Friday, February 3, 2023
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Steigende Zahl von Verletzten nach Unterdrückung der Protesten von Familienangehörigen der Goldminenarbeiter im Nordwest – Iran

NWRI – Die Anzahl der verletzten demonstrierenden Familienangehörigen von Minenarbeitern einer Goldmine im Nordwest – Iran steigt auf 13 Personen an.

Die Familienangehörigen wurden von Sicherheitskräften des iranischen Regimes verletzt. Berichte zeigen, dass einige von ihnen medizinische Behandlung in naheliegenden Städten bekamen und einige sich zu Hause versorgten, weil sie Angst vor Verhaftungen durch Sicherheitskräfte hatten.

Am Donnerstag, den 15. Juni hatte eine Anzahl von Bewohnern der Stadt Takab in der Urmia Provinz (Nordwestiran), die Arbeit in der Aqdareh Goldmine suchen, eine friedliche Versammlung vor der Mine abgehalten, wo man die örtlichen Arbeiter nicht an ihrer Tätigkeit hinderte. Die Demonstration wurde jedoch brutal von der Sicherheitspolizei aufgelöst.

Die Aqdareh Goldmine ist die zweitgrößte Goldmine im Iran und sie befindet sich 30km von Takab entfernt. Das Minenunternehmen Aqdareh Pooyazarkan war die erste aktive Minenfirma für Gold im Iran. Das Unternehmen begann seine Arbeit 1997 und sein Hauptquartier befindet sich in Karaj. Die jährliche Fördermenge beträgt 2.2 Tonnen pures Gold.

Seit Beginn der Minentätigkeit in der Region gab es schwere Schäden an der Umwelt, dem Ökosystem und der Ökologie. Die Anwohner um diese Mine haben ihre Lebensgrundlagen als Farmer und Viehzüchter verloren. Weil viel Chemie verwendet wird, um das Gold zu fördern, trat Cyanid aus und das führte zum Tod der Tiere und verseuchte die Obstbäume und andere Produkte der Farmer. Mittlerweile kauft niemand mehr Produkte der Farmen um diese Mine, weil die Produkte verseucht sind. Zudem wurde ein Teich um die Mine verseucht, weil man das Gold filtern und andere Bestandteile heraus waschen wollte. Dadurch ist das Wasser in dieser Region sehr ungesund. Auch das Trinkwasser der Anwohner ist stark belastet.

Laut der Anwohner sind seitdem Todesfälle und Krankheiten wie Krebs oder Infektionskrankheiten in den Ortschaften um Takab rapide angestiegen.

Bereits im Februar 2014 hatten 250 Arbeiter vor der Goldmine protestiert und gestreikt, als damals ein Arbeiter Selbstmord begangen hatte. Die Justiz des Regimes hat nach Anzeigen des Minenbetreibers wegen des Streiks 17 Arbeiter wegen Arbeitsverweigerung angeklagt und sie zu Haftstrafen, Geldstrafen und Peitschenhieben verurteilt.