigkeit für ihre Zukunft nach der Ausbildung. Sie sehen die Armee der arbeitslosen Akademiker und brechen lieber ihre Ausbildung ab, um einen Job zu finden, mit dem sie ihren Lebensunterhalt finanzieren können.
Auch die Korruption im Regime, seine Ausplünderung des nationalen Wohlstandes und die Finanzierung von destruktiven Aktivitäten anstatt einer Hilfe für das Volk sind ein weiterer Grund, warum Schüler die Schulen verlassen.
Am 15. März veröffentlichten die Revolutionsgarden eine neue Raketenbasis. Am 27. Dezember lobte Hassan Nasrallah, der Chef der Hisbollah, den getöteter Terrorfürsten Quassem Soleimani für seine „logistische Unterstützung“ der Hisbollah und dass er „alle roten Linien überschritten habe“, indem er 9M133 Kornet Raketen in dem 33 – Tage Krieg in 2006 geschickt hatte, mit denen 200.000 Häuser im Libanon zerstört wurden. Soleimani zahlte allen Familien, die ihre Häuser verloren hatten, ein Jahr lang die Miete und alle Ausgaben. Am 2. Dezember enthüllte Reuters, dass das Regime „600 Millionen Dollar für den Ausbau des Iman Hussein Grabmals“ gezahlt hat.
Während im Iran Kinder Selbstmord begehen, weil sie keinen Zugang zu einem Smartphone haben, finanziert das Regime weiterhin Terrorgruppen wie die Hisbollah und die Verwandten der Regimevertreter leben ein luxuriöses Leben.
Darum riefen die Iraner bei den Protesten „Unser Feind ist hier, es ist nicht Amerika“.

