Sunday, December 4, 2022
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Studentenproteste gehen in Vorbereitung auf den 7. Dezember weiter

Student protests continue as December 7 approaches  Trotz einer Reihe von Verhaftungen und Versuchen des iranischen Regimes, die Aufstände zu unterbinden, gehen die Studentenproteste in Vorbereitung auf die gegen die Regierung gerichtete Demonstration am "Studententag", dem 7. Dezember weiter.

Am 30. November protestierten Studenten der Technischen Universität Teheran mit Rufen wie "Tod dem Diktator", und "Mit Gottes Hilfe ist der Sieg nahe, Tod dieser betrügerischen Regierung". Sie riefen zur Freilassung ihrer gefangenen Komolitonen auf und skandierten: "Lasst die gefangenen Studenten frei". Zur Unterstützung ihres Protests verweigerten die Studenten das Mittagessen und stellten ihre Teller auf dem Boden.

Am 29. November protestierten Studenten der Teheraner Universität für Menschlichkeit und Literatur gegen die Festnahmen ihrer Komolitonen der Schulen für Recht, Philosophie und Technik. Sie hängten Porträts ihrer gefangenen Freunde an die Wände der Universität und forderten auf Spruchbändern ihre Freilassung. An der gleichen Universität protestierten in der vergangenen Woche bereits Studenten der Bereiche Elektrotechnik/Elektronik und Computerwissenschaften der gleichen Universität.
Studenten der Azad Universität in Teheran – Südcampus – demonstrierten an der Fachschule für Technik und skandierten "Tode dem Diktator" und "Lasst die gefangenen Studenten frei". Obwohl Mitarbeiter des regimetreuen Geheimdienstes und die paramilitärischen Bassij Einheiten abriegelten und die Studenten bedrohten, fanden die Proteste statt.
25 Mitglieder der Wirtschaftsfakultät an der Allameh Tabatabaei Universität veröffentlichten eine Protestnote, in der sie die Festnahme von sechs Studenten der Universität verurteilten und ihre sofortige, bedingungslose Freilassung forderten. Studenten der Universität unterstützen ihre Dozenten und forderten ebenfalls die Freilassung ihrer Komolitonen.
Mit der Unterbrechung der Rede des Majlisabgeordneten (Abgeordneter des iranischen Parlaments) Alireza Zakani besondersprotestierten Studenten der Allameh Tabataei Schule für Literatur protestierten Studenten an der Allameh Tabataei Schule für Literatur auf ganz besondere Weise. Außerdem unterzeichneten Hunderte an der Schule für Sozialwissenschaften eine Petition, in der sie gegen die Verhaftung einiger ihrer Komolitonen und die Vorladung von 10 Studenten vor die Disziplinarkommission protestierten, wo sie schwere Bestrafungen erwarteten.

An der Schule für Elektrotechnik der Khaje Nasir Tousi Universität weigerten sich Studenten am Unterricht teilzunehmen und gingen statt dessen zu einer gegenüber dem Gebäude stattfindenen Protestkundgebung. Bei der Demonstration skandierten sie: "Lasst die gefangenen Studenten frei", "Der Iran wurde zu einem Konzentrationslager, Evin wurde zu einer Universität" und "Studenten sterben lieber, als dass sie sich demütigen lassen". Auch am Nachmittag gingen die Studenten nicht zum Unterricht, sondern nahmen den ganzen Tag lang an Protestkundgebungen und Sitzstreiks teil.

Am 30. November unterbrachen Studenten der Mohaghegh Ardebili Universität in Ardebil im Nordwesten des Landes eine Rede von Saffar Harandi, einem Brigadegeneral der islamischen Revolutionären Garden (IRCG), der ebenfalls ein Berater des Oberkommandieren des IRGC ist. Es kam zu Auseinandersetzungen mit Herasat Mitarbeitern auf dem Campus (Hersat, der Name eines Sicherheitsbüros, gehört zum Ministerium für Staatssicherheit und Nachrichtendienste des Regimes und ist für die Sicherheit auf dem Studentencampus zuständig). Die Studenten griffen Saffar Harandi, dem in Mahmoud Ahamdinejads vorhergehendem Kabinett das Kulturministerium unterstand, verbal an und skaniderten: "Schäm Dich, Du Mörder der Kultur" und "Das Blut in unseren Venen ist Gift für unser Volk". Mitarbeiter des Geheimdienstes griffen die Studenten an und konfiszierten Kameras.

Am 1. Dezember weigerten sich Studenten an der Technikschule der Razi Universität in Kermanshah am Unterricht teilzunehmen und protestierten gegen die Festnahme ihrer Freunde und andere Massnahmen, mit dem das Regime Druck auf die Studenten ausüben wollte. Sie verweigerten ebenfalls das Essen an der Universität und stellten mehrere Teller vor der Selbstbedienung in der Cafeteria der Technikschule ab.

In Orumieh protestierten Hunderte Studenten gegen den Tod eines ihrer Komolitonen aufgrund fehlender Sicherheitsmaßnahmen an der Universität der Schule.
In Hormozgan, nahmen die Studenten nicht am Unterricht teil und protestierten damit gegen das Begräbnis der Überreste von Teilnehmern an dem unpatriotischen Krieg gegen den Irak auf dem Universitätsgelände.

Zu anderen landesweiten Protesten der Studenten, dies sich gegen das Regime richteten, gehörten in großem Umfang die Verteilung von Broschüren mit Protestnoten, Fotogalerien, in denen Maßnahmen dokumentiert wurden, wie das Regime Druck ausübt, und die Zerstörung von Porträts des Obersten Führer des Regimes. Einige der akademischen Orten die Schauplatz solcher Ereignisse wurden sind die Universität für Wissenschaft und Technik in Teheran, die Mazandaran Universität, die Universität für Wissenschaft und Technik in Babol, die Azad Universität zu Lahijan und verschiedenen Abteilungen an der Universität von Teheran, wie die Schule für Literaturstudium, für Recht und Politikwissenschaft. Um ihrem Hass und Zorn auf das klerikale Regime zusätzlich zum Ausdruck zu bringen, rufen Studenten ihre Komolitonen auf, an den zum Tag des Studenten am 7. Dezember geplanten Protesten teilzunehmen.

Das Sekretariat des Nationalen Widerstandsrates Iran
3. Dezember 2009