Saturday, December 10, 2022
StartNachrichtenWiderstandStreiks am Teheraner Bazar gehen in den sechsten Tag

Streiks am Teheraner Bazar gehen in den sechsten Tag

Iran: Protests against the regime broadenNWRI – Der Streik im Bazar der Hauptstadt geht weiter. Die Händler des Teheraner Bazar haben am Dienstag zu einem großen Streik wegen der Steuererhöhungen des iranischen Regimes aufgerufen. Die Händler haben bisher keine Stellungnahme vom Regime erhalten, dass sie die Steuererhöhungen zurück ziehen.

Fabrikwarenverkäufer und Schuhmacher sowie der Abbas Bazar und weitere Shops in Amir Kabir führten am Sonntag mit ihrem Streik fort. Der so genannte Kuwaiti Bazar am Sabzah Platz schloß sich heute dem Streik an.

Glaubwürdigen Berichten zu Folge, hielten die Einwohner am Sonntag seit den frühen Morgenstunden Demonstrationen aus Solidarität zu den Händlern vor dem Kuwaiti Bazar und dem Reza Bazar ab. Die Seitenstraßen waren voller Demonstranten, während sich eine große Menge trotz brütender Hitze vor der Polizeistation versammelte.

Um 10 Uhr Ortszeit begann die Menge vor dem Reza Bazar anzuwachsen. Das Haupttor des Kuwaiti Bazars und deren Shops wurden bisher komplett geschlossen. Die Proteste gingen bis zum Mittag vor dem Kuwaiti Bazar weiter.

Am Samstag schrieb AP einen Bericht über den Streik. „Teherans machtvolle Händler brauchen keine Straßenproteste, um ihrem Ärger kund zu tun. Das Geräusch der schließenden Metallgitter war genug, um die iranischen Behörden aufzuwecken.“

„Die Schließungen – mit dem großen Teheraner Bazar als Epizentrum – sind ein weiteres Dilemma für die iranische Führung, welche immer noch versucht, die Einnahmeverluste aus UN und US Sanktionen abzufangen.

Der Bericht von AP führt fort:“Eine Auseinandersetzung mit den einflußreichen Händlern hat schon in der Vergangenheit zu gefährlichen Wegen geführt. Der Bazar ist ein Ausgangspunkt vieler Unruhen gewesen, auch der von 1979, der zur islamischen Revolution führte. Damals verweigerten die Händler ihre Unterstützung für die vom Westen unterstützte Monarchie und ebneten damit den Weg für die Herrschaft der islamischen Kleriker.

AP zitiert auch eine Annalisten: „Die Händler wenden sich von der Regierung ab…Noch ist der Punkt einer offenen Konfrontation nicht erreicht, doch es gibt eine starke Bewegung in diese Richtung.“