Wednesday, February 1, 2023
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Tochter von Referent Dibaj erhält keine Ausreiseerlaubnis

NWRI- Das Christian News Network berichtete am 14. April in Farsi, dass die Beamten der Mullahs Fereshteh Dibaj (Tochter des verstorbenen Ref. Mehdi Dibaj) auf dem Flughafen "Imam Khomeini" die Reise in die benachbarte Türkei verboten hätten.

Fereshteh Dibaj wollte ihre Bekannten und Freunde in der Türkei besuchen. Sie wurde direkt vor dem Einsteigen in das Flugzeug in Richtung Türkei gestoppt. Die Flughafenverwaltung teilte ihr mit, dass "ihr gerichtlich Reisen ins Ausland untersagt seien".

Referent Mehdi Dibaj wurde von Mitarbeitern des Ministeriums für Nachrichtendienste und Staatssicherheit (MOIS) brutal ermordet. Er war am 24. Juni 1994 entführt worden. Seinen Körper fand man am 5. Juli 1994 in einem Park im Westteil Teherans.

Am 26. September 2006 verhafteten Mitarbeiter des MOIS Fereshteh Dibaj (28) und ihren Ehemann Reza Montazami (35) in der heiligen Stadt Mashhad. Später wurde das Ehepaar für einige Tage an einen unbekannten Ort verschleppt. Während ihres Gefängnisaufenthaltes wurde ihr Haus vom MOIS durchsucht. Ihr Eigentum, wie Computer, CDs, Dokumente und christliche Bücher wurden konfisziert.

Frau Dibaj reiste ins Ausland und hatte vor diesem jüngsten Verbot keine Auflagen. Das Regime der Mullahs warf Frau Dibaj und ihrem Ehemann "Gotteslästerung" vor. Nach dem Strafgesetzbuch der Mullahs ist dieser Vorwurf mit dem Tod zu bestrafen.
 
Referent Mehdi Dibaj wurde von einem befangenen Gericht der Mullahs wegen "Gotteslästerung" zum Tod Verurteilt. Unter enormem internationalen Druck war das Mullahregime gezwungen, ihn nach neun Jahren Gefängnishaft zu befreien.

Mehdi Dibaj war im August 1995 auf dem Rückweg von der Geburtstagsfeier seiner Tochter in Zibadasht, (westlich der Hauptstadt) verschleppt worden. Er wurde in die entlegenen Wälder im Norden Teherans gebracht und dort erstochen.