Sunday, November 27, 2022
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Trotz aller Beteuerungen der Mullahs – Die iranische Wirtschaft kollabiert

Die iranische Wirtschaft leidet an der institutionalisierten Korruption der Mullahs und seiner falschen Wirtschaftspolitik. Während die Apologeten des Regimes die Sanktionen für die iranische Wirtschaftskrise verantwortlich machen, versuchen die Vertreter im Iran, zu behaupten, dass die Wirtschaft aufblüht. Doch ein Blick auf die Fakten und Statistiken zeigt, dass beide Behauptungen falsch sind.
„Wenn die iranische Wirtschaft in dieser Weise weiter läuft und keine Mittel gegen seine Schmerzen gefunden wird, dann werden die Schmerzen so lange zunehmen, bis es einen Herzinfarkt gibt und sie in ein langes Koma fällt.“, schrieb am 6. April die staatliche Zeitung Jahan-e Sanat in dem Artikel „Die iranische Wirtschaft im freien Fall erscheint am Horizont“.
„Die wirtschaftlichen und sozialen Krisen haben das Land an einen gefährlichen Punkt gebracht. Wenn nicht schnell agiert und die Krise kontrolliert wird, dann wird das Land an einen irreversiblen Punkt kommen“, schrieb Jahan-e Sanat und zitierte dabei Mohsen Rannani, einen Wirtschaftsexperten des Regimes.
„Die durchschnittliche Inflation im Land lag in den letzten 52 Jahren etwas über 18%. Das bedeutet, dass wir von diesem Zeitpunkt bis heute eine Inflation von 546845% hatten“, sagte am 6. April Abbas Akhundi, der frühere Minister für Stadtentwicklung. „Wenn der Anstieg der nationalen Investitionen in den letzten neun Jahren in unserem Land minus 6,8% betrug, dann bedeutet das, dass sich die Investitionen im Vergleich vor 10 Jahren um 25% verringert haben.“, ergänzte er laut der staatlichen Webseite Eghtesadnews. „Die nächste Inflationsrate wird mehr als 40% als im Vergleich zum vorherigen Jahr betragen. Das bedeutet absolute Armut“, ergänzte Akhundi.
Mit anderen Worten: Die iranische Wirtschaft hat unter dem Mullahregime keine Lösungen. Das Volk zahlt den Preis für wirtschaftliches Missmanagement und Korruption.
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Der Iran geht derzeit durch die vierte Coronavirus – Welle. Tausende Iraner stehen in langen Schlangen nach Geflügelfleisch an, um dies zu Preisen zu kaufen, welche die Regierung festlegte. Das Regime hat sogenannte „Geflügel- und Eierkomitees“ gründen lassen, während die Menschen unter Engpässen und explodierenden Preisen leiden.
„Aufgrund der Regierungspolitik sind nun viele Güter, die einst für die Öffentlichkeit problemlos zu erwerben waren, nicht mehr zu erlangen. Die Kaufkraft ist derart rapide gefallen und die Preise sind derart stark gestiegen, dass nun alle Sektoren der Gesellschaft besorgt sind. Die Preise der Basisgüter wie Früchte oder Gemüse steigen so stark an, dass die Menschen jeden Tag aufs Neue überrascht sind, was ihre täglichen Güter nun kosten.“, schrieb am 10. Februar die staatliche Zeitung Jahan-e Sanat.


Dennoch behauptet das Regime, dass es die Wirtschaftskrise unter Kontrolle hat. Die Geflügel- und Eierkrise ist nur ein Beispiel dafür, wie das Mullahregime die iranische Wirtschaft und das Leben der Menschen zerstört hat. Während seine Lobbyisten versuchen, die Sanktionen dafür verantwortlich zu machen, sehen selbst die staatlichen Medien und einige Vertreter die Korruption und die falsche Wirtschaftspolitik als den wahren Grund für die iranische Wirtschaftskrise an.
„Der Versuch, alle Probleme auf die Sanktionen zu schieben, geht nun schon seit Jahren. Die Sanktionen sind nicht der Grund für alle iranischen Wirtschaftskrisen. Laut politischer und wirtschaftlicher Experten sind zwar 30% der Probleme durch die Sanktionen, jedoch 70% durch Missmanagement, falsche Entscheidungen und die Planungen der Regierung entstanden. Sollten wir also wirklich die Sanktionen für all die explodierenden Preise und die Engpässe an Geflügel verantwortlich machen? Leichtsinn und Fehler (durch das Regime) spielen hier kleine Rolle?“, schrieb am Mittwoch die staatliche Zeitung Siyasat-e Rouz.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Regime keine Lösungen für die iranische Wirtschaftskrise hat, weil die Mullahs selbst der wahre Grund für die Probleme der Menschen sind.
Daher warnen sich die staatlichen Medien und die Vertreter gegenseitig vor einem neuen Aufstand wie im November 2019, der nach einem plötzlichen Anstieg des Benzinpreises ausbrach.
„Im November (2019), bevor es die Vorfälle gab, sagte ich, dass wir Lebensmittel und Gesundheitsvorsorgepakete an das Volk verteilen sollten. Wenn wir das nicht tun, dann wird es eine Rebellion (Aufstand) der Armen geben“, sagte am Donnerstag Ahmad Tavakoli, ein Mitglied im Expertenrat des Regimes.