Sunday, November 27, 2022
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Vorbeter des Freitagsgebets in Teheran: Keine Genade für Oppositionelle

Freitagsprediger Jannati: „Ihr solltet keine Spur von Mitleid im Herzen haben, wenn ihr gegen Oppositionelle kämpft“ 

archive, juin 2009Ahmad Jannati, Vorbeter des Freitagsgebets in Teheran, sagte in seiner Predigt am Freitag, dem 4. Dezember: „Gegner des geistlichen Regimes sind Feinde Gottes.“ Weiterhin: „Wer die Bassij [paramilitärische Streitkräfte] beleidigt, ist ein Verräter.“ Er hob hervor: „Im Kampf mit Gegnern des Regimes darf es in euren Herzen nicht das leiseste Mitleid geben.“ Dann bedrohte er die, die gegen das Regime protestieren, mit folgenden Worten: „Der Kampf gegen das Regime wird die Feinde teuer zu stehen kommen“ und: „Diejenigen, die das Regime verraten, werden für ihre Taten bestraft werden.“ (Staatliche Nachrichtenagentur Fars, 4. Dezember)

In seinem Aufruf zur Stärkung der Moral der Bassij-Milizionäre lobte er diese für die Verbrechen, die sie begangen haben, und sagte: „Wir wollen den Bassiji Hände und Füße küssen.“

Die Staatlichen Sicherheitskräfte (SSF) bekräftigten in einer Erklärung: „Die Polizei wird gegen Ansammlungen außerhalb der genehmigten Orte mit Härte vorgehen.“ (Staatliche Nachrichtenagentur IRNA, 3. Dezember)

Der Kommandeur der Staatlichen Sicherheitskräfte hatte früher klargestellt: „Einen Menschen zu töten, um das Leben von Hunderten zu retten, wird nicht als Gewalttat angesehen.“

Die Warnungen, die in diesen Tagen von Mitgliedern des geistlichen Regimes abgegeben werden, zielen darauf, die Atmosphäre von Angst und Einschüchterung in der Gesellschaft zu verdichten. Damit soll eine breite Teilnahme der Menschen und besonders der Studenten an den für den 7. Dezember (den Tag des Studenten) geplanten Demonstrationen verhindert werden.

Sekretariat des Nationalen Widerstandsrats Iran
5. Dezember 2009