Wednesday, November 30, 2022
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Tapfere Mütter kritisieren während einer Gedenkfeier Khomeini

NCRI – Eine Reihe tapferer iranischer Mütter junger Leute, die während der landesweiten Erhebung des Jahres 2009 gegen das Mullah-Regime das Martyrium erlitten, kritisierten Khomeini,

der ein Regime etabliert habe, das täglich Kinder des Iran ermorde.

Die Mütter sprachen am vergangenen Freitag auf einer Versammlung, die in dem Teheraner Bezirk Shahriar zum sechsten Todestag von Mostafa Karim-Beigi veranstaltet wurde; das iranische Regime hatte ihn im Jahre 2009 während des Aufstandes gegen das Regime getötet. Viele Verwandte von getöteten Gegnern des Regimes und politischen Gefangenen nahmen an dieser Feier teil. 

Frau Shahin Mahin-Far, deren Sohn Amir Arshad Tajmir während des Aufstands von 2009 getötet worden war, sagte, ihr Herz sei durch den Tod ihres Sohnes gebrochen. Die Henker des Regimes hatten seinen Leib dreimal mit einem Polizeifahrzeug überfahren.

Frau Fatemeh Golgari, deren Sohn, der engagierte Arbeiter Afshin Osanloo, am 20. Juni 2013 unter mysteriösen Umständen in einem iranischen Gefängnis gestorben war, sagte während der Versammlung: „Es sollte für die Jugend eine Freudenzeit sein, doch in Wirklichkeit ist es die Zeit ihres Begräbnisses.“

„Es liegt mir etwas am Herzen, das ich sagen muß. Meine Lieben sollen es hören, aber auch das Regime. An dem Tag, an dem der Imam (Khomeini) sich auf einen Friedhof setzte und sagte: ‚Sie haben aus diesem Gelände einen Friedhof gemacht, ich aber werde ihn in einen Blumengarten verwandeln,’ verstanden wir nicht, was er mit dem Blumengarten meinte. Jetzt wissen wir: Er meinte, daß sie unsere Jugend töten und begraben würden und wir jedesmal, wenn wir dorthin gehen, Blumen auf ihre Gräber legen werden,“ sagte Frau Golgari. 

„Ich sehne mich nach dem Tag der Freiheit, an dem der Iran frei sein und blühen wird und wir alle Freunde und gute Brüder und Schwestern sein können,“ fügte sie hinzu. 

Auch die anderen Rednerinnen verurteilten in ihren Ansprachen während der Zeremonie, die am Grabe von Mostafa Karim-Beigi gehalten wurde, das Mullah-Regime. Seine Mutter, Frau Shahnaz Akmali Karim-Beigi, trug zu seinem Gedächtnis ein Gedicht vor, in dem es heißt, er habe sein Leben für die Freiheit des iranischen Volkes gegeben.

In dem Gedicht heißt es:

„Sieh meine von Geschossen zerrissene Blume;

deine Mutter hat sie zu deinem Gedächtnis aufbewahrt.

Wir werden niemals weichen; Mostafas Geist ist mit uns,

und Freiheit – das ist überall auf der Welt ein reines Wort.“

Zu den Anwesenden gehörten auch Frau Gohar Eshqi, die Mutter des ermordeten dissidenten Bloggers Sattar Beheshti, Frau Sholeh Pakravan, deren Tochter Reyhaneh Jabbari im vorigen Jahr hingerichtet wurde, weil sie in Notwehr einen Agenten des iranischen Regimes getötet hatte, und Verwandte von Mitgliedern des „Organisation der Volksmojahedin des Iran (PMOI oder MEK)“, die in den 80er Jahren im Iran hingerichtet worden waren.

Vergeblich versuchten die repressiven Sicherheitskräfte, die Feier zu einem raschen Ende zu bringen, doch die Teilnehmer widersetzten sich tapfer dem von ihnen ausgeübten Druck. 

Mostafa Karim-Beigi war, als er am 27. Dezember 2009 in der Neauphle-le-Château-Straße in Teheran von Agenten des Mullah-Regimes erschossen wurde, 27 Jahre alt. 

In dem Glauben, er sei verhaftet worden, suchte seine Familie zwei Wochen lang nach seinem Aufenthaltsort, bis sie seinen Leichnam in der Leichenhalle des berüchtigten iranischen Kahrizak-Gefängnisses entdeckte.