Tuesday, December 6, 2022
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Trotz Anwesenheit der UN-Menschenrechtskommissarin Hinrichtungen in Teheran

UN human rights chief in Tehran amid widespread executionsNWRI – Louise Arbour, die Hohe UN Kommissarin für Menschenrechte nahm nach Informationen der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA am Montag, dem 3. September 2007, an einer Sitzung über Menschenrechte in Teheran teil.
Dieses Treffen wurde offensichtlich von der unabhängigen Bewegungen organisiert, um  sich mit Menschenrechten und kultureller Vielfalt zu befassen.

Arbours Besuch wurde nicht angekündigt und findet zu einem Zeitpunkt statt, in den infolge brutalster Unterdrückung im Iran täglich immer mehr Menschen und – unter ihnen – auch politische Gegner der religiösen Diktatur in der Öffentlichkeit und im Gefängnis erhängt werden.

In den letzten sechs Monaten wurden iranischen Medienberichten zufolge mehr als 100 Menschen erhängt. Und das sind nur offizielle Zahlen. Im Juli und August stieg die Zahl der Hinrichtungen unerwartet stark an.
Menschenrechtsorganisationen und Menschenrechtler verurteilten so, wie weltweit auch politische Gruppen und Persönlichkeiten, die neue Hinrichtungswelle im Iran und riefen die internationale Gemeinschaft zur Intervention auf.

Als Frau Arbour in Teheran ankam, versuchten Familienangehörige von politischen Gefangenen und den Todeskandidaten sie zu kontaktieren und um Hilfe zu bitten. Ihr Besuch in Teheran wird von den Gefangenen und ihren Familien als eine mögliche Antwort auf ihre Appelle an die Weltbehörde gesehen. Einige Familien fuhren nach Teheran, in der Hoffnung, die UN Chefin für Menschenrechte sehen und ihr ihre Beschwerden persönlich übergeben zu können.

Vertreter von Studenten, Frauen, Arbeitern, Lehrern, Krankenschwestern, Journalisten und vielen anderen versuchten in das UN Gebäude in Teheran zu gelangen, um einen Termin bei Frau Arbour zu bekommen.
Am 27. August 2007 rief Maryam Radjavi, die vom Iranischen Widerstand gewählte Präsidentin, die Menschen weltweit auf, um die Hinrichtungen im Iran zu verurteilen. Sie forderte die sofortige Übergabe der Menschenrechtsakte an den UN Sicherheitsrat, damit gegen die Mullahs bindende Maßnahmen eingeleitet werden können.

Das Volk Irans, das unter der brutalen Tyrannei der Mullahs leidet und die Menschenrechtler in der ganzen Welt hoffen auf ernsthafte sofortige Maßnahmen der internationalen Gemeinschaft, damit die Hinrichtungen im Iran gestoppt werden. Wenn die politischen Gefangenen und ihre Familien ihre Anliegen nicht bei der UN Chefin für Menschenrechte bei ihrem Besuch in Teheran vorbringen können, befürchten sie, dass die kriminellen Mullahs darin grünes Licht sehen und ihre Barbarei und die Hinrichtungen fortsetzen können.